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len sich Assov erobert und behauptet zuhaben, und bauten in selbiger Ge-^ xvn.gend noch ein und andere Vestungen auf.
Bald hernach erfolgte der Stillstand mit dem Türcken, davon wir oben Friededie Erwehnung gethan, auf 2. Jahr, und weil man eines beständigen Frie-zuCar.Lens bey Carlowitz nicht vereiniget werden kunte, so ward eine grosse Ge-sandtschafft von Moscau nach Constantinopel geschickt, denselben völligauszumachen. , ^.
Es hielt mit selbigen sehr hart, dann weil der Czaar darauf bestund,daß man Assov und dasselbige ganhe Land ihm lassen solte, welches an-fänglich die Türcken so hoch nicht geachtet hätten, weil sie sich flattirt, derEinlauff des Flusses Don und das Ufer des Meers allda seye nicht so be-schaffen , daß man mit grossen Schiffen auslauffen könne, so wurden sieüber die mästen schüchtern gemacht, als sie sahen, daß der MoscowinscheLmbMäeur mit einem grossen Kriegs - Schiff vor Constantinopel an-kam. Doch ward endlich die Sache dahin beygelegt, daß es mehrentheils Wird zubey den Carlowihifchen Tractaten blieb, nur daß man dabey wei läufftig^ Ean.beschrieb wie viel und wie grosse Schiffe Moscau auf dem Schwachen Meer^n^zu halten befugt seyn solte. miri.
So lang der Friede mit der Pforten und dessen Bestätigung noch un-^n. 17°».sicher war, so lang ließ sich der Czaar nicht mercken , daß er mit eini-gen seiner Nachbaren sich zu entzweyen begehre, versicherte viel-mehr jeden der beständigen Vesthaltung der alten Traktaten ; und weilman in Schweden , bey ausgebrochenem Pohlnifchen Krieg, über die Mos-cowitische Absichten gleichfalls Argwohn faßte, sintemal man in Pohlennicht allein öffentlich davon redete, sondern man auch sich die Gedanckenmachte, daß der König in Pohlen ein so weit- aussehendes Merck alleinnicht würde unternommen haben, wann er von Moscowitischer Seite keineHülffe gewußt hätte, so schickte der Czaar, um diese Forcht zu benehmenund den Frieden zu erneuern, eine eigene Gesandtschafft nach Stock-holm. So bald aber dessen Händel mit dem Türcken in Richtigkeit stun Friedens,den , so brach er unvermuthet gegen Schweden loß, schickte nicht allein dem BruchKönig in Pohlen eine gute Anzahl Cosacken vor Riga zu Hülffe, sondern mitgieng auch selbsten mit einer Armee, die auf 202020. Mann starck ausgege-ben worden, vor Narva in Lifland, welches er mit Ernst belagerte; weil Belage«aber seine grosse Artillerie gar spat ankam, die Moscowiter auch die Kunst rungzu belagern schlecht gelernet haben , und ob sie wohl verschiedene Teutsche Narva .Officiers bey sich hatten, sich doch von diesen nicht viel sagen liessen, so giengauch die Belagerung gar langsam und laulecht von statten, also daß der Kö-nig in Schweden Zeit bekam mit seiner Armee in Wand überzusehen, undden Platz zu unterstützen, da es dann zu dem berühmten Treffen kam, inwelchem die Moscowiter von einem gar kleinen Haussen der Schweden aufM. Theil. Aaaa das