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Isaak Iselins Rathsschreibers der Republic Basel Schreiben an Herrn Ulysses von Salis von Marschlins königlich französ. Envoyee bey der Republic der Grauen Bünde über die Philanthropinen in Dessau und in Graubündten : Nebst der Antwort des Herrn von Salis. : Und einem Entwurfe der Ephemoriden der Menschheit
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Fürsten , oder zum Vorsteher sauer Mitbürger be-stimmte Jüngling werden! Wie soll dieser die nochübrigen Schritte zurücklege» die ein in allen allgemei-nen Kenntnissen vollkommen unterrichteter und mitdem edelsten Gefühl ausgerüsteter Jüngling doch nochwanderen muß, um in einem besonderen Fach eintauglicher Mann zu werden! Wo wird er die Feinheitder Sitten, den Anstand und die Artigkeit des Be-tragens hernehmen! Wo soll er sie erlangen, diese überden ganzen Menschen sich ausbreitende letzte Politurdes Witzes und des Geschmackes; diesen glänzendenFirnis, der den innerlichen Werth so vortheilhafl indie Augen fallen macht, und den wir ihm in einereinsamen, und unsern Absichten gemäß, von dem Um-gang mit der grossen Welt , und mit dem anderen Ge-schlecht vornemlich abgesonderten Erziehungsanstalt,nicht geben können, und zum Theil nicht geben wollen,bis der Grund durch und durch ausgebessert und ohneTadel ist. Der Kaufmann und der Kriegsmann wer-den durch die Natur ihres Berufs unter vortheilhaf-teren Umständen in diese grosse Welt hinausgeführt,wo sie in eben der Schleiff-Schale wohin sie passen sol-len , die ihnen nöthigste und nützlichste Politur erhalten

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