tregst
J
flic
al
Wendischer Geschicht/ das XII.Buch.
433nation noch volck/ die sich nit entweder durch jze Fürsten / oder deren gesandten dafelbft hetten sehen lassen. In deroselben statlichen zusammen funfft ist berathschlaget/ was gestalt mit zuziehung aller Chriftlichen stände ein gemeiner Türcken zugfürzunehmen/ vnd wie der krieg zuführen. Dabey man die gefahr angezeigt/ derensich die Christen für solchen feind weiters zubeforgen/ vnd giengen allen die zugegevber des Bapsts oration/ darin er derjenigen kläglichen zustandt vnd elend erzehltedie täglichs vom Turcken in die elende dienstbarkeit geschleppet würden/ die augenvber/ daneben führte er jnen zu gemüth: Das nach dem Griechenlandt vnd Illyrisen von Türcken erobert/ nunmehr nichts gewissers/ den das er auch mitten inEuropam fallen würde/ vnd aldar seine tyrannische gewalt an denChristen vben.Summa er gieng nichts vorbey/ dadurch ihre gemüter möchten bewegt vnd angezündet werden. Aber es war vmbsonst vnd vergebens/ den die Fürften liessen denaufwendigen vnd nötigen krieg anstehen/ vnd richteten vnter sich selbst ein innerlichvnd jammerlich bludebat an. Nach seiner/ des Bapsts wiederkunfft vom Conciliogen Rohm/ gelangten der Jberer oder Georgianer Gesandten/ bey ihm an/ vnnd Georgiasbathen/ sie in Schuß der Kirchen auff vnnd anzunehmen. Denn ob sie wol vom ner.Apostolischen stucl/ welcher der meister ist der warheit/ weit entsessen/ vnd mit vieslen Barbarischen volckern vmbgeben: chrten sie doch auch den wahren GOTT /vnd glaubten anChriftum. Jmgleichen schickten auch dieTrapezuntier jre gesand-ten an in/ vnd begehrten hülff wieder den Türcken. Aber hernacher hat man erfah zunischeTrapesren dz Ismael der Sinopenser H.welcher sich biß daher wol wieder der. Türcken legaten.in der gegenwehr gehalten/ vnerwartet des vberzugs/ sich vnd sein ganzes Land anMahometen Türckischen Keyser ergeben/ vnnd das der Keyser zu Trapezunt feineTochter einen auß den Türckschen F.vormählet. Daraus man wol gespüret/ dasjm die Religion vnd der glauben kein ernst: es möchte denn sein/ dz ers guter meinüggethan/ vnd verhoffet/ die Tochter solte jren mann mit lieblichen worten auch zumglauben reißen. Denn die furcht vnd begierd zu herschen verursachen viel/ das sichnit zuthun gebühret. Aber der ist des Himlischen reichs nit wirdig/ der das irdischedauor höher liebet vnd achtet. Dieweils gleichwol viel mühe foftet/ nicht allein die Die ChrisChrifti. Potentaten in ruftung zubringen sondern auch sie/ wenn man vom friege ßen densrathschlagen wil/ zuuerfamie: isis kein wunder/ dz bey Ißmacle den Sinopischen GenesHers: mehr die für augen schwebende gefahr als die lange vnd vngewisse hoffnüg zeit gnug.gegolten. Dero zeit sein auch des F.Vfancaffani legaten/ so er an Calirtum abge-ordenet/ bey Bapst Pio ankommen/ welche die Römer/ nicht weiß ich des weiten Pancaswegs/ den sie gezogen/ oder jrer vngewönlichen tracht halber/ mit grosser begierde la legfant legasgesehen/ vnd sagt man d; Bsancassanus an den Bapst geschrieben: Er hette zwar den Bapstden sieg: aber doch durch sein Gebett zu Gott von den Feinden erlanget. Dere wol- Pium.that/ die mehr Göttlich als menschlich wolte er zu gelegener zeit eingedenck sein.Wir fehren aber wieder zu vnfern Wenden.
1
hat noch
tion an
DasXXVI
amb let
( tet dem.
Amburg/ die alte vi berumbte stadt/ so von vorigen zeiten hero denGraffen zu Holstein gehöret/ folte damals dem könig zu Dennemarcken der Cap.zugleich Graffober Holstein war/ die huldigung leisten. Die Bürger zeigtenhierüber ire priuilegien/ vnd die lang vber Menschen gedencken hergebrachte ge- kan gediewonheit für das sie allein bey jren trewen vnd waren worten gehorsam zu sein an haldigigzugeloben: feins wegs aber daffelbe mit dem Eyde zubeftetigen pflegen. Der königdrengete lang drauff/ es geschehe feine huldigung ohne eydt/ vnd wie sie konten onehuldigung vnterthenig sein? Sie antworteten demütig wieder: In der huldigung Huldisthete man anders nichts/ denn dz man angelobte trew vnd holdt zu seines geschehe gung wasden mit eyden oder auch mit bestendigen worten vnd guten glauben: baten daneben seman wolte sie verschonen/ vnd nit zwingen/ von jrer wol hergebrachten/ vernunff-tigen/ vnd ordentlich præfcribirten gewonheit abzuweichen. Drauf sich der könig/welcher sonst ein freundlicher bescheidener H zu frieden gegeben. Der zeit wie Joshannes Bischoff zu Verden/ vom K.zu Dennemarcken aus dem Closter Reine-
Do iif
felde
es bedens
te