Band 
[Dritter Theil]
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Frantzöfische Geschichten.

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Die Stadt that unter ihrem tapffern Commendanten, dem Grafen von*» xvn.Berges/ grossen Widerstand, und wurden allein von einem Hornwerck 20. E^bc-Stürme abgeschlagen / so war auch König Wilhelm in Engelland/ derinAonS.Zrrland so viel nicht mehr zu thun hatte/ in Niederland gegangen, umdie Armee in Person zu commandiren, die er auch biß in 80000. Mannverstärkte / und damit biß nach Brüssel angeruckt/ des vesten Vorsatzes,wo möglich die Stadt zu entsetzen ; der König aber hatte aus seinen Be-satzungen gleichfalls biß in rooooo. Mann an sich gezogen, und so vor-theilhafftig sich postirt, daß die Mitten nicht wohl eine Möglichkeit sahendenselben anzugreifen. Weil nun währender Zeit die Aussmwercke derStadt weggenommen wurden / die Hoffnung von Entsatz auch immerschwächer ward/ so nöthigte die Burgcrschafft,die es auf das äusserste, undauf die Gefahr mit Sturm erobert zu werden, nicht wolte ankommen las-sen, den Commendanten, daß er die Lkamacle schlagen lassen, und einenHccorä anbieten muste, da die Franhosen solches noch am wenigstenvermutheten; gieng also diese Haupt-Vcsiung gleichsam vor dem Ange-sicht des Königs Wilhelmi und der Mitten grossen Armee, in einer Zeitvon z. Wochen an Franckreich über.

Nach dieser grossen Eroberung giengen die Armeen wieder aus einan- Lüttigder, und versuchten ihr Bestes durch anderwärtige Verrichtungen. Den U^bar.Frantzosen gelang , daß sie unter dem Marschall cle Boufleur vor die virt.Stadt Lüttig ruckten, und dieselbe bombardirten, in Hoffnung, daß untersolchem Tumult die Parthey des Printz Wilhelms von Fürstenberg ( dernunmehr Cardinal war) in der Stadt ihre Zeit beobachten, die Thore öff-nen, und die Franhosen hinein lassen sotten. Nun wolte zwar dieser An-schlag nicht angehen , weil die Cardinalisten allzu genau beobachtet wur-den , so nahete auch gar bald ein starcker Entsatz herbey, der die Franho-sen weichen machte, unterdessen aber hatten sie gleichwohl mit ihren Bom-ben biß in zwölff Tonnen Golds in dieser grossen und reichen Stadt anHäusern und Gut Schaden gethan.

Auf gleiche Weise kam auch der Ouc Luxembourg, der nach des Kö-nigs Rückkehr die Frantzösische Haupt' Armee ccmmandirte, den Mittenbey Halle vor, welches sie zu bevestigen angefangen ; schleiffte die neueWercke allda, und machte also diesen Posten, der sonstcn vor die Alliir-te gar kommlich war, vor sie unbrauchbar. Eben dergleichen wollen sieauch mit Nivelle thun, das adeliche Frauen - Stifft allda aber erbat vonihnen die Neutralität, die ihnen auch die Alltitte zugestunden, und wardalso dadurch der Ort erhalten.

Der König in Engelland, der.sich noch immer bey der Armee befand,bemühere sich zwar d>e Frantzösischen Vortheile zu hemmen, und war zusolchem Ende entschlossen mit dem Luxembourg eine Haupt-Schlacht zulll. Theil. Eee wagen,