Band 
Tomus primus
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MATTHLE FLACH, ILLYRICI.

solt. Dahat det heyligeBapst iram geantwortet : wann der Speck genugsam gesotten ist, oderaber gereuchert ist, alsdann soll mann ihn essen. Wie solches klar im Luch der Concilien zu le-sen ist Also hat müssen denen leuten ein sonderliche Gottseligkeit und Verdienst oder gu-tes Werck, auch an dem garstigen Speck gelegen sein. Dersclbige treugeschworne Knechtder Rarste hat auch alle Kirchen - Gebette und hendel aufs der gemeinen Sprach in die latei-nisch verwandelt Ich muss allhie erzehlen, was mir der H. M. Georg Schnell, etwa des H.S Luth Verwanter mehrmal erzelet hat, wie dass zu Dessau ein uhralt geschrieben perga-anen Buch gewesen, darinne die ganze form derTauff in teutscher Sprach gestanden, aus'wellichem Buch er selbst mehr Kinder getausst hab. Also findet mann noch gar viel Zeichenoder überbleibende Stucke, daraus zu mereken, dass es vor Zeiten viel besser mit der Kirchensind Religion gestanden sey , dann darnach unter dem Bapst, darvon ich in gedachtem Buchweitleuffiger gehandelt habe. Das sey nun jezt zur Vorrede genug. Ich hab aber dis buchE E umb vieler Ursachen Willen zuschreiben wollen , die ich in der Lateinischen Vorrede'weitleuffiger erzelet habe. Unter andern aber ist diese nicht die geringste auf das weil siedie gute und freye Künsten , sonderlich aber die gute reine Christliche Theologiam oderGastliches Wort lieb hatt, jah mich auch ermähnet difs buch m Truck aus zugehen lassen,das auch andern treffenliche Leute , von Adel von Herren und sonst andere alle durch ihrExempel destomehr gereizet und verursachet werden, denselbigen hochloeblichen Studiis wa-ser Religion und auch diesem buch günstig geneiget und förderlich zu sein Derowegen sobitt ichl E sie wolle diese meine Christliche Verehrung oder Zuschreiben dieses buchs gun-stigklich annemmen,und mir zum besten deuten, auch hinfort, wie bisher, ja noch vielmehralle -ute Studia und sonderlich die wahre Religion und rechtschaffene Lehrer nach dem Be-fehl GOttes ehren und fordern, und sich ja nicht kehren an der Gottlosen leut epicurisehenreden , die da nicht nach GOTT fragen, sondern nur nach der Welt Ehr, Gut und Wolluststreben, ja die auch denselbigen vergänglichen schatten der zeitlichen Guter zu erlangen sichnicht scheuen, Christum selbst und seine Religion, aulh die Diener Göttliches Worts widerihr eigen gewissen, den gewaltigen und gottlosen zu gefallen zu verfolgen. Es sind,a lei-der viel greulicher airgernüssen und unkraut mitten in dem Acker zwischen dem guten Sa-men und Weizen Christi, wie es zwar auch stets gewesen, und eben zu den Zeiten, da Chri-ssm selbst auf erden gewandelt und seine Kirchen selbst mit eignem mund unterwisen undre-iret hat Wol aber dem, der sich darab nicht ergert, noch von der Wahrheit abfelt.Was belanget die unwahrstafftigen Gedichte und Schreien, so etliche wider mich mit allermnwahrheif ausbreiten, ist ihnen gnugsam in meiner lateinischen und teutschen Bekantnusseantwortet Ich hab mich auch nun lenger den io. Jahr unzelichmal nur genugsam zu ei-nem Svnodo und Disputation geborten, ja auch darumb den Gewaltigen und allen Regenten* fs demüthigest suppliciret ,’wie ich dann auch meine underthemgste Supplication und recht-schaffene Erkandtnus allerley Beschuldigung, so etliche auf mich richten, in vergangenenReichs tag der höchsten Obrigkeit und ganzem Reich überantwortet habe. Aber wer argesthut der scheuet das Liebt, und wiederumb wer das Lieht scheuhet, der mus ihm übel be-wust seyn Der allmxchtige ewige GOtt erberroe sich seiner Kirchen, und bringe all ihre Sa-chen zu einer rechten Gottseligen erkantnus, und hebe alle ergernus auf, umb seines liebenSohns unsers HErren JEsu Christi willen, Amen. Darzu sprechen alle Gott-seligen, Amen.

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