Band 
[Dritter Theil]
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Dritter kenoäus. IV. Capitel.

8. XVII. gelland zu thun. Die Sache kam an Tag durch einen Loire , welchender Lord Preston nebst einer Parthey Geld vor König Jacobuni, mit inFranckreich überführen wolte, in welchem die Schrifften von diesem gan-hen Anschlag enthalten waren, von dessen Mithafftcren einige gerichtet wur-den. Lord Preston aber ward wegen seiner aufrichtigen Bekanntniß be-gnadigt.

König Der König stund bey seiner Überfahrt in Holland auch sehr grosse Ge-Wilhel m fahr §us, dann weil es im Winter und Januario war, hatte er auf dergrosser See starcken Sturm erduldet, und da er die Holländische Cüsten in dasGefahr. Gesicht bekam, und mit den grossen Schiffen wegen widrigen Wind undEises, nicht dahin anlangen kunte, begab er sich in ein kleines Fahrzeug,um damit an das Land zu kommen; der Wind aber ward dessen Meism,und trieb es biß an die Franhösische Cüsten,daß es in grosserGefahr stund alldazu stranden. Endlich aber schickte GOtt gleichwohl daß sie nach zweyenTagen, die der König in grossem Ungestüm, stetiger Lebens-Gefahr, Nässeund Kalte auf der See ungeessen und ungetruncken zugebracht, in einemschlechten Dorff bey Oranien - Polier zu Lande kamen, und in einem elen-den Bauren - Haus sich trocknen und erwärmen musten, darauf der ehe-malige Prinh von Oranien das erstemal als König in Engelland im Haageingeholet und mit grossem Pracht empfangen worden. Alle die um denKönig waren, kunten nicht genug beschreiben des Königs unvergleichlicheUnerschrockenheit, die er beständig in dieser äussersten Gefahr bezeuget hat.

Was des Königs Verrichtungen in Niederland gewesen , solches ha-ben wir schon in dem andern Capitul erzehlt, und dervhalben allhier nichtsdavon zu melden ; so ist auch nicht viel von See-Sachen zu erzehlen,weil dißmal zur See nichts Merckwürdiges vorgegangen, ungeachtet beydeFlotten in sehr starcker Anzahl sich darauf befunden hatten.

In Inland aber gieng es heiß her : Daselbst hin hatte der GrafTir-eonell aus Franckreich frische Hülff überbracht, schöpfften also die Jacobi-ten neuen Muth ; hingegen waren die Engelländer unter dem GeneralenDuglas und Ginkel allda auch nicht schwach, und kam bey Ballymorees zwischen beyden Armeen zur Thätlichkeit, in welcher die Irren, die sichzwar dißmal ungemein besser als vorhin gehalten, wiederum aus dem Feldgeschlagen wurden, worauf dann die Vestungen Ballymore und Athlone übergiengen.

Die Catholische Irren hatten einen gefährlichen Anschlag angesponnen,«nd sich fast alle mit einander verschworen, daß sie mit den Engelländer»die Sicilianischen Vespern spielen, und sie auf einen Tag in ihren Quar-tieren massacriren wollen; wie aber solche Dinge, so durch so viel MäulerZehen, selten ganh verschwiegen bleiben, so kam auch dieser gefährlicheAnschlag durch einen Gefangenen aus, und ward unterbauet, musten also

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