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est, dem Jesuitischen falschen Unterricht entgegen gesetzt, ib.1630. in 12. Anatomia particularis , etliche Knoten eines Mohn-kaldes, wider Christoph Massoninm, ib. 164;. in 4. Freber.Witte , diar. Spizeiii templum honor.
Martini, (Werner Theodor) ein Doctor Juris von Solt-wcdel aus der Marck, war Professor zu Wittcnbcrg, wie auchdes Land-Gerichts in der Nieder-Lausitz Beysitzer, und starb den10. mertz an. 1683. im 56. jähre. Er hat ausser der Juris,prudentia criminali , welche zu Wilkenderg 1699. in 4. gedrucktist, viel gelehrte dispntationen geschrieben , als: de Trans-niiffionibüs Actorum , Wiktenberg 1670. de Sequestro, ib.1670. de Injuriis ; de Restitutione Alieni injuste ablati, ib.167;. de Jure Civili Rom. ante Justiniani tempora, ib. 1674.de Excusationibus Tutorum & Curatorum, ib. 1676. de Usu& Abusu Monomachise , ib. 1 666. de Imperio Romano-Germ.ib. 1664. de Inquisitione criminali, ib. 1671. de Carceribus,ib. 1671. de Nobilitate, quse liberis acquiritur; de Jure ve-nandi ; de Auxilio Restitutionis in integrum , sexui fcemini-no competente , ib. 1671. de Consuetudine, ib. 1679. de Te-stamento paterno minus solenni; de Gradibus Culpse & Poe-na; in Delictis ; de Sumtibus Pietatis causa factis , ib. 1683.de Apanagio ; de Mercibus illicitis seu Contrabandis, ib.;i 684 .de Agricolis, ib. 1683. de Commiffariis, ib. 1668. de San-ctitate & Justitia Legum Romanarum, ib. 1663. de Procura-toribus , ib. 1674. de Questionibus ct Torturis , ib. 1668. deJure Saxonum veteri & moderno in genere, ib. 1663. de Or-tu & Progressu Juris Justinianei, ib. 1670. de Incendio , Vi pu-blica & privata, & Crimine Falsi , ib. 1 666 . Witte, diar.
Martini , ( Wolf Caspar ) ein Jurist, gcbohren zu Frey-derg an. 1633. den er. mertz. Als feine multer mit ihmschwanger gieng, flüchtete sie von ihrem guthe HilbersdorfnachFreyderg , weil ein geschrcy von einem feindlichen einfalle kam.Da sie nun nach dem thor zueilte, welches aus forcht vor demfeinde nicht geöfnet werden durste, und gleichwol die Kayserli-chen foldalen mit blossen degen hinter ihr her kamen , mustesie sich entfchliessen, eine grosse höhe hinunter in den stadt-grabe» zu springen, welches aber weder ihr selbst , noch derfrucht schadete ; wie ihn denn auch selbst nachgehends GOtt inmancherley gefahr wunderlich beschirmet hat. Er studirte zuWittenberg und Jena , nahm zu Mors die Doctor - würde,stetig an in Dreßden zu practicircn, ward an. 1669. Gräf-lich-Stollbergischer Rath und Consulent/ an. >670. Chur -Säch-sischer Hof - und Justitzicn-Rath, und an. 1680. geheimer Rath,wurde wegen seiner gclehrsamkeit , klugheit und geschicklich.kett in den asterwichtigsten angelegenheiten gebraucht, starb an.1694. den 14. mertz/ und verließ etliche Dissertationes. Larp-zovo grünende gebcinc.
Martinius , (Beter) ein in der Hebräischen Litteraturwohl-crfahrner mann, aus Navarra, studirte zu Paris , wardSchul-Rector und Proseilbr der Hebräischen spräche zu Röche!,le, heurathete eine schöne frau, welche den König Hcnricum IV.charmirte, und starb zu Rochelle in hohem alter um das jähr1394. Er hat eine Hebräische Grammacic geschrieben, welchesehr geachtet wird, auch Kaysers Juliani Apoll, wercke Grie-chisch und Latein zu Paris 1383. in 8. heraus gegeben. Co-lameßi Gallia oriental. Barberini bib],
Martino, (Lorentz von St.) ein Engelländer von geburt/war Königs Henrici 111 . Caplan und Rath, und erhielt an.1231. das Bißlhum zu Rochcstcr. Er wurde zu Lyon einge-weyhet, und börste alle prädendcn behalten, die er vor erlang-tem Bißthnm gehabt. Er war aber damit noch nicht zufrie-den , sondern ließ sich auch den fünften theil von allen einkünf-len der Geistlichen in seiner Dfeces auf 3. iahe lang geben ,und vermehrte noch darzu die Bischöfflichen tafel-güther durchdie Rectorey Frendsbury. Allein der Ertz-Bischvff von Cantel-berg beschnitte ihm wieder ein gutes theil seiner cinkünste,und nahm ihm vieles / so verlangst zum Bißthnm gehöret, mitgemalt weg. Er beklagte sich zivar deswegen bey dem Könige,und auch bey dem Papste, konnte aber bey keinem theile wasausrichten, muste es also mit gedult verschmertzen , und starbden 3. juu. an. 1274. Godvem. de Prarsul. Angi. P. I.P- 574 -
Martinon, (Johann) ein Französischer Jesuite und Theo.log!» Magister, war an. 1383. zu Brioude in Auvergne qe-bohren, und lehrte beydes die Philosophie und Theologie zuBourdeaur, allwo er an. 1662. den 3. febr. mit tode abge-gangen. Er hat die gantze Theologie in fünf folianten abge-handelt, davon der erste de Deo ct Angelis , Bourdeaur 1Ü44.der zweyte de Incarnatione & Sacramentis , ib. 1646. der drit-te de Poenitentia & reliquis Sacramentis, ib. 1646. der Vier-te de Fide, Spe & Charitate , Justitia & Jure, Poitiers 1663.der fünfte de Beatitudine, Actibus humanis, Peccatis , Legi-bus & Gratia, Paris 1663. gedruckt ; er hat auch unter demnahmen Antonii Moraines ein grosses werck , so den titul An-ti-Jansenius führet, zu Paris 1654. in fei. heraus gegeben.Alegambe , script. S. J.
Martmot, (Henricus) ein berühmter künstler , war zuParts, allwo sein vatter, Aegidius, Königlicher Cammer-dienerund Uhrmacher war, den n. nov. an. 1646. gebohren. Erwurde bereits im 8. jähre feines alters nach Rouen geschickt,um die uhrmacher-klinst zu erlernen, und bezeigte dabey so ei-
ne ungemeine geschicklichkcit, daß ihm der König LudochniXIV. schon an. 163K. die anwarttchaffk auf seines vattkrs n-diennnqcn ertheilte. Nach diesem legte er sich zu Paris n,vielem fleiß auf die Geometrie, Mechanic, Astronomie, nnd a»dcrc wissenschafften, deren erkänntnis ihm nach der Handseiner profeßion treflich zu stakten kam. Als sodann sei» B(lt ,ter an. 1669. mit tode abgegangen, hielt der Staats-Mm,..Colbert dafür, daß ein so junger mensch von 23. jähren demKönige ivenig ehre bringen würde, und wollte daher die (r -ledigten chargen einem andern zuwenden; der König «der beifahl, daß man dem Martinol, wenn er anders die iwritmhätte , diese stelle nicht nehmen sollte, wiewol es sich nchzdestowcniger annoch 2. jähre verzog, bis er zum besitzselben gelangen konnte. Hierauf trug ihm der König a». ob,auf , daß er eine probe seiner gcfchtcklichkeit ablege», mbtine nhr in gestalt einer kugel verfertigen sollte, da man »ussecder jährlichen und täglichen bcwegung der sonne! und desmonbs , insonderheit aber dem auf-und Niedergang der stsnite,auch die monats - und Wochen - tage zugleich sehen könnte,welches werck er auch an. 1677. in solcher Vollkommenheit lie-ferte , daß es vor das künstlichste stück in seiner art, welchesbis dahin verfertiget worden, gehalten wurde. Er machte ndecnach der Hand einige andere wercke , welche noch nichteenfleiß, nachdencken und kunst erforderten, und setzte sich bübnrchforne! bey Air. Colbert, als vormmüch bey dem Könige in be-sondere gnade, welcher letztere ihm auch ohne dem wegen sei,»er aufrichtigkeit so gewogen war, baß er öfters erwehnie,wie ihn Marlinot in seinem leben niemals mit einer unwahr,heit berichtet hätte. Er starb zu Fontainebleau den 4.an. t723. Sein söhn, von dem man diese »achrichle» hat,ist ihm in seinen bedienunge» nachgefolget.
Martins , (Emannel) ein Portugiesischer Jesuit, trat an.1614. im 18. jähre ftincs alters in die Societät, und noch,dem er eine zeitlang die Flumaniora gelehret , ward er an.1624. ein ftliffionarius zu Madura, nahm auch alsobalbkiekleidung eines dasigcn Geistlichen an , und machte sichdcrst die Indianischen sprachen bekannt , damit er stin bckchrungs.ivchck desto fuglicher treiben könnte. Er führte cimschrstrenge lebens-art , aß weder fleisch noch fische, brachte auchdie kleidet nicht eher von seinem leibe, als dts er neue habe»muste , und pflegte sich alle tage zu getsseln. Er gertekh vier-mal wegen seines bekehrungs-etfers ins gefängnis, und km sel-ten ohne blntige schlage los, starb aber endlich den 22, ang.an. 1636. zu Tricieravoll, da man nichts als ein Marie»,bild, ei» höltzern crucifir, und ein alt abgenütztes Breviarium ,nebst denen buchern bey ihm fand, die er den nen-bekehrte»Mbesten verfertiget hatte. Es sind solche, und zwar in Tnmnii.scher spräche geschrieben : Meditationes ad excitandam Devo,tionem ; Dialogus inter Christianum & Ethnicum ; Tr. deineffabili Mysterio SS. Trinitatis ; Fasciculus Florum spiri-tualium ; Torques spiritualium Unionum; de Contemtu illim.di; Vitae Sanctorum varix ; Doctrina Christiana, bie et slliädem Bellarmnw und dem P. Marco Georgio gezogen ; Spe-culum Exemplorum. Ausser diesen hat er noch viele nndmfchristen hinlerlassen , die aber nicht vollkommen ansgearbeitetgewesen. Sein leben hat Hyacinth von Magistris in seiner zuRoman. 1631. herausgegebenen Nachricht beschrieben. Alt.gambe , bibl. script. S. J.
Merrtms-wand, oder St. Martin , wird insgemein beein Tyrol, unweit dem kloster Sk.Martms-berg, und dem meZirl, an der strasse von Auqspurg bey dem gebürge Zirl, einemeile von Jnspruck gelegene seifen gcnennet, dahin KoyierMn-ximilianus I. den gemscn nachgeklettert ist , daß ihm auch sieiäger nicht nachkommen konnten. Wo er meyntc, letzt !Mer die gemse, so waren sie weiter hinauf, und sagen etsiche,es sey der teufel gewesen, welcher Marinnlianrmi, der dnmadnoch ein junger Printz und die Hoffnung des Reichs war, m-sühret. Da er nun auf dem berge war, konnte er weder»ter noch vorder kommen, und niemaiid konnte ihm Ulp.Alle seine lcuthe schryen kläglich , er aber konnte nichts uerilf,hen, und sie schienen ihm kaum eine spanne hoch r» ll»"'Der Kayser ergab sich da bereits darein, entweder zu verschmch'ten, oder elendiglich zu sterben. Im lhale waren fast etlichetausend versammelt, zeigten dem Kayser auch schon dns H.Abendmahl, damit er sich doch seiner seelcn ftligkeit emnimisollte. Da soll in den letzten zügen gleichsam ein enqel i» ge-stalt eines mannes gekommen seyn , der ihm den weg wl«herunter gewiesen, da doch kein weg auf den berg gehet. Mnun der erlöscte und erfreuete Kayser sich nach seinem ivWthätet umsehen wollte, war er verschwunden. Den orl,mMaximilian geseffeu, und drey tage und nachte ohne iM.eund tranck bleiben müssen, hat er hernach als Kaystr mit llw»sen kosten in die vierung aushauen, und zumgedächlvwMdltcher gnaden-hülffe etliche klafter weiter herunter, ein hoiM»crucifir bey 40. schuhen lang nebst den bildnissen derGOltes und des Evangelisten Johannis dahin setzenMelifsahtes , in geogr. novils. P. 1.
Martimrs ßracarensis, ein Pannonier, im 6. iahchmdcrte,gieng in seiner jugend nach Palästina, die heiligen orker,besehen, und kam von danncn an. 330. nach ©slllicieti«Spanien . Daselbst trug er sehr viel bey, die Snevcn von 0Arrianischen ketzerey zi, dem rechten glauben zu bringen,