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D. Jacobi Theobori Tabernacmontani/ R
A hiebevor angezogenen Orten melden/ daß das Tram E Von dem gediſtillirten Traubenkrautwaſſer Vbenkraut mit Wein getruncken/ dienlich ſeye wider den Botryos Aqua ſtillatitia.||Rurtzer kurtzen Athem/ und ſonderlich denen, die nicht athmen Jewol bis dahero das Traubentrautwaſſer nicht.Athem. taͤnnen/ fie ſizen dann oder ſtehen aufrecht. Welches im Gebrauch geweſen/ wird es doch von wegen ſei⸗ AMich offtermals warhaftig und gut befunden/ ſo man das nes lieblichen Geruchs/ und kraͤfftiger Wirckung/ von 6Kraut im Wein oder Bier ſeudet/ und mit Honig füß fleiſſigen Medicis gediſtillirt: Die beſte Zeit aber iſt in tmachet/ und von dieſem Tranck Morgens und Abends dem Augſtmonat/ die Blätter ſamt den Gipffeln der 9.jedesmal ein gemeinen Tiſchbecher voll warm trincket. Stengel und Nebenzweiglein/ mit den Bluͤmlein und 5.Ein Meth über dieſem Kraut verjehren laſſen/ und Saamen/ in Balneo Mariæ, mit ſanfftem Feuer ab⸗ 9hdarvon getruncken/ iſt ein heilſam Artzeney zu gemeld⸗ gezogen.; 1ten Gebreſten... Solch Waſſer vertreibt den jungen Kindern das Schwerlich.Din Traubenkraut mit Pererleintourkeln und weifer ſchwer lich Athmen, eröffnet ihnen die Verſtopffung Iiir;Nieren. Bibernellen in Wein und Waller geſotten/ uñ darvon der Bruſt/ und vertreibt das Hertzgeſper:/ ſo man ih⸗ Verftogfung. Morgens und Abends ein guten Trunck warm gethan, nen jedertweilen ein Löfflein darvon gibt zu zrincken/ her:.oͤffnet die Verſtopffung der Lebern und Nieren/ ver und auch mit dem Brey vermiſcht/ und iſt ſolches viel⸗©B treibet die Geeffucht und verhütet die Waſſerſucht. G mal gewiß und gut erfahren worden.. h. Traubenkraut mit Wein geſotten/ und des Tages Traubenkrautwaſſer fitß. oder v. bis in vj. Loht ges MonatblungNynnthlum; K; 7 A; 63 der Weiber. ffderMeider. dreymal/ jedesmal ein Becher voll warm getrun⸗ truncken/ beyde des Morgens und des Abends, fuͤrdert Mutter-ö cken/ nemlich des Morgens nuͤchtern/ um zwo Uhren die Monatblumen der Weiber/ reiniget die Kindbet⸗ ſchmerter.)Kutter nach Mittag/ und des Nachts wann man wil ſchlaffen terin, legt allen innerlichen Schmertzen der Mutter ne, 9gehen treibt den Harn gewaltig/ und fuͤrdert die Mo⸗ und Geburtglieder/ und legt ſonderlich die Nachwehen ö Ünatblumen der Weiber/ und ſtillet den Schmertzen der im Kindbett.. 4Mutter... jungen Kindern jederweilen ein Loͤfflein voll Seifen 5 mve 3.; zu trincken geben/ und ihre Breylein damit vermiſchet/ Leib. 9Euſſerlicher Gebrauch des Trau⸗ ſtillet und vertreibet ihnen das Reiſſen und Schmer⸗#kö tzen im Leib. lErkältung X.Raubenkraut wird auch nützlich gebrauchet/ die er⸗;..nor gen, T kalte Murter zu erwaͤrmen, deren Schmertzen zu Traubenkrautwein. Botrytes. MBME: ſtilen/ und die Monarblumen fAüffig zu machen ſoman. SYZEy den Alten find die Krdurerwein in ambfigen.*ein Lendenbad darvon macht.. Gebrauch geweſen/ die aus mancherley Kraͤutern 5C Solch Kraut in ein leinen Saͤcklein eingemacht/ H fir die Krancken bereitet worden/ wundert mich dero⸗ wuWen und gerigen, darnach in halb Wein und Waller geſot, wegen nicht wenig, daß fie diefes lieb ichen und nüt,.Mutter: ten, folgends mit zweyen Brettlein hart ausgepreßt/ chen Krauts vergeſſen/ und nicht auch zu den Weinen arſchmergzen. und alſo warm übergelegt vertreibt allen innerlichen gebraucht haben. Dann im Herbſt ein Wein von die⸗ 5Schmertzen des Magens/ Bauch und der Mutter. ſem Kraut wie von Wermuht/ Beyfuß und andern 1Die Blätter von Traubentraut/ ſamt den abge Kraͤutern bereitet/ dienet über die maß wol denen/ die xſtreifften Blumlein/ in einer Pfannen mit Baumoͤle mit dem kurtzen Athem beladen find/ und denen die utter Kgeröͤſcht und aͤuſſerlich wie ein Pfiaſter uͤbergeſchla. nicht athmen koͤnnen/ fie ſigen dann aufrecht oder ſte⸗ Se„gen, iſt für die jetztgemeldten Wehethum ein fürtreffe hen. Neben dem iſt er den Kindbetterinnen ſehr nuͤtz/ der Kindbet⸗-liche Artzeney.— ö. dann fie wol darvon gereiniget werden/ neben dem daß a n,e, in Das Traubenkraut in die Truhen zwiſchen die Klei⸗ er die Nachwehen ſtillet/ und Mutterſchmertzen verhit- zd nt er-der gelegt/ macht dieſelbigen nicht allein wolriechend rer, So dienet er auch den Weibern und Jungfrauen, ſchmer zen. j
ſon dern verhntet ſie/ daß fie von den Schaben nicht be-ſchaͤdiget werden. Und iſt ſolches(ehr gemein in denRNiderlanden und in Franckreich, da man das KrautP überflüflig pflantzet/ und für ſich ſelbſt waͤchſt: Wieman das dann in den Staͤdten/ ſonderlich aber zu Pasris in allen Gaſſen zu verkauffen herum traͤgt/ mit ei-nem groſſen Geſchrey/ ymen, bymen, ymen. Bey uns inTeutſchland faͤngt mans auch gleichfals an/ zu denKleidern zu legen/ dieſelbe für den Motten zu verhuͤten.So man den Saamen dieſes Krauts mit Kornoder andern Fruͤchten vermiſcht/ und in die Felder ſaͤet/ſoll die Frucht für den Kornmilwwen verhuͤtet werden.Ef. Desgleichen mit andern Gartenfrůchten geſaͤet, ſoll esdas Kraut und Zugemuͤß, oder alle Huͤlſenfruͤcht/ wieauch alles ander Gemuͤßkraut verhuͤten/ daß es nichtvon den Erdflöͤhen gefreſſen werde. Es halten es auchMibelnder etliche für‘ gewiß fo man das Korn und andere FruͤchtFrüchte. auf den Speichern mit dieſem Kraut bedeckt/ ſoll esE verhuͤten und wehren/ daß die Wibeln nicht dareinommen.Traubenkraut in Laugen geſotten und damit gezwa-gen/ vertreibt die Milwen im Haar.
Trauben aufgetruckneter Safft und Extraet.Botryos Succus exiccatus,& Extractum.
Aus dem Tranbentraut kan man auch ein aufge-truckneten Safft und Extract machen/ wie obenvon dem Beyfuß meldung gethan/ und dieſelbig gleichefalls alſo gebrauchen/ und mit andern Artzneyen zumancherley/ und ſonderlich obgemeldte Leibsgebreſten/heilſamlich vermiſchen.
For tmilwẽ.,
Milwen im+) ART.
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ten Gebrechen gebrauchen.
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die nicht genugſam gereiniget werden. Der Wein iſtlieblich zu trincken/ eines guten anmuhtigen Seſchma-ckes/ mit einer geringen Bitterkeit..So man aber dieſen Wein nicht haben kan/ wie erim Herbſt von friſchem Moſt gemacht wird/ mag manden von firnen Wein durch ein Elaretſack bereiten/wie oben von dem Wermuhtwein gelehret worden iſt:oder aber mag man uͤber das Kraut trincken..in den Landen da man Bier zu trincken pfieget/auch die ſo des Weins nicht gewohnet/ die moͤgen einBier dar von bereiten wie man das Wermuhtbier undanderer Kraͤuterbier zu machen pflegt/ und zu obgemel-
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OR——
Conſervenzucker von Traubenkraut.Botryos Conſerva.Alls den Bluͤmlein und Saamen des Trauben⸗ Schwachfrauts macht man ein koſtlic Conſervenzucker für. e Gerdie vorgemelten Kranckheiten/ der wird ſonderlich ſehrgeruͤhmt und gebraucht wider die Schwachheiten desHertzens/ dann er ſtaͤrcket das Hertz wol. Mag dero-wegen wol unter die Hertzucker oder Conſerven ge-zehlet werden: und wird ſolcher bereitet wie der Wer-muhtzucker.Traubenkrautſaltz. Botryos Sal.
Aus dem Traubenkraut kan man auch ein koͤſtlichSaltz machen/ das Kraut mit feiner gantzen Sub⸗(ſtantz gedoͤrꝛt/ zu Aſchen gebrant/ darnach das Saltwie oben vom Beyfuß und Wermuht gelehret worden/fein kuͤnſtlich ausgezogen. Solch Salt kan man nuͤſt Schererlich und henſamlich zu dem ſchweren Athmen ö. zu Atbem.
andern