Leich Predigt.
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Liebe Christen/ wir sollen GOtt dancken/ fürsfeine felige Auflösung/ und voraus auch für seine gute Zubereitung zu derselben/ Unser GOtt ist doch/der so wol tödtet/ als lebendig macher/ und eben. Sam. 2.6.durch den Tod seine lieben Kinder ins ewige Lebenführt/ allwo kein Sünd mehr seyn wird/ und folglich auch kein Tod als der Sünden Sold/ keine Rom, 6.23.Kranckheiten als des Todtes Botten und Vorlauf-fer/ kein Leyd/ fein Geschrey/ kein Plag 2c.
So ist dem Selig Verstorbenen wol undewig wol: Selig sind die Todten/ die in demEren JEsu sterben von nun an,
Apoc.14.13.
Aber den Überlebenden bringt solches Schei-den ein großes Leyden/ Es ist den hinterlassenentraurenden Kindern/ Ehegemahl/ Eltern/ Geschwi-fterten und Gefreundten nicht anderst/ als ein Stichund Schnitt ins Herz/ dadurch es vor Leyd undKummer bluten möchte man gedencke nur an Nae-mi der Wittib Elimelechs/ wie sie sich darüber sokläglich stellet: Deisser mich nicht aemi/ son Ruth. 1. 20.dern Mara/ dann der Allmächtige hat michsehr betrübt. An Davids jämmerliches Lend- Kla-gen über seinen Sohn Absoton/ und über seinenFreund Jonathan: Es ist mir leyd umb dich 2. Sam.1.mein Bruder Jonathan/ ich hab grosse Freudund Wonne an dir gehabt zc.
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Und Gregorius Nazianzenus nennet recht dieLiebe der Batteren gegen ihren Kinderen Philtron,gleichsam ein Liebes- Crunck/ welchen die Naturden Bátteren eingegeben/ und also auch frommenEheleuten und Freunden/ daß sie nicht anderst kon-
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