Vorbericht.
rerm Bedrucken / sonderlich, wann ein mächti,!ger Nachbar dadurch, mit Unterdrückuna an-> iderer, noch mächtiger gemacht wird. Vielekleine an einander stoßende Staaten aber wer«den durch ihr allgemeines Interesse obligirt,sich durch ewige Schutz-nnd Hülfe - Bündnissezu befestigen und zu erhalten, wider die Nach- -fteUungen eines mächtigen und herrschsüchtigenNachbarn, auch zu trachten, auf der andernSeite, eines andern Nachbarn Gunst und Ge-neigtheit beyzubehalten.
Das eigene Heyl, Gelegenheit und Zustandund davon abhängende Interesse eines jedenStaats, Reichs oder Republic, zeiget denRegenten, ob und was für Bündnisse, item, -wann lind mit wem solche zu suchen, zu ma-chen, oder zu lassen seyen, und kan da keine "andere General-Regel gegeben werden. Nur idieses ist zu beobachten, dass man nicht leicht« "lieb Kriegs-Bündnisse eingehen solle.
1. Mit solchen, die mehr Hülfe bedürfen,als sie geben können. Es scye dann ihre Si« ^tuation also beschaffen, daß man sie nicht kön- 'ne verlohren gehen, oder unterdrücken lassen,ohne Gefahr seines eigenenLandes und Staats.
2. Mit solchen, die ihrerUntreue halber ver-dächtiq und zugleich mächtig, ambitiös undherrschsüchtig sind. Dann solche binden sich annichts, das ihrem Absehen widrig ist, wollen die .Bündnisse nach ihrem Sinn interpretiren, :ziehen alles auf ihre Mühle, schreiben vor, und 'unterdrücken ihre geringere Bundsgenossen i»gern, und nehmen oft, unter dem Schein der
Hülfe,