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Vorrede.
Marsi haben sich an der Elbe nidergelassen/ dauon etliche wenig vbergebliebene/ Mark.als da seyn die Dithmarschen / Cremper: vnd Wilstermarsen/ nicht weit/ da diesfer Fluß ins Meer fellt in nidrigen vnd sümpffigen orchen sich auffgehalten.Dahers von wegen deß feuchten vnd wässerigen Landes/ darinn sie wohnen/ nachder Sächsischen gewonheit/ noch heutigs Tages Marschleute geheissen werden.Von den Gambriuis weiß man nichts mehr man möchte denn die Sicambros, Gambrivon welchem die Francken am Rhein entsproffen von deren Stammen herdeu- ui.ten. Die Sucui seyn vnter den Teutschen gar wol bekandt. Die Wenden das Schwasuon wir nun handeln begreiffen in sich/ Reussen/ Polen Bohemen/ Dalmatien/ ben.Croatien die alle ein Volck/ wie ich hernach wil melden. Die Hunnen aber/ weil zunen.sie gleichen vrsprung von dem Tuifcone haben/ rechnen wir denen/ welche sie fürAsiatische Völcker außgeben/ zum spott vnter die Teutschen. Denn sie haben eingroß Regiment vnter dem Konig Attila( wie an gelegenem orth foll gesagt werden) in Europa gehabt. Jeht aber halten wir Herculem deß Tuisconis Sohn Hercules,für den dem dieser Nahmen zum ersten gegeben. Mit welchem Nahmen jrer vici/wie wir lesen/ wegen ihrer Tugend/ gechret worden. Dannenhero wol zu ermesssen/ was er für ein hochberühmbter Mann musse gewesen seyn/ nach dem so vielherrlicher Leute/ seinen Nahmen zu erlangen/ jhnen für ein sonderlichen Rhumbzugezogen. Diß aber/ daß Teuto deß Tuisconis Sohn gewesen/ verstehen wir Teuto,deflo lieber/ alldieweil das wort Tevtonum in der ganzen Welt dermassen gangsbar vnd gemein/ daß man daher alle Teutschen Teutones heiffet: Wiewol sonst Tanaisder Nahme Germania mehr in fich helt denn Teutonia, Darumb/ daß Germa- scheidernia vom Fluß Tanai biß an den Rhein hinan/ alle darzwischen gelegene grosse Asam voEuropa .
Landschafften/ darinn vielerley Sprachen: Teutonia aber nur die Prouingen be- Gränzengreifft/ die die einzige Teutonische oder Teutsche Sprache führen. Wir wollen des Teutsaber hieuon wider ab/ vnd zu den Wenden kehren/ von welchen ich dieses/ ihrer an- schengensfunfft vnd Alters/ von Wandalo dem ersten deß Tuifconis Sohn an/ in der kürze des.billich müssen anzeigen.
Sprach
Ferrner die menge dieser Völcker vnd ihre weite Herrschafften belangend/ das Wendischmit ichs nicht zu lang mache/ wollen wir zum gewissen beweiß desselben/ nur allein streckt sichihre Sprach ansehen/ welche denn zwischen den Reussen( die an sich selbst ein groß weit.Bolck) Polen Bohemen/ Dalmatien/ Hiftrien vnd vnsern Wenden einer maniervnd art/ vnnd nur in etlichen wenigen/ nach deme diese Länder näher oder weittervon einander gelegen, wie sichs wol zutregt/ geendert ist. Dergleichen vnterscheidin der Sprach wir auch in Teutsch: vnd Welschland finden/ ob wol die Nahmender dinge vberein stimmen. Mit der Römer Sprach die sie vorzeiten in Spanien vnd Franckreich gepflanzet/ von dannen sich dieselbe auch in Africa vnd Asia sehraußgebreitet/ hats ein andere Gelegenheit/ vnd kompt daher/ daß die RömischenBefelchhaber zugleich mit der Hersch: vnd Regierung auch die Sprach eingeführetvnd erweittert/ welches zuuor in Italia mit vertilgung der Ethruster vnnd andernItalianischen Völcker Sprach eben also geschehen. Dergleichen Herrschafft fodie Wenden/ Reussen Polen/ Bohmen/ Dalmatier/ vber andere/ die eine Sprasche geführt/ folten gehabt haben können wir nicht fürbringen. Vnd so je zu beweissen/ daß( so doch an ihm selber Sonnenklar) diese vorhergesette/ ein Volck vnnd Blonduseiner Sprach seyn/ soll vns Blondus/ jeniger Zeit Römischer Hiftoricus, der die ein fleißiAlten vber die massen fleissig durchgesuchet/ deffen gute Zeugniß geben. Den zu end ger erförsfeines achten Buchs im ersten theil führet er diese Wort: Wiewol Gregorius von Scher derder Sclauen einfall in Hiftrien nicht mehr schreibet/ dennoch haben wir eigentli-che nachrichtung/ daß dieselben Volcker/ welche vber der Thonaw hinweg wohnen/damals erst den vordern theil deß Lands am vorschoß deß Adriatischen Meers einsgenommen/ vnd fürter daselbst sich gesezt haben sollen/ daß also/ was vorhin Hisftria vnd Dalmatia/ auff diese Stund Sclauonia genennet wird. Doch habens Sclauosjhren ersten Siz an der Thonaw nicht ganz vbergeben/ sondern besigen vnter ei- nis
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