Teutsche Geschichten.
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an den Käyser allein, sondern an das ganhe Reich geschickt/ also hoffte er Ln. 17°^nicht / daß ihm des Käysers Befehl allein auflegen tönte / sich davon wegtu machen / bevor das gantze Reich darzu einwilligte; er hatte aber anCölln und Bayern solche vertraute Rücken-Halter/ daß er nicht glaubenkunte/ daß es zu einem allgemeinen Reichs-Schlüsse deswegen gelangentönte. Übrigens wurde das Religions - Geschäfft zu Regenspurg auf das Die Si.möglichste fortgesetzt/ und begehrtest) wohl der Dänische als Preußisches Reli.Mnilter daselbst/ daß man die Evangelische Religion, wegen des uner-gionwir»klärten I V. Articuls des Ryswichischen Friedens, in Sicherheit stellen «»ge-möchte. Der Franhösifche Abgesandte, Chamoy, anerböte zwar hierüber fuhrt,feines Königs Bürgschafft, allein es kam allen Verständigen lächerlich vor,daß derjenige, welcher besagten Articul zur Unruhe des sämtlichen gemeinenWesens selbst gestifftet, und noch täglich im Mömpelgardifche», undandern Orten, unleidentliche Eingriffe thäte, dennoch wegen der Religi-sns Ruhe Bürge seyn wollte. Der Preußische Abgesandte zu Wien ,Bartholdi, überlieferte, im Namen derer Evangelischen, den 2z. Maydem Käyser, wegen dieser sämtlichen Stände, zwey Memoriale, wor-auf sich auch der Wienerische Hof erklärte, zumahlen es die jetzige Kriegs-Läuffte nicht änderst zuließen, daß alles zur Vergnügung der Evangeli-schen sollte abgethan werden.
In dem vorigen Jahr haben wir gesehen, daß die zusammenhaltende Die Z«.Fürsten, so wegen der neunten Chur mißvergnügt zu seyn sich berechtigt lammen,vermeynten, die Sache durchaus nicht auf dem Reichs-Tage wollen aus-gemacht wissen, sondern deswegen verschiedene Zusammenkünffte nach Goß- halten ei.lar und Nürnberg angelegt. In diesem Jahr hielten sie einen neuen Oon-ne Zu.ßrek zu Francksurt am Mayn, und kamen im Monat May verschiede- Ammen,ne Abgesandten daselbst zusammen. Wie sich aber der Käyserliche zu der Franck.Oceanischen Anforderung verordnete Bevollmächtigte, der Reichs-Hof-fürt.rath von Binder, damahls auch daselbst befand, muste er ihnen, im Na-men des Käysers, die Vorstellung thun, es möchten die Gesandten diesesgantze Geschäfft auf dem Reichs Tag zu Regenspurg, als wohin es oh-nedem seiner Natur nach gehörte, anbringen, weil alle Interelllrte dasebstgegenwärtig, auch der Käyser seine Dienste zum Vergnügen derer Für-sten besser beytragen könte, welches auch die Gesandten mit Danck an-nahmen, und ihre Angelegenheiten ferner recommancürten.
Wie sich biß anhero einige Schweitzerische Gesandte an dem Käyser- Schwei.jjchen Hofaufgehatten, welche absonderlich die Zoll-Freyheit und die Einlö-M^sung der Herrschafft Rambsen treiben sollten, so hielte man dißmahl an dem sandteWienerischen Hofe vor nöthig, diese denen Italiänischen Ländern so nahe werdengelegene Republic durch Gelindigkeit auf die Oesterreichifche Parthey zu vergnügtbringen, weswegen dann selbige vor diesesmahl ein ziemlich glückliches Ge-M "'1U. Theil. Tttt schafft *