$ 14 Alberti Crantzij
Darumb muß ich die maß/ so mir vnd andern in der löblichen Oratoren Kunstvorgebildet/ gebrauchen/ vnd den anfang von der vhralten Hochadelichen anherFunffe dieses Fürstlichen stammens machen/ damit das wir den mangel der WurzBeln/ so etwan in Teudtschland nicht daran zufinden/ anderweit hero ersehen mü-gen. Wiewol wir zu dieses vnsers Fürsten lob feiner frembder behelff bedürfftig/fondern mügen jnen die jenigen denselben zu nüß machen/ die einen vor sich haben/Den sie gern schmücken wollen/ vnd weil jnen jre eigne Blumen/ mit welchen es ih-nen wol zu thun gebührte/ entbrechen/ auß anderen Garten dieselben hersuchenmüssen. Diesen Fürsten aber zu loben/ wenn ich alle vnd fgliche seine Tugen-den vnd was denen eigentlich anhengig/ solte herfür bringen/ vnd anzeigen/ würsde mir eher der tag als gelegenheit von seinen rühmlichen lob zu reden manglen.Gleichwol da ich erweisen werde/ das er auß seiner vortrefflichen hocherleuchtetenvoráltern Fußstapffen nicht auß getreten/ sondern deroselben herlichs vnd vortreffelichs lob viel mehr/ vnd dermassen erweitert/ das sie auch/ wenn sie schon nichegroß lobwürdigs außgerichtet( da sie doch sonst die erleuchtesten vnd berühmstenFürsten gewesen) gleichwol von seinem glenkenden schein/ vnd vberwindlichenruhm allein/ erleuchtet gnug gewesen weren: versehe ich mich das mir niemandedasselbe/ vorab weil ich mich auff erkündigung grosser Fürsten vnd Herrn anfunfft sonderlich beflissen/ in vnguten solle abnehmen. Es ist aber bey so hellen/flahren gezeugnüffen/ die allbereit am Tage/ gnug/ auch nur das aller vornembsfte jho anzurühren/ damit nicht durch langweilige erzehlung der Geschicht/ die jesnigen/ so albereit dessen/ was wir reden wollen/ wissenschafft tragen/ einen eckeloder auch die der Latenischen sprach nieht erfahren einen verdruß empfangen/wenn sie etliche stunden solten zuhören. Was nun das Fürstliche hauß Meckelnaburg vor tieffe Wurzeln habe/ achte ich das es ihrer nicht viel wissen/ vnndlassen sich bedüncken/ sie haben weit gnug gefischet/ wenn sie diesen stammen vondem alten herrlichen geschlecht der Vrsiner zu Rohm herziehen/ vnd schäßen sichermehlte Vrsinische Herren dabey gar hoch/ das grosse Fürsten in Teudtschlandsich vrsprungs halber von ihnen her rühmen. Aber des erleuchteten Meckelnbüregischen Hauses Stammen ist viel elter vnd cdler/ als das mans auffdie Vrsinerwolte deuten. Denn es sein von jkt an kaum dreyhundert verflossen/ das derVrsiner nahmen zum aller ersten in der Stadt Rohm erhöret worden. Ich aberwil mit der außerlesenesten vnd gewissesten Authoren Vhrkunden vnd gezeugnüsssen erweisen/ das beydes die Fürsten vnd das edle hauß Meckelnburg vber die taussendt vnd mehr jahr alt sein. Denn als vor Chrifti geburth/ die alten waren vndAdelichen geschlächter der Fabier/ Aemilier vnnd Cornelier vnnd derer mehr blu-heten/ damahls ftritten allbereit die vortrefflichen Fursten des MeckelnbürgischenStammens mit den Königen zu Dennemarcken/ vnd dem aller eltesten geschlechtder Sachsen wegen der hochheit vnd regierung. Laffet ons die zeiten Augusti/ vnter welchen Christus vnser Herr vnd Heplant an die Welt geboren/ ein weinig anfehen/ derselbe hat das Panier mit dem fliegenden Adler/ biß in der Parther Land-schafft gestecket/( die Parther / sagt jener/ hetten die Fahnen/ welche sie dem inStreit vberwundenen Crasso abgenommen/ wiedergefördert) gegen abend des Ro-mischen Reichs grången biß in die differste Landtschafft Hispanien hinein/ außgebreitet.
Baaldemoingadamente
Guy
So ferrnen weg ist nie gezogenDer Hercles groß/ so mit dem BognHat vmbbracht im Arcader WaldtEin Hindin vntn gar vngestalt:Dadurch er den orth hat gefreyt
Das niemand ferrnr begegnet leidt.
nybbo
Nach Mitternacht hat er die Elbe zu des ReichsScheide verordnet/ vnd vberderselben/ wie Strabo zeuget/ der vnvberwindlichen volcker macht nicht versuchen
noch