|. Das Erſte Buch/ Ven Kräutern, 59A II. Geflllt Röͤmiſch Chamillen. F V. Geel Chamillen-Chamæmelum Romanum flore multiplici. Chamæmelum luteum.
deo n: p 2.(46€ ee,ö n. IV. e eme ote funt Tranımutata} 7
— N
und zu der Erden gebogen/ daher flicht es ſich ſelbſt einauf der Erden/ haͤnget ſich an/ und kreucht hin und her/wie der Poley oder Quendel/und mehrer ſich alſo ſelber.Im Brachmonat bringet es auf den Gipffelen derStengel /ſchoͤne geſtirnte Blumen der gemeinen Cha-millen gleich/ allein find fie nicht alſo hinter ſich zurückgebogen. Die Blaͤtter um die Stengel von unten anbis oben aus/ vergleichen ſich auch der vorigen Cha-millen/ find doch groͤſſer und bleich grüner. Dieſes Ge-waͤchs mit Stengel/ Kraut und Blumen/ reucht überdie maß wol und lieblich/ gleich einer wolriechendenWuͤrtz fie ſeye gleich gruͤn oder duͤrꝛ. Der Geſchmack1 ſſt bitter gleich wie der Wermuth oder Meterkraut. Eskan dieſes Kraͤutlein den Winter wol leiden/ und er-juͤngt ſich auch jährlich wiederum von feiner Wurtzeln/die unverſehrt über den Winter ſtehen bleibt. In Hiſ-panien waͤchſt es von ſich ſelber ohngepflantzet auf denFeldern/ desgleichen auch in Engelland bey Londen /und andern vielen Orten/ wie der Hochgelehrte Guli-elmus Turnerus, mir ſolches offtermal angezeiget hat.Bey uns in Teutſchland muß mans in Gaͤrten zielen.Es laͤſſet ſich auch gern von den jungen abgebrochenenPfaͤzlein wider pflantzen/ dann es waͤchſt ſehr gern undweitert ſich bald. Derwegen ſo man es pflantzen oderꝛ ſaͤen wil muß man ihm Raum und Platz genug geben/
eam--
fi dann ſonſt waͤchſt es zu dick und faulet übereinander.III. Das dritte Geſchlecht iſt der jetztgemeldten mit eli beF AD K Wurtzeln/ Stengel und Kraut durchauß gleich allein mi Cha-8 die Blum die iſt fo manigfaltig und gedoppelt, und mieA; ringes um ſo rund gefüllt: daß man vor den ſchoͤnen*— weiſſen Blaͤttlein, das geele Knoͤpfflein in der mitten€* nicht ſehen kan. Iſt ſonſt auch ſo viel den lieblichenchemi, iſt den Alten unbetant geweſen, und nicht vn Wurz geruch/ und den Seſchmack belanget der vor-ihnen beſchrieben worden: Das iſt erſtlich aus Hiſpa⸗ gen gleich. önien/ Engelland und andern frembden Orten zu uns IV. Deren if noch ein Geſchlecht von der jeztge⸗ Gefilt Rb-gebracht worden/ und iſt heueiges Tags in Teutſchland meldten gar nicht unterſcheiden was die Geſtalt, den ö
ſehr gemein/ dann es faſt in allen Luſtaaͤrten gezielet edlen Geruch und Geſchmack belanget/ dann allein daß re Gattung.wird. Es hat dieſe Chamillen ein klein weiß zafelecht die Blum ſchoͤn gefuͤllt, doch nicht alſo gerundet/ wieWurtze/ daraus wachſen kleine und dünne Stengel/ die nechſtgemeld/ dann man in der mitte das geel Buͤ-ohngefehrlich einer Spannen lang/ die find trum. lin noch ein wenig ſihet.
V. Das