rade
Damen
***
the a
Wendischer Geschicht/ das VII.Buch.
221
ein ganz Jahr vber/ welchs er daselbsten zugebracht/ bey seinem König Woldesmaro sich nicht sehen lassen/ daher er dem Könige verdechtig worden/ doch auffvnterhandlung der Graffen/ ist er wieder zu gnaden kommen. Nicht vber langhernach ist Hardwicus der andere Erzbischoff zu Bremen / Todes verschieden.Vnd ob wol seine Kirch/ wie er noch gelebet/ groffen anstoß erlitten: seind doch dieauff sein absterben/ vnd als sie shres Hirten beraubet gewesen/ viel grosfere zerrüt. Thumbstungen darinnen erfolget. Denn wie man sich vber der Wahl nicht vereinigen herrn feinspaltig vafondte/ legten sich die Thumbherren darein/ vnd forderten mit einhelliger be- ber derwilligung der Clerisey vnd des Volcks/ den Bisschoff zu Schleswick/ Wol- Wahl eisdemarum/ der seiner langwirigen Gefengniß entledigt/ sich zu Bononien auff nes Ergaenthielte.
bischoffs,
Probst.
Leichwol waren etliche/ die sich von dieser Election oder viel mehr das 11.Postulation absonderten/ welche/ ob sie wol nichts dagegen sagten/ gaben Capit.sie doch mit ihrem langen verzug gnug zuuerstehen/ daß sie nicht damit zufrieden. Von diesen war der eine Burchardus Ober Probst/ mit etlichen die Burcharsjhm anhengig. Die Thumbherren aber zu Hamburg / so wegen des Königs Wol- dus/demari/ der die Stadt vnter sich hatte/ verdechtig waren/ wurden gar nicht darzu erfordert. Deßwegen sie sich ihrer verachtung halber/ hefftig wieder solchePostulation aufflegten/ mit fürwenden/ die shrige were noch die Mutterkirche/dauon das Erzbisthumb seine Hoheit herhette/ drumb es zumahln vnbillich were/daß man ihre Glieder in der Wahlvberschlüge vnd vorbey gienge. Die zu Bre men schickten ihre stattliche Gesandten/ so wol von der Clerisey/ als von derStadt/ an Herrn Woldemarn gen Bononien/ vnd gaben ihm die beschehene Posftulation/ wegen seiner/ des Woldemari Person/ zuerkeñen. Darauff machte er sichmit einer anzahl Diener fertig/ vnd Præsentierte sich mit dem Gezeugniß derKirchen zu Bremen / für dem Apoftolischen Stul beym Pabst/ welcher den Postu-lirten Herren/ dauon er gute wissenschafft hatte/ daß derselbe vom KöniglichenGeblüte hert entsproffen/ gar freundtlich vnd wol empfienge/ wünschte ihm auchdaneben glück/ daß er nach so vielem außgestandenem Elend/ eine stette/ die seiner/Standes gebühr nach/ wol würdig/ im Erzbisthumb gefunden. Doch licß er dieConfirmation vnd bestetigung/ biß er der fachen/ weil sie wichtig/ etwas nachge-forschet/ beruhen. Mitlerweil gelangten die Abgesandten der Thumbherren vonHamburg zu Rom an/ die wiederfochten solche Postulation/ daß sie nicht recht/vnd ihren Statuten gemeß. Darju kam auch Königs Woldemari Legat/ Petrus PetrusProbst zu Roschildt/ jedoch ohne offentlichen schein vn vollmacht zur sachen( welche Probst zuer fürgab/ daß sie ihm vnter wegens von den Reubern genommen were) gleichwolsetzte er sich der vorgemelten Postulation auch nach allem vermögen entgegen/ vndvermahnete den Pabst des Eyds/ den Woldemarus dem Könige geschworen/ daßer sich gänzlich vorziehen/ an feinem orth/ da shn der König verdechtig haltenkondte/ niederzulassen. Denn er hatte jhm/ demKönige/ vnlangst wegen des Reichszugesetzet/ drumb daß er so wol als der andere Woldemarus vom KöniglichemGeblüt vnd Geschlechte zu Dennemarcken/ nemblich von dem Canuto/ der mieBuenone/ vnd dem ersten Woldemaro das Reich getheilet/ hergeborn/ dauon ich undin meiner Dähnischen Historien bericht gethan. Auff solchs hat der Bapst Wolodemarum etliche tag zu Rohm bey sich behalten/ biß hierin weiters/ nach rath seiner od mochtCardinal verordnung geschähe. Wie sich nun Woldemarus dergestalt bestricketfahe/ schiedt er ohn vrlaub aus der Stadt/ vnd verfügte sich zum Römischen Kösnige Philippo/ welcher dazumahln mit Ottone dem vierdten Leonis Sohn wegendes Reichs streitig war/ der schickte jhn ehrlich begleitet gen Bremen / da sie jhn mitgroffem frolocken auff vnd annamen. Aber der Pabst schickte seine Brieffe an alle thut denKirchen im Teutschlandt/ vnd zeigte ihnen an/ daß er Woldemarum wegen Postulirsfeines vngehorsams in den Bann gethan. Welchs bey denen zu Bremen lange ten Bisverborgen blieb/ denn niemandt dürffte ihnen des Pabstes Brieffe bringen/ den bana,
biß
Rodta
Schildt.
Wanne
Boa
DerPabst
schoff in