Buch 
Des Fürtrefflichen Hochgelahrten Herrn Alberti Krantzij VVandalia Oder: Beschreibung Wendischer Geschicht : Darin[n]en der Wenden eigentlicher Vrsprung, mancherley Völcker, vnd vielfaltige Verwandelungen, sampt dero vollbrachten großmechtigen Thaten, vnd was sie entweder vor Reiche angerichtet, oder auch zerstöret ... / Allen der Historischen Warheit liebhabern, erstlich vom Authore in Latein vorfertiget: Nun aber denen, so derselben Sprach vnerfahren, in Hochteutsch transferiret vnd vbersetzet, Durch M. Stephanum Macropum vom Andreaßberge
JPEG-Download
 

Das IX,Capes.

Big zuDennesmard

für die

band.

276

Alberti Cranzij

auffe Fest Marien Magdalenen/ vnnd geben alsvann Almofen. Die PredigerMünche richten alsdenn auch ein stattlich Pancket an/ vnd bitten die vornembstenin der Stadt zu gaste/ schencken auch den armen miltiglich/ vnd sein bey ihrer gesrühmbten Armuth reiche Herren.

ist der Stadt Lübeck mit dem Schwerdt erworbene Freyheit/der Keyser hat sie zwar eximirt/ vnd zur Gemeinschafft der Reichs Städte auffgenommen/ hat aber niemahls die Waffen für ihre Freyheit gezückt/ sondern sie selbst haben dieselbe jhnen mit ihren schwerdtern vnd der benachbarten hülffe/ von den Dähnen erworben. Man sagt/ der König zu Dennemarcken/ wie ihn der Graff von Schwerin derGefengnis( dauon ich in meiner Sachsen Chronick geredet) erlassen/ hab ein Eydt geschworen/ er wolle nimmermehrwieder in Nordalbingen kommen/ welchs er gleichwol nicht gehalten/ sondern imDer Ros folgenden jahr/ dauon wir jetzt schreiben/ einen groffen hauffen zur vnzeit in Holstein geführet. Gleichwol hat er noch so schlechts nicht ruhen können. Denn imJahr hernach ist er abermahls mit feindlichem Heer in Holstein gerücket/ dasnimpe de schloß Reinholdsburg( das man mit furterm nahmen gemeiniglich RendesburgBrieg on nennet) welchs der Schlüssel zum landt vnd das Grankhauß ist/ belägert. Graffgludselig Adolph zu Holstein/ vnd Heinrich Graff zu Schwerin / begegneten ihm mit etdern mal lichen wolgebugten volck/ hierzu machte ihnen des Graffen vorhergangne Gefensnis/ so wol auch der daraufferfolgte mechtige Sieg/ wieder ihn ein here. Ihrenzug stelltens also an/ daß sie vber das Gefümpff her den Dähnen auff den Rückenkahmen/ vnd als es zum schlagen gerieth/ musten die Dähnen weichen/ vnnd dieBelagerung verlassen/ darüber noch etliche gefangen/ vnd etliche hernieder gefelslet wurden. Nichts weniger kehrete sich der König noch mit demselben hauffennig firaffe gegen Dithmarschen / vnd rachete sich an dem abtrunnigen volcke/ die im hefftigesdie abs sten streite jre trew vnd gelübde gebrochen/ vnd zu den Feinden gefallen waren/ vndtrannige blieben viel von den Dithmarschen im Stich. Von dannen führte er das Heerfür Jheho/ Aber daselbst litte er von den Holsteinern/ die allenthalben dahin zufammen lieffen/ ein wenig Schaden. Vnter des fertigten beyde Graffen Adolphus vnd Henricus eine stattliche Bottschafft ab an Albertum Herzogen zu Sachfen/ daß er kahme/ vnd seine gehorsame willige Vnterthanen die Nordalbinger inSchutz auff: auch seines Gebieths alte Gränzen Raßeburg/ vnnd Lawenburgwiederumb zu sich nähme/ welche/ weil sie bißhero in des Königs hånden gewesen/hattens bey solchem vmbschlag des Glücks/ nach ihrem alten Herren ein verlangen. Er der Herzog schlug solche anwerbung nicht aus/ sondern was sein Vaterzuuorn aus Käyserl. begnadung empfangen/ dasselbe zog er jetzt wieder nach sich.Nierzwischen reisete der König mit einem mechtigen hauffen durch Holstein/ vnndweil die Holsteiner niergend zum Streit erscheinen wolten/ plünderte er das Landberg vom vnd belägerte das veste Schloß Segeberg / vnd richtete zu eröberung desselben/ dasRonige gegen eine andere Schanze auff/ wie ihm aber sein Anschlag fählete/ kehrete erbelägert, wieder in sein Reich.

Der Roe

Dithmar

фен,

Segee

Das X.Cap.

Dem Ros

sige falle

alle ab ob

gen.

ER zeit war auch die Stadt Demyn in Ober Wenden/ ontermKönige zu Dennemarcken/ der seine Besagung darin liegen hatte: Danun die Bürger höreten/ daß der Dähnen glück vmbgeschlagen/ vnd nichtne die allein Lübeck / sondern auch gans Nordalbingen des Königs Joch von sich geworfen/ gedachten sie auch auff ihre vorige Freyheiten. Su.hten verwegen bey denbenachbarten Wenden ihren Landsleuten an/ vnnd fielen hauffenweis in die Bessasung/ vnnd haweten sie entweder Hernieder/ oder stieffen sie zur Stadt hinsaus. Von dem tage an blieb weiters nichts in des Königs Gehorsam/ außgenommen Rügen / welchs Jarimarus mit seiner vorsichtigkeit in ruhe vnd vnterdes Königs gewaldt erhielt. Als nun die newe stadt amGestaden des Meers gegenRügen vber belegen/ allgemach auffwuchse vnd zunam/ sekten sich darinnen viel

Sachs

6

ha

Dar

Gt

Bar

fre

MOTOT

Dert B

th

derta

penf