So 4III. Welſch Ochſenzung/ Maͤnnlein.
Bugloſſa III. Italica, mas.ö ö. 9.
A
SS.
3Spaniſch
Sa nn Blaͤtter groͤſſer und breiter/(wie an dem Burretſch/
die Blumen aber find klein blau, wie an der Ochſen-zungen/ alſo daß es ein rechter Zwickdorn/ ein halbBurretſch/ und halb Ochſenzungen/ gruͤnet Sommerund Winter/ iſt zur Artzney gar bequemlich.]
1II. An der Welſchen find die Blaͤtter der erſtengantz gleich..;
Es beſchreibt Matthiolus noch andere Geſchlechtmehr der Ochſenzungen/ darvon zu ſehen iſt in ſeinenCommentariis in Hioſc. So da werden Anchu ſæoder roht Ochſenzungen genennet/ weil die WurtzelnD ein blutrohten ſafft geben/ welche in Franckreich wach/ſen.] So hat auch Lobelius ein Art in feinen ad verſ.fol. 247. notirt/ welches er nennet Bugloſſum ſempervirens, darvon an bemeldtem Ort weiter zu leſen/[diesſes iſt nichts anders dann das Spaniſch Ochſenzun-gen /ſo allhie geſetzt iſt] Es wachſen die Ochſenzungenan gleichen und ſandechtigen Orten/ kom̃en auch ſehtin den Gaͤrten herfuͤr. Blühen im Heumonat.
Von den Namen.
O SF hen fung wird im Latein genennet Bugloſſum;auch Lingua bubula, und Lingua Bovis, dieweil
ſich ihre Blätter einer Ochſenzungen vergleichen,II. III.& IV. Bugloſſum anguſtifolium majusC. B. Bugloſſa, Brunf. Qæſ. Italica, Trag. Lon. lon-gifolia, Gord.hiſt.Bugloſſum vulgare, Matt. Lac:E Saſt. Lug. Ger. anguſtifolium, Ad. Lob. ic. S obſ.Italicum, vel Hiſpanicum grande, Cam. ItalicumſH. cæruleo: fl. albo, Eyſt. Girſium Italicum, FuchsLycopſia, Ang. Lycopſis, Dod. gal. Cirſium, Cord.in Dioſc. Echium Italicum ſpinoſum, Fuch. ico.Anchu ſa, Tur. Anchuſa Alcibiadion, Dod. Bugloſ-ſus Italica, vel Gallica major, vel vera, Gef hort-II. Bugloſſum latifolium ſemper vierens, CB. Bu-gloſſuim ſemper virens, Ad. Lob. ico. Cam. Hiſpa-nicum, Cæſ.Borrago ſempet virens, Ger. Hiſp. la-rifol. Fyſt.] Fransöfifch/ Niderlaͤnd. Engliſch / Bu-gloſſe. Haben alſo ein Namen mit der Borragine: Desrowegen fie auch ohn Umnterſcheid von den Alten ſeyn
ö.Welſch Och-ſenzung.
D. Jacobi Theodor Tabernaemontant/
FP IV. Welſch Ochſen zung/ Weibleln.
Bugloſſa I V. Italica ü,. e, e. ö.
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.1SEN
gebraucht worden. Griechiſch B&yAwörer, oder knnoy, wiewol etliche dieſen Namen verwerffen.Von der Natur/ Krafft/ und Eigenſchaffder Ochſenzungen.—Es haben die Ochſenzungen ſo ein groſſe GemeineSchafft mit der Borragen wegen ihrer QualttetNatur/ Krafft und Wirckung/ daß auch eines für dasander von den alten Medicis if gebrauchet wotden/wie bey Dioſcoride, Galeno, Plinio und andern mehrzu ſehen iſt. Derohalben was im vorgehen den Capitelvon der Borragen iſt geredt worden, ſoll auch bilichvon die ſer Ochſenzungen verſtanden werden/ innerlichund aͤuſſerlich zu gebrauchen/ wird derohalben wievon Burretſch geſagt aus dem Geſafft ein FräfftigerSyrup von Schſenzungen/ von den Blümlein cnGonſerva; ein Ochſenzungt⸗Wein/ und ein aufgehrannt Waſſer zugericht. Es wird aber der Saft vonOchſenzungen ſchwerlich aus gepreßt/ dann wo mansſchlecht ſtoſſet/ gibts einen Schleim wie Ruͤttenkerner:Derohalben fo muß das Kraut zuvor in einem kaltenfeuchten Ort uͤber Nacht ſeyn/ dann auspreſſen undmit Eyerklar laͤutern.
Von Cerinthen.
Q Er Serinthen ſeyn jzey Heſchlecht groß und Sureklein. J. Die groffe hat ein lange groſſ/ dich ijCZ weiſſ Wurtzel daraus dren oder auch jfrunde ſafftreiche ſtengel entſtehen/ bißwelleneiner Elen hoch, mit ſehr viel langlechten ſtumpfenBlättern beſetzt/ an Farb grün und gleich als Sichblau/ mit weiſſen Flecken beſprenget/ ein wenig tanund härig: Neben den Blaͤttern tom̃en andere Zweigelein herfuir, welche ſich wenden und biegen gleich demSonnenwirbel/ an welchen langlechte und hole Alu,men ſtehen/ mitten und auswendig gelb/ am anderenTheil, da fie an den Aeſtlein hangen rot purpunbtann,bißweilen auch gantz gelb/ wann die Blumen abfallen -
kommen feine Knoͤpfflein herfuͤr/ in welchen ö
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