terſcheid des erſten Camphorata minor geheiſſen/ et-a. haltens für ein Geſchlecht Anthyllidis, darvpnweiter an feinem Ort. Hochteutſch nennen wirs zumUnterfcheid des erſten und groͤſſern/ klein Ganfferkraut.[Engliſch / Stinking Ground Pine, Bey den Ita—liaͤnern und Hiſpaniern hat es noch keinen Namenſintemal es ihnen unbelant iſt. Camphoratæ con-gener. C. B. Anthyllis altera Italorum, Lob. icon.Lug. Anthyllis Sccunda, Anguillaræ, Anthyllislentifolia, Ger, icon.]
J. Chamillenblumen.
Chamæmelum.BCö Das XIII. Gap.Von der Chamillen und ihren Ge-ſchlechten..
Db und die andern der Alten thun drey-er Geſchlecht der Chamillen in ihren SchriftenMeldung/ aber wir haben jetzund zu unſerer Zeit ſechsGeſchlecht/ di wahre Chamillen finde
Und iſt aber unſere gemeine Chamillenblum die
1,Ch millen⸗ m ö*. C0..Blumen, vor ſich ſelbſt in den Kornfeldern im Fruͤhling/ und im
Herbſt in den Ruͤbenfeldern überflüflig bey uns waͤch-ſet/ die rechte Chamille die allwegen vor allen andern/wo man Chamillen ohne weitern Zuſaß in Receptenfſlndet/ ſoll verſtanden und gebraucht werden. Dannwann wir die Beſchreibung Dioſcoridis mit fleiß
E überſehen/ und das Capitel von dem wolriechendenKraͤutlein Anthemidis oder Leucanthemi vorhan-den nehmen/ die liebliche Geſtalt und Abconterfeyungdieſer wolriechenden Chamillenblumen dargegen hal-ten/ darneben auch ihre Krafft und Wirckung beyder-ſeits erwegen/ fo beyde dieſem Kräutlein oder Blumenvon Dioſcoride und Galeno zugeſchrieben/ und auchdurch langwuͤrige taͤgliche Erfahrung gewiß erfundenworden/ konnen wir mit der Warheit nicht anders ur-theilen/ dann daß unſer wolriechend gemeine Feld-Chamillen/ das recht a nthemis und! eucanthemumder Alten ſeye. Welche auch dann nicht unbillich vonerfahrnen Aerzten und Apotheckern ſondern auch den
58 D. Jacobi Theodor Tabernaemontan/
A Das ander und kleiner Ganfferkraut wird zum Un⸗F Von der Krafft/ Eigenſchafft und Wirckung
der gemeldten Campherkraͤuter./
D Je jebhtgemeldten Kräuter haben eine Krafft zu.itrucknen„ju heilen und zu ſchlieſſnn. Derwegen Wumen,
fie von den Wundaͤrtzten und Medicis zu Mompelier Schäden.
hoͤchlich vor Wundtraͤuter/ friſche Wunden und fiuͤſ-
ſige Schaͤden damit zu heilen/ geprieſen werden. Die
brauchen ſie zu den Pflaſtern und Wundſalben. Sonſt
weiß man heutiges Tages weitere Krafft und Wir-
ckung nieht von dieſen Kräutern,
II. Roͤmiſch Chamillen.
/Chamæmelum Romanum.
1 Wundaͤrtzten zu mancherley gebrauch in der Artzeney/
als in Pflaſter/ Salben/ Baͤhung/ Saͤcklein/ Baͤderund dergleichen nützlich gebraucht wird/ und vielerleyArtzneyen daraus bereiten.
¶ Dieſe wahre und rechte Chamill hat ein kleine Wur-el/mit vielen Zaſeln/ daraus wachſen gegen dem Frůͤh-ling viel kleiner ſtarcker Stengel einer Elen lang/ dieviel Nebenaͤſtlein haben/ mit ſattgruͤnen/ kleinen/ tieffzerſpaltenen zarten Blaͤttlein gezieret, die vergleichenſich den Blaͤttern des Corianders oder Dillkrauts:Oben auf den Stengeln bringt es viel wolriechendergeeler Knoͤpfflein mit ſchoͤnen weiſſen Blaͤttlein beſent-die werden im Brachmonat und Heumonat zeitig/welcher Zeit man ſie auch zum Gebrauch der Artzneypflegt einzuſamlen. Dieſe Chamill waͤchſt von ihr ſelbſt-
K eigenen Pſiantzung/ von ihrem ausgefallenem Sage
men/ welcher ſich dem Saamen des Reynfahrns ver-
gleichet. Es waͤchſt in Teutſchland uͤberflüſſig in den
Fruchtfeldern/ und bluͤhet zweymal bey uns. Erſtlich⸗/
wie gemeldt im Brachmonat/ welches ſeine natürliche
Zeit iſt zu bluͤhen/ oder aber an waͤrmeren Orten im
Mayen: Darnach bluͤhet es wiederum im Herbſtmo-
nat/ da man es wiederum haͤuffig findet in den gebaue-
nen Ruͤbenfeldern. Wo es aber ſonſt in rauhem ma-
gerem Erdreich/ da es dann für ſich ſelbſt gerne waͤchſt/
als neben den Straſſen und Wegen herfuͤr komt/ blü-
het es nur einmal. n.
II. Das ander Geſchlecht der Ehamillen 6.
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Alte flüſſige
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