Buch 
Des Fürtrefflichen Hochgelahrten Herrn Alberti Krantzij VVandalia Oder: Beschreibung Wendischer Geschicht : Darin[n]en der Wenden eigentlicher Vrsprung, mancherley Völcker, vnd vielfaltige Verwandelungen, sampt dero vollbrachten großmechtigen Thaten, vnd was sie entweder vor Reiche angerichtet, oder auch zerstöret ... / Allen der Historischen Warheit liebhabern, erstlich vom Authore in Latein vorfertiget: Nun aber denen, so derselben Sprach vnerfahren, in Hochteutsch transferiret vnd vbersetzet, Durch M. Stephanum Macropum vom Andreaßberge
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Marce

manni.

Wenden,

Vorrede.

dem Bergichten Lande/ daß sie noch jeho jnnen haben/ gang verstoffen vnnd auß-getrieben. So werden auch die Bohemen von gemelten Tacito/ Marcomannigeheissen/ dessen vrfach an einem andern orth/ wann wir zu deß Marci AntonijRegierung kommen/ soll angezeigt werden. Jedoch wil ich allhier den Aeneam nietadeln/ daß er eine Fabel oder Gedicht/ die/ sie die Bohemen/ jhme zugestellet/ Latei-nisch gemacht/ vnd die Warheit desselben Gedichts von ihnen zu erfragen/ befihler.Sclauen Welche aber bey den alten Wenden geheissen/ die nennen sie Sclauen. Denn auchdie sonst eben dieselbigen Bohemen rühmen in jren alten Geschichten/ daß sie bey erbawungdeß Babylonischen Thurns/ da die Sprachen getheilet/ mit gewesen/ vnd damalsden Nahmen Sclauen( das so viel heissen soll als beschwagte Leute) vberkommen.Aber diese Fabel thun wir auß rechtmessigen vrsachen mit dem Aenea nicht vnbillichverwerffen/ vnd den vrsprung der Wenden auß den Eltesten Scribenten hernem-Tacitus men. Denn Cornel. Tacitus bald im anfang seiner Historien von der Teutschenem Rds Sitten schreibet: Die Teutschen rühmen in ihren alten Gedichten( mit welchen sieScribet, einzig vnd allein jhre Geschicht von Jahren zu Jahren anmercken) den Gott Tui-DerTents fconem/ auß der Erden geboren/ vnd dessen Sohn Mannum als die anfangeschen Au- lich ihr Geschlecht geftifftet. Dem Manno schreiben sie drey Söhne zu/ von des

mischer

nales

Fünffers

ren Nahmen/ diejenigen/ die zu necast am Meer wohnen Ingeuones, die Mittelsften Hermiones, die andern aber Ifteuones genennet werden. Etliche aber machen auß angemaster Freyheit desselben Alters/ noch mehr Geschlechter drauß/ diesie zugleich mit mehr Nahmen Marfos, Gambriuios, Sueuos vnnd Wandalosheiffen.Daß nun sene die rechten vnd eltesten Nahmen seyn/ bezeugt auch Caius Pli-Plinius nius in seiner Historien/ von den natürlichen Geheimnissen/ der eben wie Tacitus /im 4.buch vnd fast vmb die Zeit/ vnterm Keyser Traiano schreibt: Es seyn fünfferley Ges15.Cap. schlecht der Teutschen. Erstlich die Wenden/ deren die Burgundier/ Variner/ley arch Chariner vnd Guttones ein theil sind: darnach die Ingeuones, denen dieCimbri vider Tents Teutoni/ von den Chaucis vnterscheiden/ angehören. Nechst diesen am Rhein seynschen.die Ifteuones/ vnter welchen die Cimbri/ besser mittenwerts im Lande wohnende/ingleichem die Hermiones, mit denen die Sueui, Hermunduri, Catti vnd Cha-rufci begrieffen. Die letzten seyn die Sarmatischen Völcker/ Peucini vnndWalachei Bafternæ, nechst an den Dacis belegen. Auß diesen der aller bewehrtesten AusDie Wens thoren Zeugniß ist offenbahr/ daß vnter allen Teutschen die Wenden für die el-sein die testen Völcker zu halten/ Sintemal der Sclauen niemals darinn gedacht wird.cltesten. Derwegen wil ich mich hinfort dieses vralten vnnd bey angezogenen Scribenten

den sein

Wenn Berosus ges

nius Viter-

gar gemeinen Nahmen/ in diesem Buch vberal gebrauchen. Denn auch Tacitus vnd Plinius ( wie michs anfihet) beyde/ den gleichförmigen Nahmen dieses Volcksauß einem Brunnen/ Nemblich/ Beroso von Babylonien / der Chaldeer Priesster/ welcher derselben verlauffene alte Geschicht/ widerumb mit gemeiner Hülffeernewert/ vnd biß auff seine Zeiten außgeführet/ hergenommen. Er hat aber geschrieben bey Leben Alexandri Magni/ dessen warhaffte Historien sampt deroselslebt. ben Außlegung/ zu vnsern Tagen ein sonderlicher vnd fleissiger Nachforscher derF- Ioan. An- alten Geschichte/ von Viterb/ biß hieher erfüllet. Dieser Berosus setzet/ daß Noabenfis The- ein Vatter der newen Welt/ vor der Sündflut Cham/ Sem vnd Japhet: Nacholog. derselben aber mehr Söhne gezeuget habe/ vnter welchen der erstgeborner Tuiscon/Tuisconis ein Vatter aller Teutschen/ die vom Fluß Tanai biß an den Rhein wohnen/ denndeß Teuts dieser Strich wird groß Teutschland geheissen. Tuisconis Kinder seyn gewesen/Waters Mannus, Ingauon, Iftauon, Hermion, Marfus, Gambriuius, Sueuus, Wan-Binder. dalus, Hunus, Hercules, Teutanes, Diß ist der Teutschen erste Ankunfft vondem Tuiscone/ deß Noe Enckel. Mannus aber hat ihm bey allen das Lobgemachet/ Daß man noch heute zu Tag einen großmühtigen vnnd trefflichenHelden/ wegen feiner Tugend/ Mannum nennet. Was Ingeuon/ Istæuon vndHermion für Herrschafften vberkommen/ mag man beym Tacito lesen. Die

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