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Wendischer Geschicht/ das VII. Buch.
durch list
bert,
255vnd stehet in den Meckelnburgischen verzeichnissen / denen man b llicher gleubet/hievon also: Nach dem Heinrich der Vater erschlagen/ ließ es ihm Nicolaus/Johannis erstgebohrner Sohn/ zum nächsten angelegen sein/ seines Vatern brusders Todt/ an seinen Vettern zurächen/ vnnd nam der Todischläger Vestungen/so viel er deren mächtig werden kondte/ vornemblich/ Schwaen Lawe vnd Warneein. Vnter deß starb Nicolaus der eine Vatermorder. Heinrich Fürst zu Mekelnsburg mengte sich mit in die sach/ vnd weil das Land gleichsam preiß vnd zu rauben offen stundt/ wolte er auch ein stück davon haben. Zu Rostock wurde durch be: Bandlagfürderung Wißlai des Rügischen Fürsten/ vnd Bugißlai Herzogen zu Stettin / suRostockhierüber handlungen fürgenommen/ dieweil der Todtschläger vmb das seine forderte: Dagegen sagte Nicolaus: Er/ als ein Vatermorder were der Successionvnd Besihung des Landes nicht würdig. In solchem Gezanck schied man von ein-ander. Nicolaus entran aus der Stadt/ wiewol sie verschlossen/ vnd kahm beynächtlicher weil gehn Güstraw. Dem folgete der eine Friedenshändler/ Fürst zuDer RügiRügen/ vnd ward für einen Feind von Nicolao gefangen. Barnechst reuffien fche Fürstfich Nicolaus vnd Heinricus zu Meckelnburg/ vmb des thaters landt. Nicolaus gefangen.gewan/ vnd friegete viel gefangen. Von dannen zog er mit seinem Kriegsvolckvmbher. Jekund ließ sichs ansehen/ als were Heinricus auff des Todtschlägers seitgetretten/ jedoch vergaß er dabey seines vortheils auch nicht/ vnnd nam hinwiederviel Städt vnd Schlosser ein. Die Stadt Warne bekahmen die beyden Heinricidurch list eines Münchs/ der ihnen den Abdruck der Schlüssel in Wachs zuges Warneschicket. Nicolaus stürmete die Stadt/ von Röbel vnnd Plawen vom See/ einesmünvnnd der Reusse zu Lande/ vnd bekahm also die Stadt wieder/ sampt allen die das ches erosrinnen in der Besatzung lagen/ gefänglich zuhanden. Hernach ward die Sachezwifchen Nicolao vnd Heinrichen den Meckeinburgischen Fürsten vertragen/ derTodtschläger aber verblieb seinem Verdienst nach/ im elenden stande/ vnd starbohne Kinder. Als auch vmb diese zeit Herzog Wilhelm von Braunschweig/ derkaum seine viergehen Jahr erreichet/ verstorben wolten seine beyden Brüder/ Streit.Heinricus vnd Albertus/ die länder vnd güter vnter sich theilen. Heinricus der ål- wegenderteste/ besaß vorhin die Herzschafft Einbeck vnd Herzog Albrecht das land zu Göt tingen / vnd hatten sich dergestalt vorher zu Braunschweig vntereinander vertrasgen./das Wilhelm der Jungeste Bruder/ des Vatern Besitz zu Braunschweig /sampt dessen angehör haben vnd behalten solte. Diese Theilung hat eine ganzeGernein eingewilliget/ vnd die sämptlichen Gilden mit vnterschrieben. Aber dieservertrag ward durch vorbesagtes Herzogen Wilhelmen vnzeitigen todt ganz versnichtet. Der Gildebrüder Meister wolten Heinricum den ältern wiederumb in dieStadt haben/ wie sie ihn dann auch schrifftlich erfordert/ vnangesehn/ das es dergangen Gemein nicht mit/ vnd zuwieder/ als die Alberto seiner zucht vnd geschick-ligkeit halber mehr zugethan vnd gewogen waren. Derwegen/ nach dem HerzogHeinrich die Stadt allbereit berennet/ vnd sich darinnen gesetzet/ auch eine grossemånge Bolcks/ auff verleithung der Gildemeister sich zu ihm geschlagen/ kahmAlbertus in der Nacht( entweder das es der Rath drinnen also angeftifftet/ oder Braunsdoch gern geschehen ließ/) durch das Newstädter Thor/ vnnd nahm an statt Schweigdes Schloffes das Rathhauß ein. Heinricus erhub sich balde aus dem Staube/ brechtenvnd packte sich davon. Wie nun Albertus der Stadt sich ganz gemächtigt/ ließ er eingenosdie Gildenmeister gefangen nemmen/ davon wurden Vierzig aus der Stadt vor men.bannet/ vnd zwölffe von den årgesten zum Tode verurtheilet/ aus denselben entsran gleichwol einer/ das ihrer eyiff blieben/ denen allen ward die Kahle abgestoche/vnnd den einen aus Barmherzigkeit der Halß abgehawen. Wiewol aber diesses nicht zu den Wendischen sachen dienlich: dennoch/ weils die zeit mitsbringet/ habe ichs dieses Orths mit anzichen
wollen.
Viij
Als
theilung.
von.Al