Wendischer Geschicht/ das VII.Buch. 245
um/ dz sie
ben.
brennet,
hernach
that er befehl das man den Wächter solte für Gericht fordern/ vnd ihm den halfabhawen. Gleichwol da er hinweg/ wards darumb nicht besser. Die Bürger zuLübeck / wie nicht weniger der Obotriten Fürst Johannes/ den man damahln/nach gewohnheit der Wendischen Sprach/ Knese Janike nennete/ war hieraufffehr erbittert. Johannis Sohn/ Henricus/ der hernach auff der reyse zum heyligenLande/ vnter den Sarracenen lang gefangen gewesen/ war eben zu Hauß beymVater. Die beyde beredeten sich mit den Lubischen/ vnd verbunden sich zusammen/das Schloß herunter zuwerffen/ vnd zuschleiffen/ wie sie dann auch einträchtigsGemüths/ vnnd mit gefampter hand diefes ins Werck gestellet/ vnd dasselbige ingrund gerissen. Fürther gaben ehegemeldte Fürsten den Lubischen ein Privilegium/ Lubischdz sie des wassers von der See an/ auff etliche meil wegs/ vber gedachten StädtleinPrivilegihinauff gebrauchen müchten/ vnd das niemand in Ewigkeit macht haben solte/ an von Jobeyderseits Gestaden desselben Wassers/ so wol auch an gewissen Gränzen jegt>hanne hagemelten Stadtlins einig schloß oder Vestung zuerbawen. Zu dieser Zeit ist die neswe Stadt Wismar in Fewer angangen vnd außgebrandt/ darumb man hernach Wismatdie Häuser von Steinen gemawret. Welchs fast mit allen Städten sich also zu- außgesgetragen/ daß sie herzlicher nach dem Brandt gebawet worden/ die sonst wol in denla alten armen bawrischen/ vnd geringen wesen blieben weren/ wenn sie nicht das fewrjhre Häuser beffer zuverwahren/ genothdrenget. Vmbtrent dieses/ kahm Cardi- Cardinalnal Guido/ den der Bapst etlicher jrrungen halber/ zwischen dem Könige zu Dis Guido/janemarcken/ vnnd Bisschoff zu Lunden hinzulegen/ ins Reich abgefertiget/ in Bapst/Teudtschlandt/ vnnd richtete darin viel nüklicher ding an/ die noch zufinden. Er thutDensschiffete aber von Lübeck ab in Dennemarck/ vnnd bemühete sich gar sehr/ daß er in denden Bischoff seiner Gefängniß darein jhn König Erich geleget/ müchte loß mas Bannchen. Wie ers nun nicht fondte erhalten/ eylete er wieder herauß/ vnd thate denKonig in den Bann/ vnd verboth das H. Ampt durchs ganze Reich. Derselbe Le-gat ward hernacher noch Bapst/ vnClemens der Vierdte genennet/ vñ stieg durchalle grad zu solcher dignitet vnd hoheit. Erstlich war er im Rechten der höchstgeachtest Advocat im Parlament des königs zu Franckreich/ vnd hatte damahls Weibvnd finder. Nach todt seiner Frawe ward er Biffchoff zu Potiers/ folgendsErkbisschoff zu Narbon/ fürther ist er Cardinal zu Sabin worden/ immittelst deffen hat Sabin.er zwey Legationen in Engelland vnd Dennemarcken verrichtet/ vnd ist in seinemabwesen/ auff absterben Vrbanizan deffen stått zum Bapst erwöhlet. Derselbe wie Conradiserfahe/ das Conradinus Keyser Friedrichs des andern Enckel/ von vielen/ die sich mus. sugünstig gegen ihm anstelleten/ verleitet/ vnd in Italien vmbher geführet wardt/ sol Schwabeer sich vber seinen fünfftigen vnfall sehr erbarmet/ vnd zu den vmbstehenden gesagehaben: Er wird gewißlich vnwissend wie ein Ochß zur schlachtbanck geleitet d; als gerichtet.so ergangen. Denn er ward mit dem H.von Osterreich / von dem fönige in Francksreich gefangen/ vnd durch nachlässigkeit der Römer mit dem Schwerdt hingerich-tet. Dieser Carolus Graff in Provincien/ hat auff anruffen des Bapsts wiederManfredum Keyfer Friderici Bastarden das königreich Sicilien erhalten.
ham noter
nemarc
Potiers.Marbon.
mit dem
schwerdte
Ohannes einer von des Burewini Enckeln/ Heinrici der vor sei XXXIIII.Cap.nem vater gestorben/ sohn/ hatte wiederumb einen fohn/ auch Heinricum ge; Johanesheiffen/ derselbe rüstete sich mit zu dem zuge nach dem H.lande/ welche bapft wird 26,Gregorius der zähend außschrieb/ empfieng das Creuk/ vnd gelangete dariñen mit Zeyden=jar in derandern an/ im tausend zweyhundert vnd sechs vnd siebengigsten Jahr. Vnd als er schafft geeines tags in der Gesellschafft auff die Beuthe außzog/ ward er von des Sultans fangen gehalten.friegßvolck erschnapt/ vnd ganger 26.jahr( das denn ein grosses theil ist menschlis 126ches lebens) ins gefängniß gehalten. Diß war jm eine vnglückliche reise/ vnd giengallen todten/ die er vmb des Herren willen leiden können/ oben. Sein gemahl Anas Anastasiastasia/ dieser dinge vnwissend/ sahe wol dz andere wieder zu lande schlugen/ die shegleichwol keine eigentliche Zeitung von ihrem Herren brachten/ lebte derwegen inzweiffel/ ob er wieder kommen würde/ oder nicht. Sie hatte zwar wol gehöret/
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