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Die Pestepidemien im Fürstbisthume Basel / von Dr. Schenker in Pruntrut
(Schweiz)
Entstehung
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hoffen, cs werde die Sache in Frankreich sicli bessern und der erbanmmgs-volle Gott mit seiner gezeigten Zomruthe ein gnediges Vernüngen tragen.

Weilen nun übriger löhl. Ort Herren Ehrengesandte zu sothaner Ab-schickung, so in der angrenzenden und coinmerzirenden Orten Kosten errichtetweiden soll, auch die Zusag und Mitstimnrung Eurer Gnaden (damit solchegemeineidtgenössisch geschehen möchte) verlangen, löhl. Standes Basel HerrenEhrengesandten uns dann annoch in pavliculaii hierumb ersucht, wir aberhierzu nil begwältiget, als habend wir dero Ansuchen, diesen genommenenSchluss Eurer Gnaden per expressum participiren und dero Consens hierübereinholen nicht wohl ausschlagen können. Wollen demnach erwarten, wasEuer Gnaden Uns in fernerem hierüber zu befehlen belieben werden.

Baden, den 20. Nov. 1721. L. Steiger. Ja. Ti liier.

In Folge dieses Berichtes schreibt Bern an den Vorort Züricham 8. Decetnher, dass Bern zu den von den versammelten Ständenbeschlossenen Schritten, das schwäbische Bando betreffend, nurinsofern beigeslinunl, dass nicht alle französischen Waaren vonder Eidfgenossenschaft fern gehalten werden sollen, sondern nurdie aus den verdächtigen Provinzen kommenden und dass es fernerseinen Namen nur zu einer schriftlichen Vorstellung, nicht aberzur Ahsendung einer Deputation gegeben habe. Es bittet alsoden Vorort, das Protokoll zu corrigiren, und, wenn die Secretäreschon abgereist wären, möchten denselben diese Bemerkungennachträglich zugestellt werden.

Diese Angelegenheit sollte also auf der andern Seile vor einenächst bevorstehende Versammlung des schwäbischen Kreises odervor den Deutschen Iteichstag in Begensburg gebracht werden. DerFürstbischof des Bisthums Basel als Fürst des deutschen Beicheshalle auf dem Reichstag Sitz und Stimme durch seinen Gesandten,und bol Bern seine guten Dienste in diesem Handel an, wasletzterer Stand mit Freuden und Dank annahm.

(Schluss folgt.)