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Wendischer Geschicht/ das VIII.Buch. 277
den,
er noch ein mal in Preussen/ da giengs erst recht an ein würgen/ wüten vnd toben/ Jmkriegeda ward keines alters/ feines Geschlechts/ keiner Religion noch Geistlicheit ges gilt alles.Schonet/ alle stådte vnd schlösser wurden verbrant/ dz gangeCulmerland verhergt/ gleich.vnd wo er her zog/ alles biß in den grund verwüstet. Wernerus der Ordens Mei-ster/ so shman kräfften zu schwach vnd gar nicht zugleichen/ schickte seine Legatenauff den heiligen Pfingstag an jhm/ die mit ihm wegen eines Frieden handelten/ WerneDann( ließ er ihm sagen) was sols fein/ das wir vns selber vnter einander mit rus besvnserm schwerdt vertilgen/ vnd die Christenheit mit so tieffen wunden verhawen? gert friesWers nicht besser das wir vns vertrügen/ vnd vnsere waffen gefampter Hand ge-gen die Feinde Chriftlichs Glaubens gebrauchten? Endlich verglich man sich zubeyden theilen/ daß der Meister zwey Schlösser Dobrin vnnd Brandenburg /an stat der Bürgschafft dem Könige einbehendigen solte. Auff solche Conditionschaffte der König das Kriegsvolck aus dem Lande. Kurk hernach ward derOrdensmeister( etwa das er den Brüdern nicht gefellig) von einem derselbigenauff dem Hauptschloß Marienburg erschlagen. Wehleten aber einen andern mariensvnnd renovirten den Krieg wieder Polen / vnnd namen zum ersten das versetzte burg ,da hauß Brandenburg mit ernstlicher Kriegsmacht ein/ zogen fürther nach Polen /vnd was vorhin an Städten vnd Schlössern vom Fewr vnbeschädigt vberblieben/das alles mußte jest herhalten/ streifften vnnd brandten also einen ziemlichen strichdurchs Königreich Polen. Vnnd wie sie keine vberall von den Königischen anatraffen/ führtens shre Heer mit reicher Beuthe beladen wieder anheimb. Dakaum jeder zu hauß kommen/ fekete der König jhnen zum dritten mahl auffinfuß nach/ vnd wekte seine Scharten wieder an ihnen aus. Die Brüder denenderschaden schmerzte/ gedachten dem Kriege auff ein mahl abzuhelffen/ vnd demKönige eine Schlacht zulieffern/ machten sich in solchem vorhaben wieder denFeind in eyll auff/ vnnd sezzeten zu beyden seiten reche frisch vnnd munter an einsander. Vnd ob wol viel darüber zu todt niederfielen/ war doch der größter scha swisschende bey den Polen . Der Sieg hieng gleich vnnd stund zweiffelhafftig/ wehme er den polen zuzuschreiben. Es muchte sich aber dessen anmassen wer da wolte/ wars dennoch vnndraein Blutiger Sieg. Denn ohne die gemeine Soldaten/ deren eine grosse men- Dern,ge/ blieben auch die allerhurtigesten vnnd männlichsten aus dem Orden auff derWahlstatt ligen. Nach solcher Schlacht machte man auff geding einen anstand/vnd verhielten sich beyde theile ein zeitlang stille.
Schlacht
densbris
Henricuszu
storben.
M Jahr tausend dreyhundert vnnd dreissig/ gefegnete Heinricus Das XVI.Herz zu Meckelnburg diese welt/ vnd verließ zween junge Söhne Johan- Cap.onem vnd Albertum. Deren Vormünderschafft er in seinem Todtbette den Herr; 1Obersten vnnd Befelichhabern der Städte Rostock vnd Wismar aufferug/ mit medelnbegehren/ sie wolten an ihnen als an ihrem Fürsten / trew vnnd Glauben/ in zeit burg gesjhrer Minderjährigkeit biß sie erwachsen/ vnd selbst das Regiment führen fond-ten/ erweisen. Von diesen befreyete sich Albertus vor seinem Bruder/ mtt Ko-nigs Magni in Schweden / Schwester/ vnterfieng sich auch also forth der Re-gierung/ vnd stund derselben weißlich vnd wol für/ vnnd wie er darin kaum zweyJahr geseffen/ gieng der Krieg zwischen Polen vnd Preussen wieder an. DennKonige Lakoldo thate der in Preussen erlittene Schaden weh/ vnnd gedachte sichzurachen/ rüstete sich auch auffs aller stärckeste/ vnd ließ damit nach Preussen zustraben. Viel besser vnd glückseliger wers gewesen/ wenn er das vergoffene Blutzu außbreitung der Chriftlichen Religion hette angewendet. Die Ordensbrüsder vermeckten das Donnerwetter zeitig/ vnd brachten auch volck vnd hülff auff/zur gegenwehr/ vnd hatten in ihrem hauffen eitel ritterliche Kriegsleute vnd Ade-liche Personen. Denn jeder bewegte seine Freunde leichtlich hierzu/ mit vorstel-lung des grossen gewinsts vnd Beute die sie daher erlangen wurden/ wagtens dasmit gegen die Feinde hinan. Da solte einer gesehen haben/ wie tapffer fie an ein-ander
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