Buch 
Des Fürtrefflichen Hochgelahrten Herrn Alberti Krantzij VVandalia Oder: Beschreibung Wendischer Geschicht : Darin[n]en der Wenden eigentlicher Vrsprung, mancherley Völcker, vnd vielfaltige Verwandelungen, sampt dero vollbrachten großmechtigen Thaten, vnd was sie entweder vor Reiche angerichtet, oder auch zerstöret ... / Allen der Historischen Warheit liebhabern, erstlich vom Authore in Latein vorfertiget: Nun aber denen, so derselben Sprach vnerfahren, in Hochteutsch transferiret vnd vbersetzet, Durch M. Stephanum Macropum vom Andreaßberge
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Wendischer Geschicht/ das VI.Buch.

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dasLeder

nun dessen/ als gesagt/ Graff Adolphum gnugsamb verstendigt/ heelete er dochsolchs gar weißlich/ vnd thete dem Könige zum schein eine Dancksagung. So Das heißthoffisch gehts vnter den Leuten her/ daß wir denen die höher als wir/ schmeichten/ schmiereob wir schon wissen/ daß sie vns entgegen sein. Denn etliche muß man antragen/ das mandaß fie vns helffen/ etliche daß sie vns nicht schaden/ welchs die alten Römer durch gern brennen sehe.das Feber vnd den Kräß/ die sie in gezahll der Götter gerechnet/ wollen zuerkennengeben.Diß war eben die zeit/ darin Graff Adolph der erste zu hauß kommen/ demedaß er fünfftig von Herzog Heinrichen manchen stoß zuerwarten hatte/ hin vndwieder gute Freunde von nöthen waren.

Capit.

Proutand

vor hes

Je von Graff Adolph vnd Graff Bernhardt vorgenommene be; Dsxxxnlagerung vor Lübeck / ward starck von ihnen fortgeseßet. Herzog Heinrich Lübeckder Lewe verfamblete viel Volcks zu Stade/ vnd schickte sie die von Lübeck wird mitzu entsetzen/ die fuhren die Elbe hinauff/ biß gen Lawenburg/ da tratens zu Land/ Dolce vivnd zogen in der Ordnung nach Lübeck zu vnd traffen beyde Heer des Herzogen entfezzet.vnd Graff Bernhardten einander an zu Herenburg/ etwan tausent schrit vonLübeck / auff der Straß/ wenn man nach Razeburg hinaus reiset/ an welchem orthgedachter Graff sich gelägert/ vnd schlugen sich zusammen. Der Vater friegete Schlachewieder den Sohn/ Graff Bernhardt der alte wieder den Jungen/ welcher Graff renburg.Adolphen beystundt. Doch wiche der Junge/ vnd machte sich gen Ratzeburg . DieBürger zogen hinaus/ brachten allen seinen Prouiandt in die Stadt/ mit denender alte Graff fampt seinen Reutern vnd Trabanten/ an statt des Herzogen aucheinzog. Der Reuter/ die mit dem alten Graffen/ nach erhaltener Victory/ vnd abstreibung seines Sohns/ in Lübeck geritten/ sein an der zahll vier hundert gewesen.Weil es denn im ersten treffen so wol gelungen 7 fasseten die in der Stadt einenbessern muth/ vnd fielen auch hinaus auff die ander seit/ da die Holsteiner lagen.Diese hatten von Canuto Konig in Dennemarck hülffe bekommen/ daher sie desHerzogen Volck leicht zurück in die Stadt trieben. So erholete sich auch der Jun-ge Graff Bernhardt wieder/ vn kehrete auff seiner seit zu voriger belagerung. Diedrinnen wurden hart gedrenget/ vnd litten dazu schier hunger/ vnd waren jhnendie Reuter nichts nüße. Derwegen beschlossen sie sich aus der Stadt hinweg zu Die Renmachen/ aus vrsachen/ daß sie den hunger/ der täglichs zunahm/ mit ihren Pferden ter leichmehreten. Sie namen ihren Weg gegen Morgen hinaus/ da weder die Holsteiner Stadt.noch die Razeburger/ wegen der dazwischen gelegenen Morassen/ ihnen fondtenzukommen. Bernhardt der Junge sehend/ daß sein Vater mit den Reutern hinsweg/ stunde von der belagerung ab/ vnd machte sich mit etlichen fertigen Pferdenauff den Weg/ da sie herziehen mußten. Daselbst hielt er hinderm Busch/ vnd erlegt ihrer viel/ nam auch viel gefangen/ aber sein Vater fam vnbeschädigt daruon.Vnter den gefangenen waren viel Bürger von Staden/ dieselbe führte man gen BürgerSegeberg zu Graff Adolphen/ der eben franck lag. Solche fröliche Zeitung des von Staserlangten Siegs machete jhn wieder luftig vnd gesundt. Darauff begabte er die den gesfenglichSoldaten/ vnd ließ ihm die gefangene Stader schweren/ deren ein theil/ mit wel- gen Seschen er vnterredung hielte/ jhm zusagten/ daß sie jhm/ wenn er kähme/ die Stadt geberggeführet.Stade in seine Hände liefferen/ vnd viel lieber ihm dem Graffen/ als HerzogHeinrichen/ der viel zu streng/ dienen wolten. Vnd wie sie solche zusage mit ihremeyde bestetigt/ wurdens erlassen. Inmittelst berathschlagten die Bürger in Lübeck /wie den sachen zuhelffen.Etliche waren der meinung/ man solte sich Canuto Königin Dennemarcken ergeben/ auff das man in seinem Reich desto freyer handelndürffte/ viel neigeten sich zu Marggraff Otten. Doch gab man endlich denen bey Lübeck exfall/ welche sich dem Graffen zuergeben/ riethen. Darauff öffneten sie ihm/ auff gibt sichvorbeding ihrer Freyheit/ die Stadt/ vnd liessen alle die jenigen/ so bißher demfen zuHerzogen darinnen gedienet/ vnnd die Stadt geschüßet/ frey vnd sicher ab- Holstein.ziehen.

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