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des Ranges, des Reichtums und der Geburt aufhö-ren , schöpfen kann, ich sage, sie müssen die Schwächeeiner Erziehungsart, die aller dieser Hülfsmittel ent-behren muß, einsehen und beklagen, bey der genauenVergleichung des Verhältnisses und der Lebensart dereinen und der anderen Gattung von Zöglingen, wirdes solche erfahrne Männer nicht mehr Wunder neh-men , warum Jünglinge, die zu Hause erzogen werden,schon junge Herrn sind, ehe sie noch die K.nabenschuhevertretten haben, warum der Weyrauch der Hausgöttereine innigste Zufriedenheit mit sich selbst, ein Bewust-seyn besonderer Vorzüge, allen ihren Geberden, allenihren Minen anklebt, und ihnen einen gewissen An-strich des Hochmuths und der Verachtung anderer gibt,warum sie, wenn sie in die grosse Welt kommen, ent-weder mehr ausstehen müssen, als andere, oder, wenndiese harte Cur niÄt gelingt, mit allen Tugendenund guten Eigenschaften, mit aller ihrer Höflichkeit und.Dienstfertigkeit, als stolze Leute ausgeschrien, und ge-hastet werden. Noch weniger aber, als denjenigen,welche die ganze Erziehung ihrer Kinder, übernehmen,wird es denen gelingen, die solche zerstücken, den Un-terricht den öffentlichen Schulansialten überlassen, die
morali-