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Des Fürtrefflichen Hochgelahrten Herrn Alberti Krantzij VVandalia Oder: Beschreibung Wendischer Geschicht : Darin[n]en der Wenden eigentlicher Vrsprung, mancherley Völcker, vnd vielfaltige Verwandelungen, sampt dero vollbrachten großmechtigen Thaten, vnd was sie entweder vor Reiche angerichtet, oder auch zerstöret ... / Allen der Historischen Warheit liebhabern, erstlich vom Authore in Latein vorfertiget: Nun aber denen, so derselben Sprach vnerfahren, in Hochteutsch transferiret vnd vbersetzet, Durch M. Stephanum Macropum vom Andreaßberge
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D; XXXII

Cap.Heinrich

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Alberti Crankzij

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haben brewen/ vnd zur stund erwürgen lassen. Es war aber dieser König seinemBater an Tugend nicht allerdings gleich/ vnd deßwegen bey vielen/ die des vorisgenFrombkeit an ihm nicht spürten/ verhaffet.

Jerauffward Henricus Fürst in Kärndten/ der sich zu Prage verhielt/ zum Könige in Bohemen erfohren. Dagegen trieb Keyser Albertus/dem von Adolpho dem Mitlern zum Reich war verholffen werden/ HenrisBarndten cum mit gewalt aus/ vnd setzte seinen Sohn Rudolphum zum Könige hinein/ vndwird Ros ließ sich gesinnen/ das Königreich were vermüge der Römischen rechte/ so wol derBöhmen . Könige gewohnheit/ nach tode Wenzlai/ der keine männliche Leibs erben hinder

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sich verlassen/ nach Lehenrecht an ihn den Keyser/ hinwieder verstorben. Es ist asber Rudolphus ftracks im ersten Jahr seines Reichs dahin gefallen/ vnd gedachterHeinricus wiederumb zum Regiment vnd Reich kommen. Denn Keyser Alber-tus war jetzt auch dahin/ vnd von seinen eigenen Blutfreunden erstochen/ welchesfich also zugetragen/ Rudolphus/ Keysers Rudolphi Sohn/ vnd Keysers Albersti leiblicher Bruder/ freyete des Königs Wenklai Tochter/ deß JüngernWenklai Schwester Agneten/ mit dieser zeugete er einen Sohn/ des NahmensJohannem geheiffen. Dieser dienete dem Keyser seinen Bettern lang im Kriege/vnd verdroß ihm/ daß/ weiler/ sein Vetter/ dem einen diß/ dem andern jenes ver-ehrete vnd schanckte/ jhn/ seinen Neffen allzeit allein vorbey gienge/ vnd diese jhmegeleistete dienste/ nirgends mit keinem Lehen im Reich/ oder sonsten vergelten tha2.Albers te. Solches machte den kühnen Jüngling hisig für der Stirn/ daß er aus gefastus von sten zorn/ Keyser Albertum/ wie er am Rheinstrom wolte durchziehen/ vnnd sich27effen er zum besten mit den Harnisch nicht verwahret/ erftach/ vnd darvon rennete. Herwürget, nach gerewete jhm die That/ vnd zog nach Rohm/ auff das er daselbst seiner greus

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lichen mißhandlung vor Gott vnd den Menschen gnad vnd vergebung müchte erslangen. Der Bapst verweisete ihn an den Keyser/ daß er nach desselben Erfántnißgnugsame buß dafür thate/ dieser war Heinrich der siebend von Lüßenburg. Alsnu Johannes sich bey ihm voriger vrsachen halber/ vnd das in der Bapst gesand/angegeben/ legte ihm der Keyser/ in erwegung der abschewlichen that/ vnnd das crsich nicht allein an seinem Oberherren/ sondern an seinem nächsten Blutsfreundvergrieffen/ zur firaff auff/ das er solte die Waffen vnd den Weltlichen Standthinfüro angeben/ vnnd in den Einsiedler Orden des H. Augustini treten/ vnd solange er lebte/ der Busse volthun/ dem er auch willig nachgelebet. Denn er wußtewol/ daß er doch niergend in der Welt/ für so grimmigen haß/ der mächtigstenHerren sicher könte bleiben. Keyser Heinrich aber sahe Heinricum den Fürfien inElisabethKärndten/ vngern in Bohemen regieren. Forderte derwegen Elisabethen/ des le-Böhmen ten Wenklai Tochter aus dem Reich/ vnd gab sie seinem Sohn Johanni/ cinemvons Bos feinen Jüngling/ zu Speyer zum Gemahl/ vnd schickte ihn mit einen gewaltigeneingenoa Beug in Bohemen/ die zwungen Henricum nach eroberung der Stadt Prag / welche er innen hatte/ daß er mußte flichen/ vnd sich in sein Karndten packen. Bey diesfem geschlecht ist Böheme etliche glieder nach einander biß auffinzige zeit verblieb.

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XXXIII.Capit.Dorsawvon den

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NObotriten landt/( das ist Meckelnburg heiffet) war damahluam innern einwich des Meers/ welches aus der rechten See/ einen groffenoftrich ins Land gehet/ dem ein anderer Fluß mitten aus dem Lande entgegenLübschen leufft ein Schloß Dorsaw genennet/ belegen/ vnd ist noch heutigs tags daselbst eingeringes Stadtlein des nahmens vbrig. Diß Schloß stundt damahls dem Grafsfen zu Holstein zu ongewiß mit was rechten/ ob ers gewunnen/ oder obs shm versJohanes bündniß halber eingereumpt/ oder ob ers mit seine gelde etwan erkauffet. ImselbigeGraff in gaben die Einwohner vnd Wächter den öffentliche straussenräubern vnterschleiff/der raus vnd hielten sie auff. Das wolte Johannes Graff in Wagern/ Adolphi des heiligenber feind, Sohn nicht leiden. Vnd wie er sie auff eine zeit hierüber im hinan reiten betraff

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