starb an. l647.Wegen seiner wrsse,'schafft m dem Hebräischen hatman ihn nur Rabbi Coleman zu nennen pflegen. Er hat nebstandern tractatgen, 4-Predigten, die er vor dem Parlement ge-halten, herauS gegeben. Wood. Witte , diar.
Coteont / eines der ältesten, edelsten und vor.refflchstenitaliänischen gcschlcchtern, wie solches aus öffentlichen docu-mentis , Fürstlichen privilegiis , mausoleis und Ritter-säulenerhellet, wohnet zu Bergamo , und und daraus viele grosse Män-ner entsprossen, deren einige die in den ältern zelten in denenfreyen Italiänischen städten mit dem höchsten sowol civil - alskriegs-gewalt begleitete und zu Bergaino in dem jähr Christtm8. eingeführte würde des Consulatüs Justitiae , andre aberdie würde der Podestä oder Pratorum , welche um das jähr1170. in besagter stadt angefangen, bekleidet haben; noch an-dre haben den titul der Rittern getragen, und einige haben ver-schiedenen städten Italiens unter dem nahmen eines Capita-nei oder Pratoris vorgestanden, da dann wohl zu bemcrcke« ist,daß diese ämter nur an diejenigen gelangten, welche sowol we-gen ihrer hohen gednrt als ausnehmenden Verdiensten in grossemansehen stunden. Da die.stadt Bergamo von dem jähr 1313.bis 1517. fast immer frey gewesen, und von niemanden ab-gehangen, so sind von dem dastgen volck verschiedene aus demgeschlecht der Coleoni zu ihren obersten Häuptern, und an-dere zu Bottschafftern an Könige und Fürsten ernennet wor-den. Noch andere aus diesem geschlecht haben das kriegs-we-seu besagter stadt als Generalen und Generalißimi besorget.An. 1296. in dem monat mertz an einem sonntag gicnge zuBergamo die ausruhr , oder besser zu sagen , der Guelfifche undGhibellinische krieg an, zwischen denen Coleoni und denenSuardi. Der anlas dazu wäre, daß Iacobus di Mozo vonBergamo gebürtig und Mayländischer General, wie auch gu-ter freund Alberici Suardi, von einem Coleoni in ihrem eige-nen garten mit einer lantze wäre verwundet worden.^ Hieraufergriffen beyde fainilicn die waffen; Albericns Suardi er-hielte von denen Mayländern eine merckliche hülff an volck undandern Nothwendigkeiten, weilen er ihnen verheissen hatte ih-nen die herrschafft über diese stadt in die Hände zu spielen. Ver-mittelst dieser empfangenen hülff hat er denen Coleoni verschie-dene blutige schlachten geliefert, und hat die Uneinigkeit zwi-schen beyden geschlechtcrn ohngefehr hundert jähr lang gedau-ret. Die Coleoni haben sich allezeit, als beschutzcre der Guel-fischen partey, an die spitzen gcstellet, und sehr viele schlössetbesessen, als Chignolo, Solza , sonderlich aber Almenno indem jähr 1282. und Rocca de Brivio, so in dem Mayländische»an der Adda gelegen war, an. 1337. es ist aber dieser letztereort von denen Hervogen von Mayland zerstöret worden. " Eshat auch dieses geschlecht' einen unumschränckten gemalt überBergamo besessen, ist aber desselben von Johanne RoqerioSuärdo, dem Haupt der Ghibelliner, mit beyhülff des May-ländischen Generalen Joh. Picinino Äiscontt beraubet worden.Es haben aber die Coleoni, um sich dem Suard- zu widerse-tzen , und sich an denen Mayländern zu rächen , sich des denenMayländern zugehörigen, mitten in dem fluß Adda gelegenen,und an. 1734. mit Königlich - Französisch - und Sardimschentrouppen besetzten castels Trezzo bemeistert, und von dar ausblutige kriege wider Joh. Mariain Visconte Hertzog von May-land geführct. In dem jähr 1406. den 20. apr. ward besagtestastest von Jacobo deP Verme lind von Galeazzo Herrn vonMantua , der Graf von Grumello genannt, mit einer mächti-ge» aus üooo. rcutern , 6000. fuß-kncchten, 1000. schantz-grä-ber» , und 3°°- arbeiten! bestehenden und mit überflüssigemkricgs-vorrath versehenen armcc angegriffen, allein die tapferkeitder belagerten machte, daß diese armee dcr belagerer mitimcrck-lichein Verlust abziehen muste. In dem jähr 1407. unterstütz-ten die Coleoni Pandolfum Malatesta mit ihrer macht so nach-drücklich, daß er sich der stadt Bergamo demeisterte, und M* Ghj-belliner gäntzlich vertilgete. Sie gestatteten Pandolfo den dnrch-zug über die drücke bey Trezzo, und verschafften also, daß ermit seiner armer indas Bergamaskischegebieth einfallen konnte.Eben die Coleoni haben auch durch ihre Vermittlung und anse-hen es dahin gebracht, daß die von ihnen zu Brescia zusammen-beruffene Herren von Cremona , Lodi und Crema , dem Pan-dolfo in seinem unternehmen mächtige hülffe geleistet haben.In dem iahr 14-7. griffe Philippus Maria Visconte Hertzogvon Mayland durch einen offenbaren friedens-bruch die vestungTrezzo mit einer mächtigen armee an. Nachdeme die belaqe-rung schon etliche monat gewähret hatte, geschahe es , daßPaulus Coleoni, ein tapferer jüngling, in die Hände des Hertzogsvon, Mayland geriethe. Dieser liesse alsobald gegen der vestunghinüber einen galgen aufrichten, und den unglücklichen Pau-lum Coleoni mit dem strick an dem hals dahin führen; zu-gleich aber liesse er Johanni, Dondaccio und Testino Coleoni,denen übrigen dreyen brudern des Pauli , welche stch in der ve-stung befanden , ansagen, daß es noch zeit wäre sich zu erge-'den. Die heftige liebe, welche sie zu ihrem bruder trugen, undnicht etwan der mangel an macht und tapferkeit, bcivoge stedie vestung dem Hertzogen abzutrettcn, welches jedoch mit oor-theilhafften und ihnen zu grossen ehren gereichenden beding,üsfen geschehen ist , da sie zumalen auch eine grosse summa ari-des bezogen. • J
In dem jähr 1182. wurden die Coleoni in vielen instrumen-ten schon Edle, Grosse und Mächtige Herren genannt ■ an1319. ward diese familie unter die sechs mächtigen familim zz!
Bergamo gezehlet, wie solches aus der chronick Manfred!?,zunone, aus denen an. 130;. und 1307. errichteten senet».’vertragen zwischen denen Guelfen und Ghibellinen, und i«dern öffentlichen instrumentis , welche sich in der cantzley r„ Zz-,gamo befinden , erhellet; wie auch aus dem suppiemem»chronick des P. Jac. Philippi Foresti, eines Augustiner - Mnchen ; aus Leandro Alberti von Bologna , 9.402. in seinerb,schreibung Italiens , in demjenigen capitnl, welches von derLombardie ehnert dem Po-fluß handelt, allwo er diejenigen d°cunienten einbringet, aus denen kan bewiesen werden, daß dasHaus Coleoni die herrschafft über die stadt Bergamo besessen da.be ; aus Castello Castelli , aus Petro Spino ; aus P. DonatiCalvi eines Capuciners Campidoglio de Guerrieri; aus Fran.cisco Bellafino ; aus Achillis Rutil Theatro hist. Bergam •aus Bernardini Corio hist. Mediolan. ; aus des Marchese Alaljolino Bisaccioni descrizioni universali e particolari Delmondo.
In denen alten geschlecht-registern dieses Hauses findet maneinen genannt Hercules - welcher die haut eines von ihme über-wundenen löwen als ein über-kleid trüge; dahero alle diejenigenaus diesem geschlecht, welche in dem krieg dieneten, die gewol lt-heit hatten löwen-köpfe in ihren Überkleidern gewürckefzu tra-gen. Petrus Spino , der eine sonderbare Historie des HausesColeoni geschrieben hat, hält deswegen davor, es müsse dernähme Coleoni oder Colione von diesem umstand hergeleitetwerden, und seye durch die länge der zeit und durch die Un-wissenheit des gemeinen volcks endlich aus Colione, Coglionegemachet worden.
Das geschlecht Coleoni kan seine Herkunft und stamm-baumaus öffentlichen und in denen archiven sich befindlichen authen-tischen instrumentis bis ohngefehr in das Xll. Üeculum erweis-lich herleiten; daß es aber nicht höher als in das ende des XI.saeculi gehen kan, ist denen kriegs-läuftcn und feuers-bruustcn,so die ältern archiven in die afche gelegt haben , zuzuschreiben,und fehler es übrigens nicht an verschiedenen documente», auswelchen souncn-klar kan abgenommen werden, daß das HausColeoni schon vor dem XL saxulo in grossem ansehe» müsse ge-standen seyn. Es ist aber von selbiger zeit an dieses vornehmegeschlecht folgender weise fortgepflantzet worden.
I. Gisalbertus Coleoni lebte gegen der mitte des XII. fe.culi , wee aus den instrmnenten von an. 1139. und >161. abzu-nehmen, und hatte drey söhne, Sozzo, ttlbertum, von deme her-nach , und rvilbelmum/ welcher Console di Giustizia itnite,laut einem instrument von an. 1132.
II. Albertus / hatte nur einen einigen söhn, nahmens
III. Carpiczlione < dessen in einem instrument von 00.1173.Meldung geschiehet, und der laut einem andern instrument vonan. 1189. den stab in der Hand führend die gerichtsbarkeil undherrschafft übetc in demjenigen wichtigen theil des Bergamas-kischen territorii, welcher Jsola gcncmict wird, allwo er diegefälle, so in selbiger zeit 11 Fodro , il Distretto , la Castellati-za, lo A. ]\1 eifere , l’Astoratico, lo Tratto , lo Traverso, lmbandere der gerichtsbarkeit anklebende gcrechtsame bezöge, wiein der Historie Pctri Spino zu sehen ist. Seine lohne waren:Rogerus / Conscie di Giustizia im jähr 1230. der in eineminstrument von an. 1237. Compilator de statuti geheißen wird,und
IV. Albericus / gleichfalls Conscie di Giustizia, wie auseinem instrument von an. 1191. zu ersehen ist. Sem söhnWare:
V. Gisalbertus ) dessen j» zweyen documentcn von denenjähren 1234. und 1233. Meldung geschiehet, vein söhn wäre:
VI. Philippus, dessen in denen eben angeführten iniiru-
menten von denen jähren 1234. und 1233. auch Meldung ge,schiebet. Sein svhn wäre: ,
VII. Gisalbertus , ein Rathsherr, Xtmeius und beschützte
der stadt Bergamo , laut einem instrument von an. 1293. ronrDauch Conservator Pacis genennet in einem instrument von an.1309. Sein söhn wäre: , , .
VIII. Galeazzuo / wie solches aus einem öffentlichen mM-
ment, so an. 1339. errichtet worden, abzunehmen ist. Vtmsoh", .
IX. Capigliala/ ward 8. X. E. Capitaneus Generals, M
solches aus einem in dem jähr 1370. errichteten instrument,und aus denen zu Bologna au. 1674. gedruckten stelatromMdes Duea de Linda pag. 393. erscheinet. Es ist auch diejerCapigltata an. 1371. als Ambassador nach Bologna geMtworden , unr allda der leich-begängnis Papsts Urbam v. oey-zuwobnen, >vie solches in denen Tast! delle Glorie cit l> oI °g n _ azu ersehen ist. Seine söhne waren Guardino / von deine!Mnach ; und Gliidotto , wie solches aus einem instrument ;pan. 1406. erhellet. Guidotto / wäre laut sage des Wichen > 'struirients ei» vatter pauli / zugenannt Pulss , dessenwaren Alltoilius und r-artholomäus , Capitaneus Genera-lis, laut instrument von an. 1469. ■.
X. Guardino, war Podestä zu Ravenna und PerugW,wie auch Capitalien von Alerandria an. 1392. Das Mlerhellet aus dem Theatro Achillis de Mozzo , das letztere maus der chronick Castello Castelli, wie auch aus P. Donati tauCampidoglio de Guerrieri. Er Hinterliesse 4. söhne , Test»von deine hernach, Dondaccio / Johannem uub paumm,welche sämtlich Herren der vestung Trezzo , und bürgere zMayland waren, und den titnl ALagnistci und Potent * ''
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