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mein Freund! Zu einem, wann es möglich ist, nochgenaueren Freundschafts-Bündnis; Zu einer neuen Zu»sammensetzung unserer Kräfte, reiche ich sie Ihnen.
Meine Verbindung mit Basedow , die Verbrü»derung seines Philanthropie mit dem meinigen, bringemir Ehre und Nutzen: Aber das Daseyn einer solchenhelvetischen Academie, wie Sie vorschlagen; diegenaueste Uebereinstimmung dieser Ihrer Anstalten mitden meinigen ist ein Bedürfniß, eine Nothwendigkeit,ohne welche ich, (ich gestehe es vor dem Antlitz derganzen Welt) eine wesentliche Lücke in meinem Phi»lanthropin nicht ausfüllen, und es zu der Stuffe vonVollkommenheit nicht erheben kann, nach der ich trachte.Denn meinen festen Entschluß , unsere Zöglinge (ganzaußerordentliche Fälle ausgenommen) nicht länger,als bis in das iste Jahr zu behalten, kann ich nichtänderen, weil ich weiß, daß dem Kaufmann und demOffizier sehr viel daran gelegen ist, in diesem Alterseinen Beruf antreten zu können, und daß es bey un-serer Lehrart möglich ist, ihnen bis dahin alle nöthigeKenntnisse und Gesinnungen beyzubringen.
Was soll dann aber aus dem Landedelmann, ausdem künftigen Gelehrten, aus dem zum Rathe seines
Fürsten,