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Das Ander Buch /bon Kraͤutern.J. Spinat oder Binetſch.Spinachia.
N
wie Mangolt: Die Stengel find rund/ hol/ mit vielJincken und ſchmalen Blaͤttlein bekleidet: Der Saasmen iſt rund ohn alle ſtacheln/ dem Mangel: ſaamennicht ungleich: So mehr ſhan dieſen in feiner Jugendabſchneidet/je dr auſchelechter er waͤchſt⸗,
III. Man finzt auch ein drltt Geſchlecht/ ſo demandern gantz gleich/ mit holen ſtengeln/ jwiſchen dem-ſelben wachſen die allerkleineſten geelgrůne Blümlein/die ſtaͤupen dar von ohn allen Saamen, gleich wie eiltchir Hanff thut/ den man Femel nennet
3 Von den Namen.
h S Pina oder Binetſch heiß im Lateſti Spinaeia,Olus Spinaceum. CI. LTapathim Rottetz ſe, ei
oöͤbinacia lemitze ſpinoſs, C. F. Spinachia; Brunf-Fuch. Hod. Spinacia ; Matt. Lob. Lug: Cæſ. Ger.mas; Cam. Spanachia, Matt. Lon. Caſt. Gjus Hisſpanicum Spinachia vulgaris, Trag. Spinaceumolus,Gefhott, II. Lapat ſium hottenfe feu Spina-cia ſemine non ſpinoſo, Ca B. Spinachia nobilis&
1. Trag. ſativa mas; Lugd. Lapathum hortenſe ſeii
Sbinacia ſterilis C. B. Spinachia tertia Tragö. Spi-nachia ferm ina Lugd. Camer. Boͤhmiſch Sſpinak.
Griechiſch rr, e ALrabtſeh HMiſß bach. Welſch Spi-
nate, Sranköfifch Hin dauer. Spgntſch EBinaca. Dtiders
laͤndiſch Spinagte. Engliſch Spinache.Von der Jꝛatur/ Krafft/ Wirckung und Ei-E ö genſchafft des Binetſchs;
( IPinet oder Binetſch iſt kalt und feucht im erſtenGrad: Wird mehr in der Kuͤchen dann in derArtney gebrauchet. 8.—
Innerlicher Gebraitch.
u Es werden aus dem Spinat grüne Müůͤßlein betei⸗=
tet, welche dem hitzigen trucknen Magen gar bequemfon: Und mag ſolch Kraut ſchter in allerley Kranck-heit zur Speiß genommen werden. Und ob man ſie
„ns mit einem feißten ſitſſen Del kocht/ bewegen fie zum ſtuſ-
gang und halten den Leib offen/ es muß aber die Grlieſſewol dar gon bracht ſeyn/ ju dem ſoll ſolches Muͤßlein zuif vor andern Speiſen aufgetragen werden.
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F* II. Edel Binerſch.*
Spinacia nęhilis.den,, we,..
Etliche Koͤch wiſſen dieſe Milßlein zu bereiten im
Anfang des Fruͤhlings wenn der Holder ausſchlagen
wil⸗/ alsdann nemmen fie ein theil ſolcher ſchoͤßleih wenn
fie erſt herfüͤr kommen ſeyn/ eine kleine Handvoll berei-
ten dieſelbige am letſten mit dem Spinat/ und gehen fie
darnach zu eſſen/ welches für krancke und geſuſnde Pet, Sanft pur-ſonen ein gut Purgier⸗mlißlein iſt/ ſintemal es ben Leih dieren
gat gelins und ſanfft erweichet..
Binetſch erweichet den Bauch/ miltert die tauhe Rather dir=Reel und wird zum duͤrren Huſten gebraucht: Wird rer Hüften.auch zu den Eliſtierungen gebraucht.
Dieſes Kraürs Brühe getruncken, treibt die böſe anf R.Feuchtigkeit aus/ und macht ein ſanfften Athem.] them ina-
Es marhet aber der Binetſch ein grob melancholiſch ben.Geblůt/ wann man ſein ſtaͤtigs genieſſetz wil Und
ſchreiben etliche daß er ſehr blähe.
Euſſerlicher Gebrauch.|
In Pflaſter aus Bfnerfhkratr gemacht and über Hi ig Ma
den hitzigen Magen und Leber gelegt, bentm̃t die gen und Le:Hitz mit Hinlegung des Schmertzentz. Iſt atich gur zu Crerzianen,den Stichen der Scorpionen und Spinnen darüber Ind Sr iengeleget.] ö; ESEtich.
Von gediſtilliertem Binetſchwaſſer-
ES kan auch ein Waller aus dem Binetſch gebrennt Hikigỹ cher.werden/ weſches in hißtgen Sch thach helten und Fie⸗.bern wol zu gebrauchen iſt: Fuͤrnemlich aber die ent n n i.
özuͤndte Magen gall zu daͤmpfen/ und der ſelbtgen ſchaͤrf, Leber.
fe zu neren; deßgleichen auch iſt ſolch Waller nußzlichdie entzlin dte Leber zu kuͤlen unnd zu loͤſchen/getruncken/und auſſerlich mit leinen Tlichlein übergeſchlagen.Alſo auch nemmen etlich das Kraut(offen es/ und S..
legens darnach wie ein Pflaſter über den hitzigen Mar. undeber.
gen und uber die Leber.
Das XV. gap.Von guten Henrich:Er gute und ſtolze Heinrich hat eine groſſe/ Suter Hen.lange/ weißgelbe Wurzel, ſeine Blaͤtter ſeyn*8 3 weich/ mulbecht und aͤſchenfarb, gleich denNnnn kleinen