_ Leich-Predigt. _17
thaten verhalten sollen, nemlich demüthig unddanekbar, derm nicht nur Jacob sondern auchwir sind so viele Exempel der Göttlichen Barmher-tzigkeit und Treue; wir mögen uns betrachten wie! und wo wir wollen, so sehen wir uns mit GOttesGüte umgeben, oder ich frage Euch, was ist füreine Göttliche Wohlthat, was ist für eine Probe
> seiner Vätterlichen Treue, die nicht entweder wir
> oder die Unsrigen genossen ? Was ist für ein Segen
> im Leiblichen und im Geistlichen, mit deme uns
, seine getreue Vatters - Hand nicht vielfältig über-
! schüttet hat, so daß wir für vielen anderen , die
i Gesegneten des HErren heissen mögen.
j Aber wie führen wir uns auf gegen diesenHimmlischen Wohlthäter? sind es viele, die mit! Jacob seine Guthaten in einem demüthigen Gebeth!, rühmen und sagen: Ach HErv! ich binzu ge-- ring aller Barmherzigkeit und aller Treue,t die Du an mir gethan haft? müssen wir unsü nicht vielmehr schuldig geben, grosser Undanckbar-H keit und unverantwortlicher Vergessenheit der Gött-lichen Wohlthaten, der schnöde Mißbrauch, denman insgemein davon machet, zeuget genugsam,wie unsere Hertzen dagegen beschaffen sind.
Eine der grösten Göttlichen Wohlthaten istZweifels - ohn die unendliche Barmhertzigkeit GOt-tes , nach deren der Himmlische Vatter einem je-»« den bußfertigen Sünder, seine Sünden schencken,
,il aus allem Elend helffen, und Ihne selig machenß will; aber wie wird diese Gnaden - Wohlthat an-en C genom-