Band 
Erster Theil
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sciola gewollt/ ABACHIUS vom Hebräischen bk, pater, und%ttiv , fundere, das ist, fluminum , fluentis aqute pater , isteine benennung , welche man dem bekannten Nil-fluß gegeben,weil er, ehe er an das Mittelländische meer kommt, sich inverschiedene flüsse zertheilet, und also in das MittelländischeMeer fallet. Paul. Jovius. Hist. XVIII.

Abai- Hussain/ ein söhn Beddr und ein bruder Abbaz,starb iin jähr y8r. der Hegira . Er hat ein buch geschrieben,in deine er die stellen des Alcorans die einander widersprechen,zu erklären trachtet. Der titel des buchs ist: Asfar fil Klelaf.D’ Herbelot. Biblioth. Orient.

Abaka-Rhan/ der achte Kayser des Mogolischen Reichs,aus dem geschlecht Gingitz-Khan, wäre ein sohnHolagu, wel-chem er iir der regierung nachfolgte in dem 66;. jähr der Hegira ,und dem ir64.jahr nach Christi gedurt. Die Musulmanner ge-nossen eine süsse ruhe unter seiner regierung; die Überbleibselnvon Bagdad wurden wieder aufgebauet; die einwohner des Mo-golischen Reichs lebten in genauer beobachtung der gesetzen; dieWissenschaften und künstebluheten wiederum, und das gantze Reichaenosi'e die fruchten der weißheit und gute feines Beherrschers.Abaka - Khan hatte verschiedene kriege zu führen. Der erste wä-re wieder Barcka - Khan, einen der Nachkömmlingen Gigathai,ivelcher durch die engen des Caucasi in Persien einfallen wolte,und zu Derbcnt durch Schamat den bruder des Abaka in dem 664.jähr der Hegira und 1265. nach Christi qeburt, geschlagen wur-de. Diese Niederlage verhinderte jedoch den Barcka - Khan nichteinen neuen versuch zu thun, mit eurer arinee von 300000.reutern. Er hatte schon bis aufTeflis eingedrungen, und wä-re es an dcme daß er eine schlackst wider die Mogolische armerwagen wolte, als er zu grossem glück der Persier einsmals starbund dadurch seine armee zerstreuet ward. Vier jähre hernacherhielte Abaka in der gegend der stadt Herat einen herrlichensieg über Barack-Oglan , einen andern Printzen aus dem Gia-garhaischen geschlecht, welcher ein jähr zuvor in Persien einge-fallen wäre, und sich der provintz Khorasan bemeistert hatte.Das Unternehmen des Abaka in dem jähr 669. der Hegira , wie-der Exifeddin den Sultan von Egypten, wäre nicht so glück-lich. Die Mogolische armee , welche Mangu Timur comman-dirte, ward samt ihrem Generalen niedergehauen. Dieser Ver-lust verurjachete grosse Uneinigkeiten an dem Hof des Abaka,welcher wie inan glaubet von Schamseddin seinem ersten Mi-nister, nach einer siebenzehenjährigen regierung mit gift hin-gerichtet wurde, im jähr 681. der Hegira und 1282. nach Chri-sti gedurt. Einige Scribenten geben vor, Abaka seye ein Christgewesen; zum wenigsten weißt man, daß er kurtz vor seinem toddas Oster-fest mit denen Christen in der stadt Hamadan gehal-ten hat. In der histori der Äestorianer liefet man, daß er denJahabaiaha, welcher hernach sich zu der Römischen Archen be,kannt, von Bagdad nacher Jerusalem gesandt habe, um dieheiligen örter zu besuchen und kostbare gewande zu dem heiligengrabe zu verehren. Die Staaten dieses Kaysers waren sehrweitläuffig, indcme sie die provintz Khorasan, das Persischeund das Babylonische Jrac, Adirbeizan oder Medien, die pro-vintz Pharsi oder das eigentlich sogenannte Persien , Susistan,die provintz Diarbekir oder Mesopotamien , lind die provintzRum oder klein Asien , begriffen. d’Herbelot. Biblioth. Orient.Rinaudot. Relat. des Indes.

Wala / ein meerport in deme Cäsar, nachdem es ihme aufAne zeit wider Pomvejum nicht gelwigen wäre, mit cmem ei-nigen menschen seines gefolges anländete. Appianus sagt nur,daß dieser port nahe bey Sicilien gewesen seye. Appian. üb.;.

de bell. civil.

Wala / ein ort in Africa ohnfern von dem Rothen meer, indem land der Troglodyten. PHn. üb. 0. cap. 9.

ABALLABA, oder ABEGGABA , eine sehr alte stadt inWeftmorland, in Nord-Engelland, am flusse Edom , hat vordem gleiche freyheiten mit der stadt Porck gehabt, ist aber jetzoin sehr schlechtein zustande. Sie hat indessen doch noch einschloß. Die gerichts - tage wegen der gantzen Provintz werdenhier gehalten. Sie hat auch noch das recht zwey Deputierte indie Pariements-versammlungen zu schicken. Beeoereii. delic. del’Angl. p. 281. Camdens Britannia.

ABALLON, AVALLON , ABALLONIA, AVALLONIA,ist ein strich landes in der Jnsul Terreneuf in Nord-America,allwo die Engelländer eine Colonie haben, so sie Fere Jlandnennen.

AB A CCS, ist nach Plinii bericht eine Jnsul im OceanoGermanico gewesen, in welcher, wie sich einige fälschlich ein-gebildet , der Bernstein von denen bäumen herab fliestet. Ti-maus nennet sie Baltiam: und soll im übrigen daselbst der ge-brauch gewesen seyn, daß, wann man die leider derer, so insWasser gefallen, nicht wieder zu aesicht bekam, man alsdenndurch einen letzten dienst diese verstorbeire seelen nach gewohn-heit der Heyden zu befriedigen gedachte. Pu». Kilt. diät. Lib.XXXV ü. cap. 2.

Mama/ oder nach der Chaldäischen Bibel, Amana / istein fluß bey Damasco , welcher in vielen kranckheiten erlvunschtehülffe schaltete. Es bewog dieses den Naeman, da er seinesaussatzes ivegen zuin Propheten Elisa gereisec war, ihn nebstden Pharphar allen wasseren in Israel vorzuziehen, 2. Reg.V. 12. Er nimmt seinen Ursprung gegen Morgen unten amSupplementi} l. Theil.

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&helfet an der stadt Damascus vorbey, undfallet in das Syrische meer. Einige meynen, es seye dieses derS'cÄff Gnechen Chrysorrhoas genennet, weil er godgefuhret , weiches auey von diesem fluß behauptet wird.Doch muste er allenfals mit demjenigen Chrysorrhoas, welchenArnanus m Lolcbide setzet, nicht verwechselt werden. Beuln.

Liv. 3. ch. 4. Davity, Deser. de l’Alie. Arrian . Gesta Alex.M.

le/vMBesancom"^ <# ^ Franche - Comt "> ohngefehr z.mei-

AB.ARA, eine stadt in Africa gegen Carthago zu, ist so vielals eine furth, weil vielleicht bey derselben das wasser seichtemag geweien seyn. Bocbart. Chanaan , 1 ,24. p. 482.

ABARATHA, es wird darunter eine stadt verstanden, soauf der Jnsul Taprobane, we.che man vor die heutige JnsulCeilan insgemein halt, gelegen, Bocbart, Geogr. sacr.

f Abarbanel/ oder ABRABANEL , oder ABRAVANEL(Jsaac) em berühmter Rabbi. Diesem artickul ist nochdieses beyzufügen. Er wird von einigen auch BARBA-NELLA, äBaRBINEL, ABIRB 1 NEL, t!UE> ABRABANIEL atsnennet. Sein leichnam wurde von Venedig unter begleitnngvieler Juden nach Padua gebracht, und daselbst ausser der stadt,an einem nun verlassenen ort begraben. Burtorff zehlet in sei-U''!' stjbliotk. Rabbinica eilff schrifftm Abarbanelö, ausser denBiblischen auslegungen, darunter neben den im Lexico genenn-ten auch sind; Salmes AlestiX ; Longtegaiio prophetarum ;Praedicator salutis &c. M. Job, Hem. Maji Diff. de Abarb,

ABARCA de Bolea & Portugal (Hieronymus ) ein sehrberühmter Mann , ums jähr 1541. zu Cadrette in Aragonien ,verfertigte eine Historie derer Könige deffelbigen landes, von wel-cher die Gelehrten viel halten, und Hieronymus Surita weißausser! diesem keinen geschicktem zu diesem wercke. AntoniusBibl. Hisp.

ABARCA de Bolea & Castro (Martinus) einAragonischerBaron und Herr von Clamosa Sietani.und andern städtgen,ein söhn Bernardi de Abarca; derer Könige von Spanien ,Caroli des V. unter den Kaysern, und Philippi II. Vice-Cantz-ler, lebte im XVI. scculo. Er hatte es in der Spanischen poesie>veit gebracht, und verfertigte unterfchiedene gedichte, als:Gas Gagrimas de 8. Pedro; Orlando enamorado. Herd. 1378.ingleichen Historia de las Grandezas y eofas maravillosas de lasprovincias orientales. Csfar. August. 1601. In diesem letztemwird dersprochen, in einem besondern wercke von denen Africa-nischen provintzien Nachricht zu geben, insonderheit aber vondem Königreich Congo, wovon gegenwärtig noch nichts zr;mVorscheine gekommen, so wenig als eine beschreibung derer Ama-zonen , und andere Poesien, die Vine. Blasco de Ganuza unsermAuctori zuschreibet. Anton. Bibl. Hifp.

ABARCA C Petrus de) An. 1619. zu Jaca in Aragonien ge-bohren, war ein Jesuite, und hat zu Pinciano und Salamanca die Theologie gelehret, in welcher er auch folgende stchriftcnausgefertiget, als: de Scientia Dei; de Concordia; de Volun-tate ; de Pratdestinatione ; de Trinitate; de Incarnatione ; dePerfectionibus Christi: ingleichen eine Historie der Königen vonAragonien in Spanischer zprache, Anton. Bibl. Hifp.

Abarlnde / ein vorgebürge in klein Asien, nahe bey Lamp-sacus an dem Hellespont . Nachdeme Convn von Lvsandro über-wunden worden, zöge er sich mit neun schiffen nach diesem vor-gebürge. Plutarcb. in vita Lysandri.

AB ARIS, welcher den beynabmen Caucasius führet, unddeswegen aus der in Asien liegenden gegend um den berg Cau-casus scheinet her gewesen zu seyn ; war, nach dem bericht derPoeten, von dem Haussen des Phinei , und Perseus erschlug ihn,bey entstandenem Handgemenge mit einem grossen trinck-qeschirrauf seinem beylager mit der Andromeda. Ovidius Alet. V.v. 86.

Abarith/ eine stadt in Galiläa, deren einwohnere sich indem krieg wider die Römer sonderlich herfür thaten,, indeme siedas glück hatten, sich des gantzen reiß - gerathes so König Agrip-pä und der Königin Berenice seiner schwester zugehörig wäre,zu bemeistern. Joseph, lib. 2. de Bell. judaic. cap. 43.

ABARNIS, oder ABURNUS; diesen nahmen hüt sowohl einestadt, als auch ein strich landes in Thrakien am Propontidegeführt. Hecatäus und Ephorus setzen diesen ort am Helle-spont , und macheir es zum schlöffe der stadt Lampsacus .

Stepb,

AB AS, oder ABASSY, ist eine gewisse Persische silber-müntze,welche von ihrem Urheber Schach Abas also genennet wird.Am iverth hält sie ohngefehr 8. gute grosthen. Man hat auchhalbe Abas / welche nur halb so viel gelten, und der Nachfol-ger dieses Königes Chodadende hat schlagen lassen , daher mansie auch Chodabende nennet. In Persien und andern umlie-genden ländern ist diese müntze sehr gangbar. Tavemter.

Thevenot.

AB AS, oder ABA, von welchem ebenfals, nach einiger Mey-nung, die Jnsul Euboea , Abantis geheissm. Soll dem Nep-tuno von der Arethusa einer lochtet'des Herilei, oder, wie an-dere schreiben, des Hesperi seyn gebohren worden., HygmusFab. 137. über welchen ort Aiundcetus kau nachgesehen werden.Stepb. Byzant. in A’Ca'mc,

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