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Four Col
denWens
nach erős
berung
Wendischer Geschicht/ das VII. Buch. 227Sachfen/ also das sie der Sprachen vnnd sitten halber vorlengst Sächsisch ist/ Die Sachwelchs/ wie wir sehen/ auch zu Lübeck vnd Rostock den beyden herrlichen Städten jen ziehendesselben Landes geschehen. Denn ob wol der grund vnd boden Wendisch ist doch bischender Wendische Nahmen bey ihren Einfömlingen/ den Sachsen dermassen ver- nahmenhasset/ daß sie in shren Zunfften vnnd Geselschafften keinen leiden/ der nicht vonteutschen Eltern geborn/ ja es müffens die jenigen bey ihremEyd: erhalten/ die sie des landsDarcin nemen. Woran der Wendischen Nation eine grosse schmach beschicht/ die gar einejres Vaterlands verstossen/ also in der jrre leben vnd schweben/ vnd ihrer GeburtsStädte beraubet sein muß. Derwegen sein shrer viel( wegen der schweren dienstsbarkeit/ die man ihnen auffgeleget) daruon gelauffen/ vnd vnter die Sächsischenvolcker sich vermenget/ wenig aber beym Ackerbaw vnter dem grawsamen Tribueverharret.Gleichwol ist der Titel bey den Fürsten verblieben/ vnd nach ihren todlichen Abgang in der nächsten Succession auff die Meckelnbürgischen Fürften vererbet/ welche noch heut das Land/ so den Wendischen Nahmen führet/ jnane haben. Es ist aber diese durch ganz Europam weit außgebreitete Nation deramaffen zusammen getrieben/ daß sie ihren alten herrlichen vnnd mechtigen Nah-men niergends mehr als nur im selben Winckel der Welt erhalten. Es sein nochFürsten altes Wendischen Stammens in shren Herrschafften/ Imgleichen derAdel in jhren väterlichen Meyerhofen vnnd sigen vbergeblieben: Aber die armenBawersleute welche für dem schweren Joch geflohen/ sein allein hin vnnd her versStrewet/ haben jren Acker fahren lassen/ vnd sein vnter frembden volckern/ jres vr de heissensprungs nicht bekandt gewesen. Das macht die verachtung/ vnd ist niemand von ist heurejnen/ ohn allein den die sprach vorzath der sich zu diesem volck/ dz doch heutigs tagsals angezeigt/ in der Christenheit sich sehr weit ergoffen vnd außgebreitet/ bekennet. Warumb wolte man sich aber des Wendischen vrsprungs schemen/ da doch diefer volcker vorfahren so mechtige thaten in Franckreich/ Hispanien vñ Africa versrichtet/ vnd noch täglichs in Reuffen/ Polen / Bohemen/ Dalmatien/ Histrien/ond Bulgarien / die alle ein voick sein/ wie solchs die Sprach außweiset/ verrichsten? Dauon wir droben geredet.
Ein Wen
ein grosse
Schande.
VNcelinus/ also nach seinem Vater genennet/ erlangte nach Das x1,Dessen absterben die Graffschafft Schwerin / damit jhn Herzog Heinrich Cap.
-flatt Mer
der Lewe wege seiner dienste begnadet. Diefer wie er fähe/ dz die stadt Me Gunceliskelnburg vnbevestigt vnd ihrer grösse allermeist aber ihrer lenge nach mit keiner nus erbasmawr oder wall fondte eingefangen werden/ fieng er näher beym Meer eine ander wet anstadt anzubawen/ die er Wißmar ( nicht weiß ich wohers den nahmen bekommen) ge delaburgnenet. Wenn ihr die Latiner den nahmen gegebe hetten/ wolte ich erachten/ es hieß dieStadeCißmar. Nun aber die Sachsen den grund gelegt/ bleibts ongewiß/ woher der nahWißwar.me gezogen. Doch hab ich wol von andern gehöret/ Wißmar sey ein Wendischernahme. Vnd kan vielleicht ein adelicher Man aldar gewohnt/ vnd ihr diesen nah- Sächsischmen gegeben haben/ daß sie von Wißmaro/ Wißmaria/ gleichsam Rohm von EinwohsRomulo genennet worden. In diese Stadt fein viel Sachsen zuwohnen gezogen/ net surWismat.vnd haben sich in kurzem so gemehret/ daß sie die gedechtnis der alten Stadt Me-ckelnburg/ von welcher die Meckeinbürgischen Fürsten den Titel an sich genommen/vnd den Obotritischen Nahmen abgeleget/ gang vnd gar vertilget vnd außgerotstet. In gemelter Stadt hat ehemahls Canutus Herzog zu Schleswig ein sehrguter Herz/ von Königlichen Dennemarckischen geblüthe hergebohrn/ regiert/ zuden zeiten des letzten Keysers Lotharij aus Sachsen / daß wir droben an seinemorch angemeldet. Damahls schrieb man nachChristi Geburt Tausend zweyhuna 23 8.dert acht vnd dreissig jahr. Das erste Kloster in Meckelnburg haben die WiederSpenstigen Wenden fampt demSchloß vber einen hauffen geriffen. Es sein aber hinvnd wieder im lande nicht wenig andere Jungfern Kloster erbawet/ die den Absgang desselben stattlich ergänzet,
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