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Freimüthige Gedanken über die Entvölkerung unserer Vaterstadt
Entstehung
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es villeickt in minder als 20. Jahren um denwelkenden Ruhm desselben» und um die schön-ste Zierde unsers Staates getahn. Ich willnur alle andern Vorteile, die einem Meier-ten Staate von einer blühenden hohen Schu-le zuwachsen können, beyseits sezzen. Ich willnur von dem oeeonomifchen Nuzzen, nur vondem Einträglichen reden. Eine woleingerich-tete und blühende Universität trägt einer Bür-gerschaft mehr ein, und gibt derselben mehr zuverdienen, als 22. Manufakturen: Leipzig ,Göttiugen und Halle tragen jede mehr ein als40. Fabriken. Es verdienet also auch die Un-srige dißorts eine besondere Aufmerksamkeit vonSeiten des Staates. Ihr drittes Jubiläumist bevorstehend. Man kan keine bequemereGelegenheit ergreiffen, den alten Glanz dersel-ben wieder herzustellen.

Noch ein anders Mittel die Bevölkerung inunserer Stadt zu befördern, und der Abna-me E. E. Bürgerschaft vorzukommen wäre, dieBürger zu solchen Professionen vorzüglich auf-zumuntern , die den Vertrieb ihrer Arbeit au-serthalb fänden. Solche Professionen ausfin-dig und beliebt zu machen, wie auch denjeni-gen , so sich denenselben widmen wollten mitGelde auf Unkösten des Staates/ und mit Nah-te beyzustehen, wäre wider eine des oben vor-geschlagenen Lollegit sehr würdige Sorge. Ichhegreiffe auch nicht wol warum, da so vile un-serer Untertahnen sich von der Handarbeit beiunsern Bandfabriken ernähren» ein Bürger,