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Wenn wir aber zu Gott ſprechen: Herr, ichwarte auf dein Heil! ſo muͤſſen wir auch ſeinerStimme Gehör geben: Menſch, ich warte auf deinen Glauben; Sohn, ich warte auf deine Liebe;Knecht, ich warte auf deinen Gehorſam. DasVertrauen auf Chriſtum muß nothwendig mit demheilſamen Erkenntniſſe, und die Hoffnung auf Heilmit dem Fleiſſe der Gottſeligkeit verbunden ſeyn.In der Geſinnung und dem Leben der Patriarchenfinden wir eine gewiſſe Einfalt, die wir mit demPaulus eine goͤttliche Lauterkeit nennen möchten,im Gegenſatze der fleiſchlichen Weisheit; eine ge—wiſſe Aufrichtigkeit, bey welcher ſie fromm vorGott gewandelt. Was ihnen an Erkenntniß ab—gieng, erſetzten ſie durch den Glauben. Da ſiedas Geſetz eines Moſe und der Chriſten noch nichthatten, waren fie ſich ſelbſt ein Geſetz; ſie befliſſenſich guter und Gott wohlgefaͤlliger Werke. Alſo er-warteten ſie den Meſſias, und ſein Heil. Solltendie Chriſten weniger thun, da der Meſſias ſchonlange gekommen iſt? Da wir von ihm und ſeinerErloͤſung weit ausführlicher berichtet find, wollen