Das IX,Capes.
Big zuDennesmard
für die
band.
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Alberti Cranzij
auffe Fest Marien Magdalenen/ vnnd geben alsvann Almofen. Die PredigerMünche richten alsdenn auch ein stattlich Pancket an/ vnd bitten die vornembstenin der Stadt zu gaste/ schencken auch den armen miltiglich/ vnd sein bey ihrer gesrühmbten Armuth reiche Herren.
Iß ist der Stadt Lübeck mit dem Schwerdt erworbene Freyheit/der Keyser hat sie zwar eximirt/ vnd zur Gemeinschafft der Reichs Städte auffgenommen/ hat aber niemahls die Waffen für ihre Freyheit gezückt/ sondern sie selbst haben dieselbe jhnen mit ihren schwerdtern vnd der benachbarten hülffe/ von den Dähnen erworben. Man sagt/ der König zu Dennemarcken/ wie ihn der Graff von Schwerin derGefengnis( dauon ich in meiner Sachsen Chronick geredet) erlassen/ hab ein Eydt geschworen/ er wolle nimmermehrwieder in Nordalbingen kommen/ welchs er gleichwol nicht gehalten/ sondern imDer Ros folgenden jahr/ dauon wir jetzt schreiben/ einen groffen hauffen zur vnzeit in Holstein geführet. Gleichwol hat er noch so schlechts nicht ruhen können. Denn imJahr hernach ist er abermahls mit feindlichem Heer in Holstein gerücket/ dasnimpe de schloß Reinholdsburg( das man mit furterm nahmen gemeiniglich RendesburgBrieg on nennet) welchs der Schlüssel zum landt vnd das Grankhauß ist/ belägert. Graffgludselig Adolph zu Holstein/ vnd Heinrich Graff zu Schwerin / begegneten ihm mit etdern mal lichen wolgebugten volck/ hierzu machte ihnen des Graffen vorhergangne Gefensnis/ so wol auch der daraufferfolgte mechtige Sieg/ wieder ihn ein here. Ihrenzug stelltens also an/ daß sie vber das Gefümpff her den Dähnen auff den Rückenkahmen/ vnd als es zum schlagen gerieth/ musten die Dähnen weichen/ vnnd dieBelagerung verlassen/ darüber noch etliche gefangen/ vnd etliche hernieder gefelslet wurden. Nichts weniger kehrete sich der König noch mit demselben hauffennig firaffe gegen Dithmarschen / vnd rachete sich an dem abtrunnigen volcke/ die im hefftigesdie abs sten streite jre trew vnd gelübde gebrochen/ vnd zu den Feinden gefallen waren/ vndtrannige blieben viel von den Dithmarschen im Stich. Von dannen führte er das Heerfür Jheho/ Aber daselbst litte er von den Holsteinern/ die allenthalben dahin zufammen lieffen/ ein wenig Schaden. Vnter des fertigten beyde Graffen Adolphus vnd Henricus eine stattliche Bottschafft ab an Albertum Herzogen zu Sachfen/ daß er kahme/ vnd seine gehorsame willige Vnterthanen die Nordalbinger inSchutz auff: auch seines Gebieths alte Gränzen Raßeburg/ vnnd Lawenburgwiederumb zu sich nähme/ welche/ weil sie bißhero in des Königs hånden gewesen/hattens bey solchem vmbschlag des Glücks/ nach ihrem alten Herren ein verlangen. Er der Herzog schlug solche anwerbung nicht aus/ sondern was sein Vaterzuuorn aus Käyserl. begnadung empfangen/ dasselbe zog er jetzt wieder nach sich.Nierzwischen reisete der König mit einem mechtigen hauffen durch Holstein/ vnndweil die Holsteiner niergend zum Streit erscheinen wolten/ plünderte er das Landberg vom vnd belägerte das veste Schloß Segeberg / vnd richtete zu eröberung desselben/ dasRonige gegen eine andere Schanze auff/ wie ihm aber sein Anschlag fählete/ kehrete erbelägert, wieder in sein Reich.
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Das X.Cap.
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ER zeit war auch die Stadt Demyn in Ober Wenden/ ontermKönige zu Dennemarcken/ der seine Besagung darin liegen hatte: Danun die Bürger höreten/ daß der Dähnen glück vmbgeschlagen/ vnd nichtne die Rü allein Lübeck / sondern auch gans Nordalbingen des Königs Joch von sich geworfen/ gedachten sie auch auff ihre vorige Freyheiten. Su.hten verwegen bey denbenachbarten Wenden ihren Landsleuten an/ vnnd fielen hauffenweis in die Bessasung/ vnnd haweten sie entweder Hernieder/ oder stieffen sie zur Stadt hinsaus. Von dem tage an blieb weiters nichts in des Königs Gehorsam/ außgenommen Rügen / welchs Jarimarus mit seiner vorsichtigkeit in ruhe vnd vnterdes Königs gewaldt erhielt. Als nun die newe stadt amGestaden des Meers gegenRügen vber belegen/ allgemach auffwuchse vnd zunam/ sekten sich darinnen viel
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