Band 
Erster Theil
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■rtfbcit , welche /Egidius Sadeler gestochen» De Piles , abregede la vis des Peintres.

Caneland/ oder das Zimmet-land, ist eine gegend in der in-sui Cevlan, so auf dem Indischen meer liegt. Sie erstreckt sichder länge nach, auf der westlichen kusten dieser msul, von derstadt Chilau an, bis an Matura. Dieses land hat ungefehr5°. stund in der lange, der see nach, und ist 12. stunden tiefn,das land hinein. Sein nahmen ist Holländisch, heißt eigentllchCaneUrtnt», und kommt von denen vielen zimmct-gärten , wel-che die Holländer dorten angelegt haben , worinnen sie dieum-met-bäume pilantzen. Die vornehmsten städte darinnen sindChilau, Negombo, Colombo , Calture, Ponto Gallo undMature. Maty , Dict.

Eaneor, oder Lancor, ein söhn Roberti und Willesiun-Lä, welche Paulus Diaconus Chillisiundem nennet, einer toch-ter Adelhelmi, ist nicht, wie einige meynen, Pfaltzgraf amRhein , sondern ein Graf oder Richter im Rheingow gewesen.Es sind auch die Pfaltzgrafen nichtvon ihm abgestammet, wieunterschiedene meynen, als Leodius , annal. Frider. II. Elect.Pal. p. 12. Jußus Bipontinus, de Rheni Palat . Faraus, in nist.Palat, p. 131. Klarer a GejersberchdeElector. Palat. pag.276.Rittershusius und andere; sondern AnsfriduS, sein söhn, warnur Pfaltzgraf unter Kayser Lothario. Caneor stiftete an. 702.mit seiner mnttcr Willestunda, auf antrieb Rutgardi oderChrodegangi, Bischoffs zu Metz, das kloster Lorfch, welchesjetzo unter Mayntz stehet, an dem siusse Weschnitz , und be-schenckte solches mit seiner gemahlin Angela sehr reichlich.

Chron. Lauresham. Tolnerut > hist. Palat. 1 . 4. p. 19. seq- Cod.Dipl. 1 . p. 2. II. p. 4. Ab Eckart , tom. 1 . rer. Franc. XXlV. 69.73. n 9. Sonst soll er um Worms und Heidelberg viele güthergehabt haben. Freherus , orig. Pakt. p. 2. 1 3. Tolnerus , Cod.Dipl. II. p. 4. Er hinterließ einen söhn Heimericum. Ab Eckart ,1. c. 73.105.

Canevarus, ( Demetrius ) aus dem Genuesischen, ein Me-dicus und Philosophus , gewann groß guth zu Rom durch diepraxin, schrieb Artem Medicam ; Morborum curandorum Me-thodum ; Commentarium de Ligno sancto , UUt> starb an.1623. im 66. jähr seines alters. Soprani scrittori della Li-

guria.

Cangan, eine stadt der infui Niphon, so unter die Japone-sischcn Eylande gehöret. Sie ist die Hauptstadt eines König-reichs ihres nahmens, und liegt auf der nord.seiten des landesJetsegen. Maty , Dict.

Cangiano, eine kleine Neapolitanische stadt im Prindpatocitra , am fluß Silaro , welcher in den Golfo von Salerno fällt. Es soll auch ehemals ein Bißthum allhier gewesen seyn.

Umv. Lexicon.

(tangiatu Rhan, ein sohn Abacu Khan, den etliche Kaikhtunennen, wäre ein bruder Argun Khan , und folgte ihn, imjähr der Hegira 690. und Christi 1291. in dem Reich derMo-golen oder Tartan, von der Dynastie der Gengkhizhaniter. Erführte krieg mit den Selgiuciden , welche damals in Natoliennoch sehr mächtig waren, und trüge so viel Vortheil über seinefeinde davon, daß erste bald zum frieden nöthigte, undtrium-phirend nach Hause kehren konnte. Diß geschahe im jähr 691.der Hegira , von welcher zeit er anfienqe, an die innerliche ein-richtung seines Standes zu gedencken, und stch also ruhig zu se-tzen. Er ernennte zu diesem ende einen Generalißimum überseine tronppcn, und niachte einen Groß-Vezicr, das übrige zubesorgen, welchen zweyen er das gantze regiment Übergabe, undsich mittlerweilen auf die Wollüste legte. Allein die Mogolcnwurden bald müde, stch von einem solchen regieren zu lassen,den sie in allen lüsten ersoffen sahen, und welcher die völligemacht andern übergeben, als wäre er derselben selbsten nichtwürdig. Deswegen spönne einer der vornehmsten Herren desReichs eine Verschwörung wider ihn an, und liesse dem BaiduOgul, einem enckel Holagu, welcher in Bagdad comman-dirte, die Crone über die Mogolen auftragen. Baidu, wel-cher durch etliche auf einander folgende couriers ermähnet wor-den , eilfertigst aufzubrechen, fienge den marsch mit seinentrouppen an. Cangiatu kam ihm mit einer gute» armee ent-gegen , und hätte ihn sicherlich überwunden, wann nicht dernemliche grosse Herr, welcher den Baidu beruffen, und denrechten stügel der armee Cangiatu commandirte, untreu ge-worden , und mit seinem volck zu den feinden übergegangenwäre. Cangiatu, der stch verrathen st,he, zöge sich zurück nachMogan , wo man ihn im fünften jähr seiner reqierung, und im694. der Hegira , um das leben brachte. Man sagt, dieser,obschon dem wolleden zu viel ergebene Printz habe dochgegen seinen Unterthanen vest an der gerechtigkeit gehalten,niemand unschuldiger weise zum tode gebracht, und scye belie-ben sehr tapfer und behertzt gelvesen. D’Herbelot , biblioth.Orient.

Cangoxuma / oder Cangorima / Ranqoxuma / einestadt in Japan , auf der tnsul Dmo, im Königreich Bungo,liegt an einem starcken ströme, und ist mit einem durchs Was-ser devestigten schlöffe versehen. Daselbst siehet man auch ei-nen wunderns-ivürdigen dämm, aus der see längst dem haftn vonstcmen aufgeführet, welcher starck mit kupftr beschlagen, undauf beyden leiten mit Pallisaden wohl verwahret ist. Sie wirdoer Muffel zu denen Königreiche» Sapuino und Bungo ge,nennet. Umv. Lextem.

Canicia, eine grosse provintz zwischen Algier und Tripolis >sie ist fruchtbar, und stehet unter Herren, welche noch von allenAfricanischen Königen herstammen. Diese völcker haben diegemeinschafft der güther beybehalten. Sie leben unter aeiel-ten, wie die alten Scythen thaten. Wo sie ihr läget auf«/schlagen , da säen sie, und schlagen ihre zelten auf, wo sie WieWaide antreffen. Sie führen ihre weider, Ander und 4mit zu kriege. Die Algierer, welche immer ihre feinde mitsen, haben nimmer keinen sieg über sie erhalten können, als dasie unter Amouda dem Bey von Tunis stunden. Hijkm ä es

dernieres rlvoltes de Tunis .

Canigtani, (Johannes Maria) ein Prediger-Mönch ausFlorentz, trat daselbst in dem kloster St. Marco in den orden,wurde hernach an. 1314. Vicarius Generalis, Und das darauffolgende jähr Abt zu Vallombrofa, endlich aber Bischvff mMonte Leone. Er hat auf den Papst Leonen, X. mit dem erin naher verwandtschafft stund, ein lob-getichte verserliat

Ecbard , script. ord. Fried. tom. II. pag. 31.

Canigo Monte , einer von denen Pyrenäischen bergen»zwischen denen flussen Tet und Tech, nebst einer kleinen stadtin der Grafschafft Roußillon, an der grentze von Catalvnien,nahe bey Villa Franca de Constent. Umv. Lexicon.

Canillac, ein ehemals berühmtes geschlecht in Franckreichvon welchem Deodatus in dem XIV. feculo Bischoff zu gtFlour, Raimundus aber Cardinal und Ertz-Bischoffuu &u°'laufe gewesen. Guerine von Canillac, eine tochter und erch,'Marquis, Hcrrns von Canillac, heurathete an. 1343. Wilhel-mum Roger II. Grafen von Beaufort, und zeugte mit ihmeinen soh» , nahmens Marquis von Beaufon, lvelchem seinvetter und vorinund, der obgedachte Cardinal, RaimunduSvon Canillac, an. 1366. Canillac, St. Laurent de k Canour-gue, Montjuif, Coinbret und andere in dem Marqmsat Ca-nillac gelegene güther abtrat. Dieses letzter,, enckel, Jacobusvon Beaufort, Marquis von Canillac, Graf von Alais ,chatte keine kinder, und schenckte an. 13 n. alle seine gsttherfeinem pathen Jacobo von Montdoißier, mit der bedinguna,daß er den nahmen und das wapen von Beaufort führen soll-te. Seine älteste schwester aber, Jsabeüa von Beaufort, ver-ehlichte sich mit Johanne von Montdoißier, dessen nachkom-men den nahmen und das wapen von Canillac angenommen.Anfilme , hist. geneal. tom. VI. p. 3 22. seq.

Canini , (Joh. Angelus ) wäre ein schüler des Domim-gui», brachte es aber in der Mahlerey nicht sonderlich weit;da er im gegentheil eine sonderbare geschicklichkeit besaß, diebildnisse und fiquren von alten müntzen und geschnittenen stei-nen aufs genauste abzuzeichnen. Als er im gefolge des Car-dinals Flavio Chigi an den Französischen Lof gekommen, ent-deckte er dem Staats - Minister Colbert sein vorhaben, diebildnisse der alten Heroum und anderer grosser leuthen herauszugeben, der ihm dagegen versprach, solches werck, wann esfertig seyn wurde, seinem König zu präsentiren. Er bemüheiesich dannenhero, als er nach Rom zurück gckehrct, mit grö-stcm eiftr, ehestens damit fertig zu werden, starb aber darü-ber , ehe er noch das ende erreicht; daherä sein bruder M.Ant. Canini, ein geschickter kupftrstechcr, das gantze werck vol-lends zu stand brachte, und mit den von seinem bruder dazuverfertigten crklärungei, in Italiänischer spräche an ,669. aus-gehen ließ. An. 17) 1. hat man solches auch zu Amsterdam Ita-liänisch und Französisch aus der Übersetzung des Air. de Che-Vkieres unter dem titul: Images des Heros & des grandshommes de l’Antiquite , VVN neuen, aufgeleget. Prafatio hu-jus libri, ed. Amst. Le Nouveßiße du Farnajse , lettre 47.

Canis, ( Joh. Jacobus ) ein berühmter JCtus, Poet undOrator zu Padua , lehrte daselbst 46. iahr lang die Rechte ,starb an. 1490. und schrieb : de Injuriis & Damno dato; deExsecutionibus ultimarum voluntatum; de Tabellionibus;Consilia; de Modo studendi in Jure , Lyon 1483. in 8. inLibr. D. Justiniani Imp. carminice, Padva 1483. in 8. tt.Sein fohl, Petrus war auch ein guter Juriste, last über dasJus Canonicum allda , und starb an. 1303. indem 37. jähreseines alters. Scardeon , de dar. Patav. p. 184 .ABeugkem,incunab. Typograph.

Canis, ein fluß der Hund genannt, welcher durch dasland Questoan in Phönicien nahe bey dem derg Libanon, ßies-set. Er entspringt in diesen bergen , und lauft mit sol-cher geschwindigkeit und rauschen, sich in die see zu stürtzen,daß das brausen seiner wellen, sonderlich wann das meer stur-misth ist, dem gebell vieler Hunden ähnlich ist. Die Alten ha-ben geglaubt, daß man dieses geräusch bey 130. stünden weithören möge. Dieses hat die Phönicier veranlasset, an demufer des mccrs demselben ein dildnis aufzurichten, welcheseinem/ehr grossen Hund gleich sahe, und die angrentzendcn vol-cker göttlich verehret haben. Man siehet noch daherum, mder tieft des flusses, einen theil dieses Hildes. Die Türcke» nen-nen heutiges tags diesen fluß Nahor Kelp d. i. der Hnnds-fluß'Einige Geograph! vermischen ihn mit dem fluß Adonis. Ohnfernvon dem meer ist eine schöne steinerne brücke mit vier bogenüber den Canis gebauet, welches ein werck ist, so aus besohl de»Emir Faccardins ist angefangen , und zu ende gebracht wor-den, welcher in obgemcldten bergen, wo dieser fluß enlipnn-get, seine residentz gehabt. Erlebte uuter derregierung des