Reich predigt.. 7Kinder zu werden/ die an feinen nam̃en glauben.
Wer/ endlich/ den Glauben hat/ der hat das ewige Les|
ben: laut dem/ das der Herr ſelber ſagt: Mer den Sohn Joh.s.40.
ö vnd glaubet an jhn/ der hat das ewigeLeben.
Widerumb: Wer ein gut Gewiſſen hat/ der wird
ſich befleiſſen/ daß er in dem Glauben auffrichtig/ in demCreutz gedultig/ vnd in den Verfolgungen ſtandhafftigvnd vnuüberwindtlich ſich erzeige.|
Wie kan ich aber/ mochte jemand ſagen/ dahin form|men/ daß ich den Glauben vnd ein gutes Gewiſſen habe?
Antw. Durch den fleiß vnd gebrauch der jenigen Mit-len/ durch welche diſe beyde ſtücke müſſen vnd koͤnnenerlangt werden.
Dann/ erſtlich den Glauben betreffend/ ſagt der
Apoſtel/ daß ſelbiger komme auß dem gehör/ dasgehoͤr aber auß dem wort Gottes. Wer nun den
Rom. 1090.17.|
Glauben haben will/ der muß ſich fleiſſig zu Gottes wort
halten/ ſelbiges anhoͤren/ betrachten vnd forſchen. Dannes iſt wie eine Lucern/ ſo leuchtet an einem duncke-len ort/ biß daß der Tag anbreche/ vnd der Mor-genſtern auffgehe in vnſeren hertzen.
Bey diſer Lucern haben dorten die zwen Jünger/ ſomit dem Herzen nach Emaus gegangen/ den Glaubenvnd erkantnuß deſſelbigen erlanget. Brañten nicht/ſprachen ſie/ vnſere hertzen in vns/ da er vns dieSchrifft außlegete:
Beh diſer Lucern haben an dem Pfengſttag 3000. feelen den Glauben erlangt/ welche der predigt Petri zuge-höͤret. Deßgleichen die purpurkraͤmerin Lydia/ derenGott/ alß fie der predigt Pauli zugehoͤret/ das hertzdurch den Glauben auffgethan.
Pet. 1.19.