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Des Fürtrefflichen Hochgelahrten Herrn Alberti Krantzij VVandalia Oder: Beschreibung Wendischer Geschicht : Darin[n]en der Wenden eigentlicher Vrsprung, mancherley Völcker, vnd vielfaltige Verwandelungen, sampt dero vollbrachten großmechtigen Thaten, vnd was sie entweder vor Reiche angerichtet, oder auch zerstöret ... / Allen der Historischen Warheit liebhabern, erstlich vom Authore in Latein vorfertiget: Nun aber denen, so derselben Sprach vnerfahren, in Hochteutsch transferiret vnd vbersetzet, Durch M. Stephanum Macropum vom Andreaßberge
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Wendischer Geschicht/ das XIIII. Buch.

S13trefflichen versamblung/ sondern auch in der ganzen S.F.G.feliger weiten herrsfchafft vnd gebieth/ so wol auch in den andern vmbher belegenen Landen/ fo weitdas geschrey von S.F.G.lob vnd tugenden erfchollen/ niemandt biß daher gefehen/ der nicht eben das mit betrawret/ was ich betrawre/ vnd darüber von grundDes hergen erfeuffet. Denn wem wolte des hocherleuchteten Fürsten / mit demwir so einen mächtigen schat/ so vieler herrlicher vnd berühmter Tugenden verlosren/ Tödtlicher abgang vnd hinfall nicht bewegen? Meine gnedige Fürsten vndHerren spüren in dem ihren trefflichen verlust/ das der eine seinen herzlieben Brusder/ auff welchen er seine ganze hoffnung gefehet/ dem er auch alles das feinigeficherlich getrawete( dieweil er wol vnd gewiß wüste/ das niemandts besser weiß:on fruchtbarlicher gemeiner handel: vn regierung fonte vorstehen) die andern aberjhren freundlichen vnd allerliebsten Vater/ durch dessen fleiß/ forge/ vnd vorsichstigkeit/ sie zu nüglichen Regenten des gewaltigen Landes aufferzogen worden/ anjhm verlohren. Das Vaterlandt aber wünschet vnd feuffet nach seinen getre-wen Vater/ der nicht allein mit den nahmen Magnus/ sondern auch in der thatdessen grosser vnd berühmter Vater gewesen/ in dem das ers mit seiner auffsicht/trew/ vnd beyslandt dahin befördert/ vnd zu solchem ansehen erhaben/ das es( mit vrlaub geredet) feinem andern Landt vmbher etwas beuor gibt. Daher dassfelbe jst mit trawrigen vnd weinenden Augen vmbsichet/ vnd fraget wo er gebliesben? So fpüren auch alle Stände vnd Einwohner wol/ was ihnen an diesentFürften vor eine Seule ond stadtliche Zier abgangen. Dahinwieder tröster vnsfer aller betrübte vnd trawrige gemüther/ das S.F.G.so erleuchtete vnd tapffereNachkommen vnd Erben hinder sich verlassen/ so ob dem jenigen, was S.F.G.löblich vnd wol angeordent/ bestendig halten/ vnd weiters auch zu bessern gedeyenvizunemen befördern werden. Wiewol wir in erwegung solcher seiner rühmlichentugenden/ vber S.F.G.vnd das dieselbe von hinnen in ein beffer vnd föftlicherleben abgewandert/ nicht zu trawren/ sondern viel mehr zuerfrewen/ vnd Gottdem allmechtigen zu dancken haben/ dz er vns diesen hocherleuchteten Fürsten bißsher vorleihet/ an dem zu ewigen zeiten alle Frommen ein erempel dem sie nach zusfolgen: Die Schar aber der bosen vnd Gottlosen/ deren die Welt voll ist/ eineGedechtniß für dems sich fürchten vnd schewen müssen/ gefunden/ vnd diese seindsallein/ so in diesem allgemeinen leidt vnd betrübnis/ nicht trawren. Wenn sie abererkenneten vnd verstünden/ was S. F.G.so wol seiner Tugenden als auch seinerFürstenthumben vnd herrschafften vor nachfolger hinder sich gelassen/ würde sieshrer Närrischen fröligkeit bald gerewen. Denn sie werden befinden vnd im Werckspüren/ das die scharffe der Gerechtigkeit vnd Religion nicht auffgehaben/ sondernnur allein geendert worden. Mir aber der ich mich heutigs tags/ Gott dem All-mechtigen( deme wir S. F.G.mit vnserm demütigen Gebeth zu gnad vnd barm-herzigkeit befehlen) zu ehren/ von S.F.G.vnsterblichen lob vnd ruhm etwas zureden vnterwunden/ stehet sehr zubefürchten/ das ich zu solchem vorhaben/ dasauch wol den vortrefflichen Redenern Ciceroni vnd Demoftheni viel zu wenig/vnd dero F.G.Tugenden viel mehr möchte verkleinern/ denn der gebühr herausStreichen: Dieweil ich gleichwolJ. F.G. die mir solche last aufferlegt/ gnedigstembefelich vnd geheiß nicht wiederstreben sollen: werden sie mich ihrer gnedigen zunetgung nach gnedig entschuldigt halten. Denn das ich solche leste dienstleistungs.F.G. feliger müge erzeigen darzu gehöret sonderliche gnade vnd wilfahrung miewelcher dieselbe hochgedachte J. F. G. mich ihr offtermahls in gnediger anerbie-tung grosser vnnd stadtlicher Empter vnnd Digniteteten/ die ich niemahls vmbsie verschuldet/ mit Diensten verwandt machen wollen. Vor allen dingen aberwil mir obliegen vnnd gebühren/ das weil ich mit meiner rede die Mayester vnndHochheit seines Ruhmbs nicht fan erreichen/ mit allem fleiß nur dahin trachte/daß die Zuhörer gahr feinen Verdruß darab haben/ vnnd empfinden mügen,XFgon

Dara