XXXV.Cap.
Vneinigs
keit zwis
$ 20 Alberti Cranzij
Denselbigen nach giengen zweene vom Adel/ wie die vorigen in trawer Kleidernso einen Schild darinne alle Wapen vollkomlich in eines geschnitten/ empor trusgen. Weiters gieng der Marschalck mit einem schwarzen Stab/ vnd der Canglermit dem Fürstlichen Siegel/ welchen die Kleider ganz nieder biß auff die füß hiensgen. Nächst denen/ befandt sich das Fürstliche Hoffgesind in seiner Ordnung.Solchen allen nach folgeten die Fürsten/ vnd Fürstliche Gesandten/ vnd nach desnen die Prælaten vnd Thumbherren. Fürther die vom Adel in gewaltiger anzahl.Zum lesten die Fürstlichen Zimmer vnd andere Frawen vom Adel. Alß nun dieWeß gang vollendet/ würden vorgemelte Fahnen alle/ fampt den Wachßleichternin den Chor getragen. Die Pferde aber wieder vmbs Altar durch die Kirch in denStall geführet. Darauff verführen die Biffchöffe mit ihrem Ampt/ vnd thatenden verstorbenen vnserm HErin Gott befehlen. Nachdem solchs erfüllet/ ward dieAntiphoha: Mitten wir im Leben sein 22 Nächst diesem: HErz heyliger GOTtgesungen/ vnd mit diesen worten der dritte theil von der Fahnen auff die erde: Beyden folgenden: Heyliger starcker: der ander theil bey diesen: Heyliger barmherHiger Heylandt: der dritte theil fampt dem außgehawenen Helm vnd Schild/ micgroffem feuffen/ heulen vnd weinen nieder auff die erden geworffen/ vnd die biß-Daher brennenden Fackeln vnd Lichter in einem huy zugleich außgelöschet. Dißwar der ende dieses Todten geprängs. Den Chor aber vnd die Pulpeten/ so mitSchwarzen gewande vberzogen/ licß man also bekleidet bleiben/ vnnd verfügte sichjeglicher anheimb.
Vgißlai Hertzogen zu Pommern vnd Stettin / wieder die vornehme Stadt Stralsunde von vielen Jahren hero gefaßten zorn/ daven langheimblich gesprenget/ gab sich vmb diese zeit recht zuerkennen/ in deme/ dasschen dem der Herzog nicht allein ihnen die zufuhr ließ verbiethen/ sondern auch das er denBergage Bürgern in seinem lande feinen sichern durchzug wolte gestatten/ wie denn auchfundern. seine Hoffdiener etliche derfelben auff ihrer reyse angesprenget/ vnd sonst offtmals
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vberfallen. Diß begundte den Bürgern zuvordriessen/ vnd wurden daher bewoge/das sie fast mitten im Winter auffs.Antoni tag de Herhogen feindlich entsagtenvnd die Abfags Brieffe zuschickten. Baldt darnach fielens gerüstet/ in die Insel Rügen / vnd zwungen die Bawren das sie ihnen schweren mußten. Die vom AdelRügen deren viel im Lande sein verfügten sich an sichere orther/ etliche flohen hinweg/ etsStrafun liche aber wurden gefangen. Ihrer Vierzig hatten sich in einer Kirchen bevestidern eins get/ die auch anders nicht als mit Hunger vnnd Rauch daraus zutreiben stunden.Mit denen ward gespräch gehalten/ vnd ihnen die auffgerichteten brieffe/ vber derzusammen geschwornen verbündniß/ welche der Fürst selber hatte bestetigt/ fürgeszeiget/ vnd darauff gefraget/ ob sie bedacht/ demselben was darinnen verzeichnet/nachzuleben? Die geandtwortet: Sie hetten einen Fürsten / dem sie mit Eydesspflichten verbunden/ von welchem sie auch so liederlich nicht kondten abweichen.Wie man sie aber etwas härter drengete/ habens fich gefangen in der Stralsunder hände gegeben. Wie der Fürst solche hörete/ ergrimmete er in billichem schmersBen/ vnd gieng daher ein hefftiger vnnd schwerer Krieg an. Solchem suwehren/legten sich die Meckelnbürgischen Fürsten/ davon der eine Bugißlai SchwestersMann der ander aber seiner Schwester Sohn/ darzwischen/ vnd feßten einen tagangen Rostock/ da ward eine lang Jujurien klage angestellet/ welche von des FürsTagle sten seiten die Notarien zu Prothocoll verzeichneten/ davon begehrten die StralsRostock. fundischen Abschrifft welche ihnen decernirt vnnd gegeben. Felgends tags/ vbergabens darauf ihre andtwort/ weils schiene das es den Fürsten also gefällig/in Schrifften/ welches klagender Anwald des Herzogen nicht wolte zulassen sonsdern forderte das die Andtwort gleich wie die Klage möchte angebracht werden/vorab weil sie deren Copey empfangen/ dem aber die Stralsunder keine folge thunwolten. Vnnd ob sich wol der Städte Gesandten interponirten vnd dar zwischen
legten/