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Gründliche Einleitung zu der Eydgnossischen Bunds- und Staats-Historie : Vorstellend Den alten und neuen Zustand des Volks und des Lands, sonderlich aber den Ursprung, Fortgang, Wachsthum des grossen Bunds der Eydgnossen, Jhre Kriege, Friedens-Schlüsse, Bündnisse, Bürgerrechte, Verträge, &c. ... : Samt einem Entwurf der Regiments-Beschaffenheit in den Hochlöblichen Eydgnossischen Orten. Alles aus ... zusammen getragen, in zween Theile abgesondert, mit kommlichen Marginalien und Registern versehen : Erster [und Zweyter] Theil / Von Joh. Rudolf von Waldkirch, J.U.D. & P.P.
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Bunds - und Staats, Historie. 299

!» daß sie in dieMeß gehen,man mag ihnen gleichE -rohen,und mit ihnen umgeben wie man will,

7 soempsinde sie nichts heftiger,als dcnSchmer--i' zen, den ihnen ihr begangener Fehler verursa-' chet; sie weinen und stuften Tag und Nacht,

> wiewol niemand ist, der sie trösten darf, undl ist nichts herzbrechenders, als ihre Schreiben,

- so wir von ihnen empfangen,in welchen sie ihre^ Sünde bereuen und GOtt um Verzeihung

bitten, und aufdas allerinständigste ersuchen,

' daß wir den grossenGOtt für sie bitten, und ih-

' uen einen Trost mittheilen wollen. Ihr Un-glück ist -ermaffen groß, daß sie, wann sie zu

- Ersetzung ihres Fehlers, alles, was sie in der

' Welt haben, verlassen, und sich aus dem Kö-

nigreich begeben wollen, mehrentheils an den

- Gränzen angehalten werden, so, daß jetziger" Zeit alle Gefängnisse mit diesen unglückhaf--5 tenLenten angefüllet sind,worunter dieManS-

leute auf ewig aufdte Galeren verbannet,den'! Frauen und Jungfrauen aber die Haare ab-5 geschore und sie in Klöster verschlossen werden,»ci Es verhindert aber die grosse Gefahr, dereni! man sich unterwirft, wann man einer so kläg-r licheu Sclaverey entgehen will, ganz und garc nicht, daß nicht viel hundert, ja etliche 1000.V Personen sich dessen unterstehen sollten, ent-weder von denen,die,weil sie aus Schwachheiti,:! gefallen sind, und den Stachel ihres Gewiß-M- sens sehr empfinden,nichts mehrers wünschen,w als daß sie ihren Fehler ersetzen mögen: OderL aber von denen, welchen GOtt die Gnade cr-lii, wiesen, daß er sie unbeflecket erhalten hat. Wir

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