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Des Fürtrefflichen Hochgelahrten Herrn Alberti Krantzij VVandalia Oder: Beschreibung Wendischer Geschicht : Darin[n]en der Wenden eigentlicher Vrsprung, mancherley Völcker, vnd vielfaltige Verwandelungen, sampt dero vollbrachten großmechtigen Thaten, vnd was sie entweder vor Reiche angerichtet, oder auch zerstöret ... / Allen der Historischen Warheit liebhabern, erstlich vom Authore in Latein vorfertiget: Nun aber denen, so derselben Sprach vnerfahren, in Hochteutsch transferiret vnd vbersetzet, Durch M. Stephanum Macropum vom Andreaßberge
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Alberti Cranzij

Biepolen ander ritten/ beyde Heer waren gleichmutig vnd mechtig/ vnd ftritten mit groffenfiegen de fräfften. Es kondte sich aber lang niemand des Siegs für dem andern rühmen/Orden denn keiner wolte dem andern weichen noch gewunnen geben/ darüber zu beydenfeiten mancher füner heldt seinen Geist muste auffgeben. Nach allen stegeten gleichwol die Polen . Aus den Hülffens genossen blieben Herr Russe von Plawen vndein junger Graff von Hohnstein . Der Graff von Oldenburg ward im angesichteschwerlich verwundet/ den Feinden wurden dagegen viel abgefangen/ gleichwolwar der Brüder verlust der größte. Owie ein volck hette man dem Herrn Chrisfto mit solchem Blut gewinnen können? Aber es ist nunmehr in den Kriegen nichtallweg vmb die Religion vnnd Seligkeit zuthun/ ob man wol viel/ che diefelbenangehen // hievon redet vnd zum schein fürgibt. In diesen gezeiten trennete sichdie Römische Kirch vnter Bapst Johanne/ des nahmens der vierzehende/ vberdem gesichte der abgeschiedenen Seelen. Die Minoriten oder Barfüffer/ verthe-religionsmancel digten ihre meinung gar scharff/ das solche gesicht oder anschawen nicht che gesbedeckt. schehe/ biß an den jüngsten Tag/ denen der Bapst allermeist zufiel. Hierwiederlehrten die Prediger Münche/ das so bald die Seel vom Leibe abgescheiden/ genHimmel zu der seligmachenden Anschawung führe. Welche meinung fast alleschied der Prælaten vnd Doctoren in der Vniversitet zu Pariß vnterschrieben/ vnd derselsSeelen. ben den Bapst schrifftlich verstendigten/ an den schrieb auch Philippus der damals

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regierender Keyser. Dieses hadermekgen hielt lang bey vielen an/ weil die junge zänckischen Münche shres plauderns hievon kein ende machten. Zu lest beshielt gleichwol die Warheit Oberhand/ da Chriftus zum Schecher am Creusfagte/ Heut wirftu bey mir im Paradyß sein.

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Ittawen darin die Einwohner meisten theils in ihrem Aberglauben verharren/ hatte immittelst dieses/ wie sich die Polen vnd Ordensbrüsder vmb die Beute reufften/ Friede. Da aber solcher Krieg nach vielen vndlangwirigen vnglück einmahl erfettigt/ vnd gestillet/ verbunden sich beyde Herren.Nahmen Ludwig Marggraff zu Brandenburg vnd Heinrich Herzog in Bayern / vnd zoder Zers gen mit vereinigten hauffen gar mechtig auff Littawen/ Zu diesen so fürtrefflichenren in fole Kriegs Obersten geselleten sich auch die Teutschen Ordensbrüder/ vnd erzeigtensich in diesem stück shrer Profeffion gemäß diese alle machten sich hinein ins land/riffen alle vestungen zu boden/ vnnd war fein ander mittel/ dadurch die ergebenensich muchten entfreyen/ als das sie den Christlichen Glauben annahmen/ denselben hinfuro bekenneten/ vnd nach gebrauch der Christen sich tauffen liessen. DieOstersten im lande wichen zu rück/ vnd dürften den kopff nicht biethe. Damit nungemelter Herzog Heinrich aus Bayern ein gedenckwürdig gedechinis diefes feines grossen arbeitsamen vnnd mit schweren vnkosten volbrachten zugs/ hindersichverlassen muchte/ bawete vnnd bevestigte er ein gewaltig Schloß auff des FeindsBayers Boden/ welchs er nach seinem Lande Bäyerburg nennete/ dasselbe besetzte er mitden Teutschen Ordensbrüdern/ vnnd kehrete mit sieghaffter Hand seine Straßfen. Aber folchen von langen Jahren bey diesen Barbarischen Völckern eingeswürselten Jrthumb zuvortilgen/ war es so balde mit einem Kriege nicht gethan/man solte beffer/ nicht allein mit der Außländischen/ sondern auch mit der benachbarten Könige zu Polen macht/ zu drey/ vier oder mehrmahlen nachgedrückt hasben. Denn so lang auch die Polen die hande im schoß gehabt vnnd stille darzu gesfeffen/ hat man nichts recht fruchtbarlichs vnnd bestendigs in derselben Provingverrichten können. Jest war man nur nach dem Sprichwort/ vber die ThursSchwelle getreten/ vnd hatte das rechte Land das Erdebiedem noch nicht gefühlet/dann das der Adel jetzt in ihrer gegenwart vorgewichen/ hat diese grossemange hernach leicht wieder zu gewohnlichenIrthumb gebracht.

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