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Fast- und Baettag Wie der in den 4. Pfarrkirchen zu Basel, sonderlich aber in der Pfarrkirchen des Muensters geuebet worden : Das ist: Verzeichnuss I. Des Christlichen Oberkeitlichen Mandat und ausskuendens, obgemeldten Fasttags : II. Dreyer am selbigen tag gehaltener Buosspredigen, deren Die erste durch D. Johan Wolleb, ... Die andre durch M. Theoder Zwinger, ... Die dritte durch D. Wolgang Meyer ... verrichtet worden ... : III. Des Gebaetts, so der Gemeind Gottes fuergelesen : IV. Der Capituln so zwischen den Predigten abgehoert : V. Der Gesaengen, so vor, nach, und zwischen den Predigten abgesungen worden
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Dredigt. 7durch feine Sericht ond durch das fewr feiner Trůbſalen er:ſuchet: Darumb ſagt Paulus ; Mañ wir vns ſelber rich-deten/ das iſt /r uchten/ ſo wurden wir nicht von demEren gerichtet.. Corinth. 1.Sittemal nun diß Ampt der Erſuchung fo groſſen nutz Das Amtent fich brin gero fo laſſe dir o Menſch/ da ſſelbige zum hoͤch⸗ öſten angelegen vnd hefohlen ſeyn: Folge dem guten Rhat des hech laſſen anPropheten allhie/Gehein dich ſelber Setze alle partheylig⸗ Sezen THreit auff ein oꝛth. Frage dein eigen Gewiſſen was du gethanhabeſt/ vnd begibe dich nimmer zu ruhen/ biß du alle deine fünzden/ vnd die abſchewligkeit derſelbigen wirſt erkundiget/ vnndin dir verdammet haben.Aber ach leyder/ wir Mögen wol zu vn ſeren zeiten auch kla-gẽ/ wie der Prophet Jeremias zu feiner zeit geklagt hat, Nie, jerem asmands iſt den feiner boßheit gerewe/ vnnd ſpꝛeche-Warmmb hab ich das gethan? Dann wann haſtu dichjemalen/ o Menſch/ in dein Schlafffammerlin begeben/ andein Bruſt geſchlagen/ dein Hertz zerriſſen/ vnd geſpꝛochen:Ach was hah ich gethan! Ach wie ſchrecklich hab ich mich wi-der meinen Gott /wider meinen Naͤchſten/ vnb wider mein eigne Seel verſündiget! o wolte Gott / daß wir dieſes alleſam-men/ auff das wenigſte alle tag ein mal/ zuthun bereit werenfo wurde vns gewißlich, vnſer Conſcientz, alle began geneSünden vnnd anklehende verderbnuſſen/ fo eygentlich vnndſcheutzlich für Augen ſtellen/ daß wir vns alle übrige tag vn-ſers Lebens, deſto behutſamer vnnd gewahrſamer verhaltenwurden.

Wiltu aber in dieſer deiner Erſuchung nicht jrꝛ gehen/ oder öfählen/ ſo muſtu weder den Teuffel/ noch fine Rottgeſellen/ eu hen ſo-die Welt vnd das Fleiſch/ rhats fragen/ was dir mangle la.breffe/ oder was in dir zu verbeſſeren ſeye: dann dieſe wurdendich faͤlſchlich bereden/ es ſtehe allenthalben wol/ du ſeyeſt ineinem herꝛlichen vnnd gluͤckſeligen Stand/ der huld vnd liebeGottes /ja des ewigen Lebens gantz ſicher/ deine Sunden ſeyr

nur