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Des Fürtrefflichen Hochgelahrten Herrn Alberti Krantzij VVandalia Oder: Beschreibung Wendischer Geschicht : Darin[n]en der Wenden eigentlicher Vrsprung, mancherley Völcker, vnd vielfaltige Verwandelungen, sampt dero vollbrachten großmechtigen Thaten, vnd was sie entweder vor Reiche angerichtet, oder auch zerstöret ... / Allen der Historischen Warheit liebhabern, erstlich vom Authore in Latein vorfertiget: Nun aber denen, so derselben Sprach vnerfahren, in Hochteutsch transferiret vnd vbersetzet, Durch M. Stephanum Macropum vom Andreaßberge
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Wendischer Geschicht/ das VIII. Buch. 267

Burg/ vnd war bey jhm Herzog Rudolph zu Sachsen . Dieweil aber das volckdarauff sie warteten/ noch nicht alles beysammen/ dürfften sie nicht öffentlich mitdem Feinde schlagen/ doch schickten sie etlich auffs scharmügeln/ die fiengen vonMarggraffischen dreyßig Soldaten. Ferner brach er mit den feinigen aldar auchauff vnd setzten zu Fürstenfee durchs Wasser. Nichts desto weniger musten die leshten daselbsten gleichwol Haar laffen/ vnd blieben in die sechzig gefangen. Dervon Meckelnburg wartete noch auff mehr Volck/ bey welchen Johannes vnndGerhardus Graffen zu Holstein/ vnd der Graff von Schwerin waren. Denenfam im vorziehen Johannes Fürst zu Wenden/ der sich domahls( weil der vorszeiten hochgeachte Wendische titel jkt begündte verachtet zu werden) von denWerlen schrieb/ vnter augen/ vnd zog sein Bruder mit noch einen hauffen einenandern weg/ dienten aber beyde dem Marggraffen. Johannes that ein treffenmit ihnen/ vnd fieng den Graffen von Schwerin . Wie sie aber zum andernmahl zusammen stieffen/ wardt Johannes Fürst der Werlen selber gefangen/vnd für Henricum geführet/ vnd che denn er jhn loß gab/ muste er im Malchin abtretten/ vnd angeloben/ das er fürther Heinrico dienen wolte. Also schlugs Friedensden Meckelbürgern allenthalber zu glück. Wie nu auch die Herrn vnter sich der vertrat.fachen halben handlung pflegten/ gerieths dahin/ das sich der Marggraff desangefochtenen Landes gegen Heinricum verzeihen/ vnd solchs mit Siegel vnndBrieffen bestetigen thate. Folgenden jahrs ludt Herzog Heinrich von Meckslenburg/ nach beschriebene Herren gehn Wißmar in die Stadt zu sich/ KönigErich zu Dennemarcken/ Waldemarn Marggraffen zu Brandenburg ( von desfen Todt ich hiebeuor allbereit geschrieben/ wie man denn solchs in den Historienso genaw nicht halten kan) Ericum vnd Johannem Herzogen zu Sachfen/ beyde Der königJohansen Herren der Werlen/ Gerhardum vnnd Johannem/ Graffen zu vndMazgSchwerin vnd Wittenborg/ vnd vertrug alldar mit ihrem zuthun den König graff versvnd Marggraffen/ die einen langwirigen heimlichen haß auff ein ander gehabthatten. Auff der heimreiß wardt Waldemarus am hikigen Feber Kranck/ vndstarb baldt hernacher. So bald Henricus seinen todt erfahren/ befahl er seinemObersten in geheim/ des Marggraffen Oberſten mit behendigkeit von der schankzur Warnaw außzuschliessen. Dann sie hatten den Schlüffel von aller dreyer ben.Herren wegen/ zum Meer ins gemein/ damahls gieng beyder Graffen in Hol-Stein Johannis vnd Gerhardi zug an nach Dithmarschen / der ihnen aber vbelablieff. Denn es wurden sehr viel/ vnd vnter denen auch der Graff von Wun- Dithmarestorfferschlagen. Derwegen machte sich Heinricus/ die Graffen so noch im låger schen.waren wider zu rück/ vnd brachten die vm/ die antwerts eingefallen vnd betroffenwurden. Heinricus war kaum daheim vom Pferde gestiegen/ kriegte er zeitung/daß die newen Marggraffen nach Waldemaro etwas feindlichs vmbhand/ vnndWartißlaum Fürsten zu Stetin an sich gezogen hetten/ darumb berieffer dieHolsteinischen Graffen zu sich/ vnd legt sich jegen die Mäutmacher zu Felde/belägerte Dempsin vnd gewans/ befestigte auch daselbst vmbher etliche Schlös Dempfinfer/ die wanckelmütigen dadurch bey glauben zuerhalten. Nicht lang lieffs an/ da gewunns.erhub sich ein gezanck zwischen der Fürsten häuptleuten in den Schanzen vorWernaw/ vnd trieb Henrici Oberster des Königs seinen hinaus/ vnd bekam al-

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so die besatz vnd herschung vbers Meer allein. Fürther zog er auff den Herzogenzu Stetin/ vnd bawete wieder seinen des Herzogen willen das Schloß Vier-rade/ vnd behielts auch/ verbandt sich weiters mit seinen Vättern Johanne/ Hers Vierrasren der Werlen/ gab jm das Schloß Wredenhagen . Deffen wege erstund auch wet.ein grosser zwifpalt/ darauß ein schwerer frig zwischen gedachte Henrico vnd Wiß. Wredenslao Fürsten zu Rügen erwachsen/ richteten beiderseits gegen einander an den grån hagen,Ben zu Ribeniz vestungen auff/ vnd teten einander mit ein vnd außfalln auffi lansde groffen schaden. Zu lest stiessen alle in de vmbkreis vmbher gesessene Fürsten dieköpffe wied Henricum zusammen/ vnd plunderten auff besimpten tag feinland/ vne3 iij

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