(<Ie arte eonficienili vits Hirwücem L compnkltsm^
A- i;;-. znHagenau im Elsaß wieder aufgelegt worden,und zu Einführung der Branntewein-Brennerei in Frank reich und Deutschland gar viel beigetragen hat: undhabe mich gewundert, mit welchen Lobsprüchen dieserMann den Gebrauch dieses Tranks dem Markgrafen Leo«nelli von Este, zu Erlangung langen Lebens und steterGesundheit, «»gerathen habe. Vor dieses Mannes Scbriftfindet man zwar etwas hie und da; als beim Arnoldde Villa nova, und beim Thaddäo Florentino, vsmNutzen dieses feurigen Wassers: aber nichts vsm Ge-heimniß seiner Verfertigung. Man würde aber heut zuTag schlechten Dank verdienen, wenn man wie, Savo-narola von den Lebenden seiner Zeit gethan, so vielberühmte Männer, und selbst Fürsten , als grosse Lieb-haber des Aquavita gleichsam in einem Latalogo auffüh-ren wollte. So viel ist gewiß, daß nachdem dieser Trankso allgemein , und sonderlich des Morgens getrunkenworden, ausser ander» noch viel grösser» Uebeln, klein-lich der Berauschung und der Unterdrückung aller ver-nünftigen Seelen - Kräfte, insonderheit auch der Durstbei den Menschen zugenommen, und die Verdauung derSpeisen aber abgenommen habe. Denn weil der Brann-tewein sehr austrocknet: so verlieren die Säufer desselbenalle natürliche Säfte, und sind gezwungen, durch häufi-ges Trinken die Auflösung der wenigen Speisen, die siegemessen können, zu befördern.
(Die Fortsetzung folgt.)