_ Geschichten._ 48;
Prinß Livio Odoschalchi, wie auch der mittlere Sobieskische Printz Ale-8.xvn.xander.
Jeder that nach feiner Art grosse Versprechungen wann er zur Crongelangen würde, worunter allezeit das Vornehmste darinnen bestünde, daßman zu Bezahlung der Cron - und Lithauischen Armee ansehnliche Geld-Summen aus eigenem Beutel Herschiessen wolte; dann diese hat sich we-gen ausständigen Solds mit einander verbunden, wolte ihrem Feld.- Herrn ^ Cronkeinen Gehorsam mehr leisten, und lebte, biß sie vergnügt würde, gleichsam Armee,nach freyer Willkühr; hatte man also alle Mühe durch gute Worte, Ver-sprechungen und Vorstellung des Schadens, der durch diesen Handel demgantzen Vatterland zustund, indeme die Tartarn wahrender dieser Zerrüt-tung in Volhynien eingefallen, und gegen soaoo. Seelen hinweg geführt,sie noch vor der Wahl zu besänfftigen und aus einander zu trennen.
So war auch noch eine andere grosse Schwierigkeit im Reich, danemlich im vergangenen Jahr der Bischofs von der Wilda den LtttauischenGroß - Feld-Herrn Fürsten Sapieha, wie obverstanden, öffentlich in Banngethan hatte , worüber zwischen seinen und denen Sapiehischen Anhän-gern grosse Weitläufftigkeiten entstunden, daß sie kümmerlich durch Ver-mittlung des Päbstlichen Nuntii, welcher dem Feld-Herrn die Entlassungvon dem Bann uud einige LAtistsÄion vor die angethane Beschimpffungvon dem Bischofs verschafft, noch vor dem Wahl-Tag beygelegt werdenkunten.
Dieser nun verzog sich biß in das folgende Jahr, da er endlich in Ge-genwart des sämtlichen Pohlnischen Adels, der mehr als in i soooo. Mannbestünde, bey Warschau zu Pferde hielten, unter freyem Himmel nachge-wohnlicher Art gehalten ward.
Die starckste krXtenäenten waren, wie abgedacht, der Printz von Con-Ln. 1697.ty und Printz Jacobus Sobiesky. Der erste hatte den König von Frank-reich zu seinem Feld-Herrn, und erböte drey und ein Drittel MillionenReichs-Thaler, zu Bezahlung der Armee und andern Diensten der Re-public, nicht weniger versprachen die Tartarn, daß man Caminiek an Poh-len wieder abtretten wolle, wann Conty erwählt würde. Unter den Pohl- Unruhi.Nischen Grossen hatte der Cardinal Ratziousky, als?rim 38 UeZni und Erb- ge Wahl.Bischofs von Knesen, nebst andern Grossen, die Contyische Parthey mit al-lem Eifer übernommen : Vor den Prinhen Jacvbum stund zwar derKäy-serliche Hof (in Ansehung derselbe Jhro Majestät der Käyserin Frau Schwe-ster zur Gemahlin hat) und was seinem Herrn Vatter im Lande noch ge-neigt war : Der gröste Theil des Adels aber war ihm entgegen, undwolte von ihm durchaus nichts hören. Weil es nun täglich je mehr undmehr das Ansehen gewann , daß man vor Printz Jacobpm schwerlichdurchgingen würde können, der Kayserliche Hof aber den Französischen
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