Band 
[Dritter Theil]
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__Schwedische Geschichten. 4«-?

fast nichts mehr übrig war; ja man hat es nicht allein bey den weltlichen 8. XVLLändereyen gelassen, sondern auch die geistliche Güter den kriv-ms zuge-eignet/ gestalten dann das Haus Oxenstirn allein zwey Bißthümer besessenhaben soll. Diesen Mißbrauch nun abzuthun und die Sache in solchenStand zu fetzen, damit der König und die Milch, auch ausser des Volcksübermäßigem Beytrag, ihren Unterhalt in etwas haben möchte, so ward schonzu Zeiten Königs Gustavi Adolphi gerathschlagt, wie man diese übermäßigeVergabungen wieder einziehen möchte; die stats anhaltende kriegerische Zei-ten aber, die Regierung der Königin Christinä, und die Minderjährigkeit desKönigs Caroli XI. liessen nicht zu , dieses Merck in gehörigen Standzu bringen, sondern vermehrten noch die ehemalige überflüßige Vergabun-gen mit neuen.

Nachdem aber König Carolus XI. den Frieden in sein Reich wieder ein-geführt, brachteer diesen Vorschlag wegen Emtheilung der Cron-Güterbey dem gehaltenen Reichs - Tag wieder auf das Teppich, und fand bey de-nen niedern Ständen, die dem Adel ohne das nicht gut waren, ja bey demgeringen Adel selbsten, leichten Beyfall, weil man es anfänglich nur auf dieVergabungen, so über soo. Thaler jährlich austrugen, anzutragen schienedergleichen thäte, welches dann allein die grossen Herren, die von dem vo-rigen Krieg her sehr verhaßt waren, treffen würde. Dahero die Ein-schrenckung feyerlich beschlossen, mit aller Schärffe ausgeführt, und endlichnicht nur dem hohen, sondern auch dem geringen Adel ohne Unterscheid al-le die Güter, so sie und ihre Vorfahren von den Cron - oder GeistlichenGütern unter dem Tilul des Nutzens überkommen hatten, eingezogen wor-den , wordurch dann eine grosse Anzahl der vornehmsten und besten Fami-lien ruinirt wurden. Die eingezogene Güter wurden mehrentheils dahinangewendet, daß man sie den Offnerem und Soldaten anstatt ihres Un-terhalts einchat, und vermeynte man durch dieses Mittel die SchwedischeMilitz auf solche Höhe gebracht zu haben , daß man beständig 70200.

Mann geworbener und regulirter Mannschafft ohne des Lands sonderlicheBeschwörung auf den Beinen haben könne.

Die übrige Zeit brachte man mit weiterer Ausübung dieser Emschren- Ln. 1681.ckung zu, zu deren Beförderung eine eigene Commission verordnet ward, inwelcher man ziemlich hart verfuhr, mit Aufrechnung vieler empfangenenEinnahm, und anderer Dinge, so die Grossen währender Minderjährigkeitoder des Kriegs, auch ausser den Cron - Gütern, sich aus eigener Hussontätzu Nutz gemacht. Ob nun wohl alle andere Schwedische Prvvintzien mitgezückten Achseln sich gedachter Einziehung unterwurffen , so wolte dochdie Provintz Wand sich hierzu auf keine Weise verstehen, sondern vermeyn-te gantz andere und sonderbare Freyheiten zu haben, weil sie erst neulich,theils durch freywillige Untergebung, theils durch Aotrettung der Cron Poh-

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