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Freimüthige Gedanken über die Entvölkerung unserer Vaterstadt
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O ( 12 ) G

Manufakturen denen alten der nemlichen Artschädlich sein werden. Der eingenommeneund argwöhnige Eigennuz stellet uns hier einSchrekbild vor, das nns nicht verführen soll.Zulezt welch ein Übel wäre es, wenn ein Par-tikular etwas weniges dadurch verlöhre, dahingegen hundert andre, und der Staat selbstso vil dadurch gewinnen würden.

Es ist also gewiß, daß eine grössere Anzahlin die Fremde handelnder und fabricierenderBürger hier noch sehr wol wohnen , und nichtnur ohne Nachteil, sondern mit dem gröstenNuzzen des Staates aufgenommen werdenkönnten.

Wir wollen nun auch sehen, ob auf einerandern Seite aus dem Mangel an genügsamenEinwohnern unsrer Ehrenbürgerschaft nicht einwahres Übel zuwüchset. Es hat einer unsrererleuchtetsten Mitbürger * dessen grosse Kennt-nisse unserm Vaterlande bei allen Völkern Eh-re machen, berechnet wie sehr gewisse Hand-werker bei uns übersetzet sein, und wie weniges möglich ist, daß solche bei der geringen An-zahl anduer Bürger ihre Nahrung finden. Siewerden daher minder fleißig. Sie ergeben fichnach und nach dem Müßiggänge, und habenmehr Anlas gewisse daher rührende Ausgabenzu machen. Nach und nach erarmm fie und

* Herr Pros. Daniel Bernulli. Siehe die Zugabe i>rdem helvetischen Patrioten.