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Des betenden Jacobs Demuth-volles Rühmen Der genossenen Göttlichen Wohlthaten : Vorgestellt Jm Münster aus 1. Buch Mosis Cap. 32. v. 10. Den 24ten Jenner 1748. Als daselbst ... zur Erden bestattet worden ... Sara Werthemännin, Weyland des ... Anthonius Winckelblechs Des Handels-Manns und des Grossen Raths allhier, Nach Tod hinterlassene Frau Wittib / Von Joh. Caspar Werenfels, Archidiac. im Münster
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Christliche

Sirnch 5

4°s.

genommen , anstatt daß man fich, wie Jacob,durch dieselbe sollte zu einem frommen Leben ver-leiten lassen, so misbrauchet man selbige zur Boß-heit und zum täglichen Vermehren der Sünden;Ach! daß doch alle diejenige unbesonnene Menschen, bedenckten, was Sirach sagt: Dencke nicht ich ha-be wohl mehr gesündiget, und ist mir nichtsBöses wiederfahren; denn der HErr ist wolgedultig, aber Er wird dich nicht ungestraftlassen, und sey nicht so sicher, ob deine Sün-de noch nicht gestrafft ist, daß du darum fürund für sündigen wolltest; dencke auch nichtGOtt ist sehr Barmherzig, Er wird michnicht straffen, ich fündige wie viel ich will;Er kan bald zornig werden, als gnädigerist, und sein Zorn über die Gottlosen hatreinAufhören. Darum verzeuch nicht dich zumHErrn zu bekehren, und schieb es nicht voneinem Lag auf den anderen; denn sein Zornkommt plötzlich, und wirds rächen und dichverderben. Ja wollte GOtt sie führten sich zuGe-Römer -,müthe, die Worte des Apostels : Verachtest du4-den Reichthum feiner Güte, Geduld undLangmüthigkeit ? weiftest du nicht daß dichGOttes Güte zur Busse leitet? du aber nachdeinem verstockten und unbußfertigen Wer-ken , häuftest dir selbst den Zorn, auf den Tagdes Zorns und der Offenbarung des gerechtenGerichts GOttes. Denn wo mit dem Verachtender Göttl. Barmhertzigkeit und Treue noch langerfortgefahren wird, so istbillich zu befürchten, es moch-te selbige inUnbarmhertzigkeit sich verwandlen.

Kom-