rwrtrcflich war» Zwar übereilte ihn zuweilen die Hize seinesTemperaments. Allein sein Verstand und gutes Herzedämpfte sie gleich, und der König schämte sich nicht, diese,uigcn um Verzeihung zu bitten, die er im ersten Zorn be-leidigt hatte. Ein Beispiel wird hinreichend seyn, ihn insein moralisches Licht zu sczen. — Sein Vater, Karl derio. hatte etwas grausam regiert, und den Vater Banicrs,des berühmte» FeldherrnS , hinrichten lassen. Nach sei-nem Regierungsantritte ritt Gustav mit dem Sohn einmalabwärts, und sprach zu ihm: Mein Vater hat den deinigenumbringen lassen. Willst du seinen Tod rächen, so kannstdu izt mich todten. Wo nicht, so seye mein Freund aufewig Der gerührte Unterthan warf sich dem Fürsten zuFüssen, und schwur ihm ewige Treue, die er auch hielt.
Nach der Schlacht bei Lüzen sang man zu Wien , Brüs-sel und Madrit das Ledeum. Ja Philipp der gte in Spa nien ließ ein Lustspiel, der Tod des KönigS in Schweden ,aufführen, das zehn Lage dauerte. - Ein Beweis, wie sehrseine Feinde ihn zu schäzen wußten:
Der zehnte Wi ntermond.
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Bündnis; ;u Cambray. (izoZ.)
9)Iaximilian der 1. Ludwig der 12. von Frankreich , Fer dinand der Katholische von Spanien und Pabst Julius der2. vereinigen sich heute zu einem Bündnis gegen Venedig ,dessen Reichthum und Ucbcrmuth sie gereizt hatte. Werhielt nicht die Republik bei dem Angriffe der mächtigstenFürsten dieser Zeit für verloren? allein theils thaten die