Band 
Zweyter Theil
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NS90. znm vierten, und an. 1712. zum zwölften mal gedruckt;

1a Vie de la Mane de I Incarnation Superieure des Religieu-ses Ursolines en Canada, Paris 1677. in 4. Ejusdem Mari»de Incarnatione Epistolas , ib. 1677. IN 4. Und rügt. EjusdemMari* sacra Exercitia, ib. röRa. in ia. l’Ecole Sainte, ib.1684. in 12. Oraifon funebre de Pompone de Bellievre, ib.i< 5 ? 7 - in 4. Meditation pour la Fete & pourl’Octave de S.Norbert, Caen ; Maximes spirituelles, welche der P. Martennezu Rvuen 1698. in ra. heraus gegeben; Avis tres-importantpour les Performes religieufes, so ihm ebenfalls pflegt beyge-legt zu werden. Pczii bibi. Benedict. Le Cers, bibi. hist. &crit. des Benedict.

Martin, (Johann ) ein Reformirter Prediger von Dan-tzlg , ward an. 16)7. nach Gröningen beruffen, schrieb un-terschiedliche bucher, machte sich insonderheit über die Nieder-ländische Concordantz, konnte aber dieselbe nicht zu ende brin-gen, sondern starb an. 166;. Es ist merckwürdig, daß er,da er bis auf den buchstaden Q gekommen, und darunter gese-tzet die Worte: als de Vagen syner opnemvige vernnlt wierden,Luc. IX. 91. so fort kranck geworden, und von solchem lagerauch nicht wieder aufgestanden. Sein schwieger-sohn, Abra-ham Trommius , hat das werck fortgesetzet, und solches stück-weise nach und nach heraus gegeben. Lenthems Holländ.kirchen - und schulen - staat.

Martin, (Johann) ein Medicus zu Paris , kehrte dieArtzney-kunst daselbst mit grossem rühm, war auch in den Nie-derländischen sprachen wohl erfahren, und starb an. 1609.Er (ist! de Morbis internis , deAere, Locis >L Agnis geschrie-ben , und über des Hippocratis buch von haupt-wunden an-merckungen gemacht. Lettres de Patin aSpon, tom. I. p. 269.Colomeßi Gallia orient.

Martin, ( Theodoricus ) der erste gelehrte buchdrucker zuLöven, ein belesener man» und sonderlicher freund Erasmiund Adriani Barlandi, starb zu Alost, wo er auch gebohrenwar, den ag. may an. 1;;;. und hinterließ Hymnos in Ho-norem Sanctorum ; Dialogum de Virtutibus , U. a. M. S-vrer-tii bibl. Belg.

Martini, (Cornelius) war ein Niederländer, von Antwer-pen gebürtig, wo er an. 1567. gebohren worden. Nachdemer sich in der Philosophie des Aristotelis ungemein fleißig um-gesehen , und auch die Theologie gründlich studiret hatte ; sopromovirte er in der Philosophie und Theologie, und warddarauf als Professor Logic * nach Helmstädt beruffen, wo ersich sowol durch seine philosophischen als theologischen wissen-schafften in solchen credit gesetzet, daß er nicht nur für einen dervornehmsten Aristotelischen Weltwcisen gehalten, sondern auchvon Hertzog Julio aus das Colloguium zu Regenspurg an.1601. geschicket worden , wo er den Jesuiten Gretsern arhg ab-lauffen lassen. Gretser konnte nemlich diesen schon damals be-rühmten Philosophen nicht wohl gegenwärtig ertragen, undweil er kein Gottsgelehrter von proftßion, sondern nur einWeltweiser war; so fragte er ihn : Quid Saul inter Prophe-tas ? Martini aber war kurtz angebunden , und gab ihm zurantwort : Qu*rit asinas patris fui , womit Gretser einziehenmuste. Er war auch ein ungemeiner Verehrer der Metaphy«sie, von welcher er sehr viel hielt; so gar, daß ihm auch derberühmte Rechtsgelehrte, Joh. Aug. Werdenhagen schuld ge-ben wollen, als ob er zu behaupten gesucht, wenn einer einguter Logicus und Metaphylicus sey , so könne er nicht nuraus einen blick die H. Schrift verstehen, und ein guter Medicusund Juriste, sondern wol gar ein halb-gott werden, welches sichGottfried Arnold in der kirchen - und ketzer - Historie, P. II.üb. XVII. c. 6. §. 18. p. 461. wohl zu nutz gemacht hat, denMartini übel zu beschreyen. Nun mag zwar wohl Martinieine etwas allzu grosse Hochachtung für diejenigen wissenschaff.ten gehabt haben , in welchen er sein lebtage erzogen worden,und woraus er die meiste zeit verwendet hatte. Allein man hatdoch dabey zu bedencken, daß das zeugnis aus dem munde ei-nes seiner heftigsten Widersacher komme, welcher damit in dendamaligen streitigkeiten über dem nutzen der Philosophie seinemgegenpart wehe thun wollen, dergleichen damals, wie es ge-meiniglich zu gehen pfleget, mehr vorgefallen ist. Zumal da erzugleich ein grosser und standhaffter Vertheidiger der Aristoteli-schen Philosophie, und einer der vornehmsten, wo nicht gar dervornehmste gewesen, welche sich der Ramistischen Dialetic inTeutschland entgegen gesetzet, deren flor und aufnähme gehin-dert , und dem verfall des" ansehens der Aristotelischen Philo-sophie möglichst vorgebogen hat , gleichwie er auch in denzum Untergang aller Philosophie abzwcckenden Helmstadtischenhandeln Daniel Hofmanns sich vor den riß gestcllet hat. Sohat er auch nicht nur mit dem zur Römischen kirche getrete-nen Barthvld Nihusio, sondern auch mit dem Wittenbergi«scheu Gotksgelehrten, Balthasar Meisnern, unterschiedene strei-tigkeiten gehabt. Er starb an. 1621. im ?4- jähre seines al»ters, und hinterließ nebst verschiedenen logicalischen, morali-schen , metaphysicalischen und theologischen schritten, das lob,daß er ein mann von grossem geiste, gelehrtheit und lugend,und ein grosser Philosophe gewesen, wiewol man die deutlich-keit an ihm vermisset hat. George Calixtus , sein college, lobtihn im appar. Theol. p. 57. als ein decus & columen opti-marum litterarum & disciplinarum; als eine zierde der Univer-sität und gantzen Teutschlandes; lind in der iterata ad Colo-

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niensem Academiam compellatione p. ;;i. nennet er ihn Vi-rum summum, animi ingemis & plane heroiqi , cui pr* stu-dio pietatis , virtutis ac eruditionis vilia fuerint, quae splen-dore suo plerumque oculos solent perstringere. Hingegenfeine Widersacher machen ein gantz anders, und diesem entge-gen stehendes Portrait von ihm. Denn Heinrich Julius Strnbeschrieb an den vorgedachten Meisner nach Wittenberg : UnserCornelius Martini ist eine Epicurische sau , ein Verächter GOt-tcs und des Ministerii Le. welche Worte abermals Arnold 1 . c.seinen ablichten gemäß anführet. Gleichwie aber offenbar ist,aus was für einer feber es geflossen ; so ist leicht zu urtheilen,daß die Parteylichkeit dieses ausspruchs dem Calixtinischen zeug-nis nicht viel abbruch tbue. Und das ist auch von BalthasarMeisners admonitione de M. Cornelii Martini maledicentia »iniquitate & in Logicis legibus suis observandis negligentiazu mercken. Denn im 17. jahrhundert pflegte man mit der-gleichen Waffen einander aus den leib zu gehen, und mögenes beyde parteyen in der Heftigkeit versehen haben; sind aberauch daher nicht im stande , daß man ein zeugnis wider ihrengegner daher nehmen kan. Ausser den Hofmannischcn streit«schriften, worunter wohl sein Malleus Impietatis Hofmannia-n$ oben an stehet , hat er auch, noch hinterlassen : Tracta-tum de Analyst Logica , Helmstädt 1594. |in 4* Franckfurtr6aj. in 8. Commentarium Logicum contra Ramistas, Helm-stadt 162;. in 8. Commentarium in Librum Aristotelis de In-terpretatione , Franckfurt 1621. in 8. Commentationem deDoctrina Metaphysices, Jena 162;. in 8. Ethicam; Respon-sum ad Joh. Olearium; Compendium Theologi*, Wvlffen-büttel i6;o. Dill. de Subjecto & Fine Logices, Lemgau 1596.Andrea bibi. Belg. Witte , diar. Sveertius , in bibi. Belg.

Fabricius , in hist. biblioth. StsReno hist. ber gelehrtheit.

Morbos, in Polyhist.

Martini , (Jacob) war zuLangenstein, einem nicht weitvon Halberstadt gelegenen dorfe, an. 1570. den 16. oct. geboh-ren , und bekam anfänglich zu Norden in Ost - Frießland diestelle eines Rectoris , woselbst er auch auf dem schlösse Ber-thum wöchentlich predigen muste. Nach diesem wurde er zuWittenberg Professor der Logic und Metaphyflc, ferner Do-ctor und Professor Theologi* , wie auch Probst an der fchloß-kirche, und starb an. 1649. den ;o. may. Seine schriften,die er nach und nach heraus gegeben, sind : de prima Corpo-rum Generatione , Franckf. i;89> Und 1616. in 8. Logic* Pe-ripatetiese per Dichotomias in gratiam Ramistarum resolutaelibri duo , Wittenberg 160;. 1622. und Leipzig 1616. in

ia. Theorematum Physicorum Differt. X. Wittenberg 1604,in 4. Disp. de Anima, ib. 1607. in4. Und 1619. in 8. Oratiode Utilitate & Necessitate Logices , ib. 1606. in 4. CollegiumPhysicum XII. Disput, continens, ib. iöog. in 4. Disp. Me-taphysicarum libri duo , Leipzig 1606. und 1616. in 8. Disp.miscellanearum libri IV. Wittenberg 1608. Und 161;. in 8. deCommunicatione Proprii liber unus contra Barth. Kecker-mannum, ib. 1609. in 8. Decem Centuri* Quaestionum illu-strium Philosophicarum , ib. 1609. und 1610. in 4. Partitio-num Metaphysicarum libri duo , ib. i6ri. in 8. PartitionumTheologicarum Disput. XL. ib. 1611. 1626. und 1646. in 4.Praelectiones extemporane* in Systema Logicum Barthol. Ke-ckermanni, ib. 1612. in ra. UNd 1617. in 8. Oratio de Peste,

ib. 161J. in 4. Tract. de summo Bono Politico Disp. XVII.constans, ib. 161;. in 4. Institutionum Logicarum libri VII.ib. 1614. 1617.1624. 1661. in 8. Partitionum & QuaritionumMetaphysicarum libri VIII. ib. 1614. in 4. de tribus Elohimlibri 111 . ib. i6t4. 1619. in 8. Disput, de Messia JudaeorumBlasphemiis oppositarum Decas , ib. 1616. in 4. Disp. IX. deCognitione sui, ib. 1616. in 4. Disp. Domesticas in AristotelisLogicam, ib. 1617. in 8. Catechismus Lutheri, ib. 1618. Lo-corum Theologicorum Tractatus generalis & specialis, ib.1620. in 4. Discussionum Ramisticarum libri duo, ib. 162;.in 8. Synopseos Ethica ; libri duo , ib. 1626. in 8. Politica, ib.16}o. in 8. Vindici* Ecclesi* Lutheran* contra Valerium Ma-gnum , ib. 1631. tn 8.-Systema Theologicpm, ib. i6;a. in 8»Synopsis totius Religionis Photinianorum novorum, ib. 1Ö55.in 8. Tr. de Causa Peccati, Nürnberg 1641. in 8. Collegiumpublicum Anti-Calvinianum, de Principio Fidei, Wittenberg 1642. in 4. Collegium novum , sive alterum Anti-Calvinianumpublicum, ib. 164; .in 4. Collegium Anti - Photinianum , ib.164Ö. in 4. Disput. Theologico-Scholasticarum in primum Au-gustan* Confessionis Articulum Pars I. & II. ib. 1648. 1649.in 4. Lutheranismus , d. i. kurtze Wiederholung der fürnehm-sten Haupt-stücke Christlicher Religion wider die 'Calvinisten, zurettung des Catechtsini Lutheri, Hamburg 1602. in 8. Ver-nunft-spiegel , oder gründlicher Bericht, was die Philosophiesey, und was für einen nutzen sie in reliqions - fachen habe,allen neuen Enthusiastischen Vernunft-stürmern und Philosophie-schändern entgegen gesetzt, Wittenberg lüig. in 4. Wiederhol-te Erklärung wegen eines Personal-Termini, so er in dem Ver-nunft-spiegel gebraucht, so. 1618. in 4. Gründlicher Beweis,daß M. Andreas Cramers ausgegebener antritt zu dem Vernunft-spiegel nichts anders sey, als ein unbesonnener und grober fehl«tritt, ib. 1618. in 4. Purgatorium des ersten heßlichen Flecks »ndMackels, damit M. Andreas Cramer den wohLauspolirten Ver-nunft-spiegel Jacob Martini zu besudeln sich unterfangen, ib.1619. in 4. Besserer Unterricht von der Papisten Fronleichnams .