BuudSgenossen keinen allgemeinen Angriff zu gleicher Zeit,theils wußten die Venctianer den Pabst und König vonSpanien von dem Bündniße bald abzuziehen, weil dieFranzosen zu glücklich gewesen waren, und den Sieg beiGiradadda erfochten hatten. Nun entstund eine neue Li-gue gegen Frankreich , (i;io) endlich traten gar die Vene-tianer selbst auf die Seite Ludwigs deö ir. So spielen dieGrossen mit ihren Verträgen !
Der eilfte Wiritermvnd.
418. 419-
ss Conde(l 686 ) und Karl dcr 12. (1713.)
^icser Tag rast zwei grosse Feldherren dahin, den Sie-ger bei Rocroi , und den bei Narva!
Conde belaß Starke der Seele, Edelmuts), und grosseRechrschasscnhcit des Herzens. Au List oder Falschheit sichzu erniedrigen, hielt er unter seiner Würde. Daher er un-möglich mit einem Mazariu harmonieren konnte. SeineEinsichten in das Kriegswesen, seine Tapferkeit, seineEntschlossenheit machten ihn zu einem der grossen Feldher-ren seiner Zeit. Nur war er zu hizig, zu stolz und von sei-nem Genie zu sehr eingenommen.
In den ersten und leztcn Zeiten seines Kommando'S fochter für sein Vaterland, in den mittlern, genöthigt durchdie harte Begegnung deü Kardinals Mazarin , gegen das-selbe unter den Fahnen dcr Spanier, zu denen er seine Au-ssucht genommen hatte. Das Podagra verhinderte ihn,bis an sein Ende in dem Felde zu dienen, und schon in demKriege gegen Holland (067-) schien er nicht mehr der alte
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